hintere Bremssattel komplett auseinander bauen

    • Laguna 2

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    • hintere Bremssattel komplett auseinander bauen

      Hallo an alle,

      hat einer von euch schon mal einen der hinteren Bremssattel komplett auseinander genommen?
      also nicht alleine den Kolben, sondern auch die restlichen Teile bis zur Mechanik der Handbremse.

      das sollte bei den verbauten Teilen doch eigentlich auch ohne Spezialwerkzeug oder Zerstörung der Innereien gehen, oder!?

      hat den Grund, dass bei einem Bremskolben die Staubmanschette gerissen ist und somit eher früher als später etwas Zuwendung braucht.
      da überlege ich den Bremssattel abzubauen und, wenn der Kolben eh schon raus müsste, komplett ordentlich zu reinigen und zB. mit diesem Reparatursatz direkt auch alle Gummis und Dichtungen zu wechseln.

      hier geht's nicht um Fragen von Geld, Sicherheit, Aufwand... sondern um's Schrauben an sich, mögliche Schwierigkeiten und evtl. noch ob solche Reparatursätze(gibt's ja auch direkt mit Bremszylinder) was taugen.

      Also wer Erfahrungen damit sammeln konnte, bitte her damit :D
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    • ja normale Werkstätten machen das nicht, da kommt direkt ein kompletter Sattel rein.
      Renault hat ja sonst von den Einzelteilen ja auch nur zB. Staubmanschette und Führungsbolzen im Programm. evtl. noch die Gummis für die Führungsbolzen dazu. sonst nur noch Bremssattel komplett.

      bei den Freien wird evtl. noch der Kolben herausgenommen um die leicht zugänglichen Teile wie zB. die große Dichtung am Kolben auszutauschen. bei Preisen ab 60€ pro Sattel rechnet sich der Mehraufwand danach auch nicht mehr.
      außerdem müssen sie ja auch zusehen wie sie dann über garantie- und versicherungstechnische Hürden kommen.

      komplett auseinander genommen wird's bei Austauschteilelieferanten.
      ich denke das macht dann wiederum zB. eine Tochterfirma von Budweg, ATE o.ä.
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    • kurze Meldung über den Bremszylinder und seinen "Arbeitsplatz"

      1: das Innere vom Bremssattel. die Schmutzpartikel gehören da natürlich nicht rein.


      2: Einzelteile vom Zylinder. der große Dichtring rechts gehört nicht mit rein, der sitzt in der sichtbaren Rille innen im Bremssattel.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alex_h ()

    • es folgt der Teil aus dem Bremssattel selbst

      1. Innenteile von der Seite des Zylinders, so sind sie drinnen zusammengesteckt.


      2. Innenteile einzeln. die Rechte, ich nenne sie mal Krone, hat einige Widerhaken und fixiert alles an seinem Platz.


      3. von dieser Seite ist aus dem Bremssattel nichts mehr herauszuholen


      4. als nächstes kommt der Hebel außen heraus


      5. das Innere am Hebel bilden ein/zwei Nadellager, der Rost hat diesen ordentlich zugesetzt.
      diese könnte man natürlich auch noch herausnehmen/-pressen, wenn diese ersetzt werden sollen.


      6. die Welle am Hebel


      7. die selbe Welle gesäubert. der Rost hat sein Werk getan, schön vom äußeren Nadellager aus weiter gefressen.



      weitestgehend ist alles auseinander gebaut. mal sehen ob diese Teile überhaupt noch wiederverwendbar gemacht werden können.
      der Rost hat bei diesem Bremssattel genau die Stellen angegriffen, die nicht mit Bremsflüssigkeit in Kontakt kommen.
      der Zylinder hat an der Fuge für die Staubmanschette auch einiges abbekommen(hab kein Foto davon gemacht), deswegen ist wohl auch das Gummi gerissen.
      aber den Zylinder selbst kann man ja neu kaufen im Gegensatz zur Welle vom Handbremshebel.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von alex_h ()

    • also bei mir waren die Sattel von ATE drin und diese werden mit bis Bj. 06.2007 gekennzeichnet.
      da würde ich persönlich dann davon ausgehen, dass diese vom Prinzip her bei Ph1 und Ph2 gleich sind.

      aber, wenn deine Signatur noch stimmt, dann haben wir sowieso beide den Phase 1.

      übrigens prüfe erst einmal die Seile der Handbremse. meine habe ich bei der Aktion auch direkt gewechselt, weil eins doch schon sehr schwer durch die Ummantlung glitt.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alex_h ()

    • Stimmt alles noch!
      Seile sind noch nicht alt. Die Bremse scheint sich nicht mehr von selbst nach zu stellen. Ich habe mir das aber noch nicht genau angeschaut. Vermutlich ist es bei mir nur verdreckt wie bei Dir? Lässt sich der Sattel auch im anschlossenem Zustand so zerlegen das man die Mechanik reinigen könnte? Also mit angeschlossener Bremsleitung.
      Laguna 2 Bj 02.2002, 1,9DCI, 107PS ( 3004/158 ) --> Phase1
    • dann schau dir das erst genauer an.
      denn den Hebel mit der verdreckten Welle bekommt man erst als letztes raus.
      deswegen hängt eher die Handbremse fest bzw der Kolben sitzt dann im ausgerückten Zustand fest(die Bremse löst sich nicht).

      wie macht sich das "Die Bremse scheint sich nicht mehr von selbst nach zu stellen." denn bemerkbar?

      wegen Bremsleitung:
      sobald der Kolben draußen ist, läuft die Bremsflüssigkeit sowieso aus und Luft rein. da kann man sich das Leben etwas einfacher machen und direkt die Bremsleitung abschrauben. Entlüften muss man danach sowieso.
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    • alex_h schrieb:

      kurze Meldung über den Bremszylinder und seinen "Arbeitsplatz"

      1: das Innere vom Bremssattel. die Schmutzpartikel gehören da natürlich nicht rein.


      2: Einzelteile vom Zylinder. der große Dichtring rechts gehört nicht mit rein, der sitzt in der sichtbaren Rille innen im Bremssattel.

      Hallo Alex, wie hast du das innen leben von Bremszylinder und kolben rausgekrigt.
      Gibt es ein spezielles Werkzeug für. Danke
    • Hallo!
      ich schätze bei ATE gibt es bestimmt spezielles Werkzeug dafür.
      ich habe mir die in der Situation passende Teile geschnappt und versucht. aber alles ohne rohe Gewalt.

      die Feder aus dem Bremskolben zu bekommen ist etwas fummelig. siehe dir diese auf dem Bild an, die ist etwas konisch.
      das breitere Ende sitzt innen am Rand fest.
      ich habe das letzte Stück mit dem Fingernagel gerade so über die Kante bekommen und dann nach Innen ziehend/drehend Schritt für Schritt immer weiter heraus.
      einmal draußen, will die Feder nicht mehr wieder rein. also gleiches Spiel beim Einsetzen.

      am Bremssattel wird es nicht einfacher. die s.g. Krone hat längere und kürzere Zacken. die kürzeren führen nur, die längeren sind minimal nach Innen zu drücken, dann spring das Teil wegen dem Druck der Feder heraus. habe, meiner Erinnerung nach, mit zwei Schraubendrehern in der einen Hand hier und da gedrückt gehalten, mit einem dritten die letzten Zacken nach und nach gedrückt.
      zum Einsetzen habe ich der Krone einen Metallring bis an die Hacken über gezogen, so dass die Zacken etwas zusammen gedrückt wurden. das auf die Feder gesetzt und mit Hilfe einer passenden Nuss kräftig und vor allem gerade drauf gedrückt. der Ring stößt an die Kante, die Zacken gleiten daran vorbei und krallen sich an der Kante auf der anderen Seite wieder fest.

      ich hoffe es ist verständlich beschrieben, aber eine Fummelei bleibt es trotzdem.
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