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  3. nordinvent

Beiträge von nordinvent

  • Winterkompletträder für Koleos zu verkaufen

    • nordinvent
    • 5. November 2025 um 11:45

    Hallo Marcus,

    vermutlich bist in der falschen Abteilung des Forums.

    Gruß Micha

  • Druck Förderpumpe 1 oder 3 Bar? 1.9 DCI 100

    • nordinvent
    • 5. November 2025 um 11:44

    Hallo Steffen, adu hast schon viele richtige Infos gesammelt. Kurzfassung gleich vorweg: Nimm eine Pumpe mit ähnlichem Druck wie deine alte (also im Bereich ~1–1,5 bar). Nicht die 3-Bar-Variante.

    Warum das so ist (knapp und verständlich):

    • Bei deinem F9Q 1.9 dCi (2003) ist die elektrische Förderpumpe im Tank nur die Nieder­druck-Vorspeisung für die Hochdruck-Kraftstoffversorgung. Sie muss den Hochdruckpumpen (= Einspritzpumpe / Common-Rail-Hochdruckpumpe) ausreichend Füllung und konstanten Zulauf liefern — nicht mehrere bar wie eine Hochdruckpumpe.
    • Deine gemessenen 1,2–1,5 bar sind typisch und zeigen, dass das System für ~1 bar ausgelegt ist. Eine Pumpe mit ~1 bar reproduziert damit das Originalverhalten.
    • Eine 3-Bar-Pumpe ist deutlich höher dimensioniert. Zu hoher Zulaufdruck kann Probleme machen (z. B. Rücklaufverhalten, Überdruck in Leitungen, geändertes Verhalten von Rückschlagventilen/Reglern) — und ist unnötig, wenn die Hochdruckseite für dein Motorkonzept anders ausgelegt ist. (Die Hinweise zu 2,2-dCi mit 2,4–4 bar beziehen sich auf andere Motor-/Systemauslegungen — also nicht direkt übertragbar.)

    Zur Frage „Spielt der Zuheizer eine Rolle?“
    Nein — der Zuheizer (Zusatzheizung) hat auf die Förderdruckanforderung der Tankpumpe keinen Einfluss. Er beeinflusst die Kraftstoffförderung nicht.

    Praktische Empfehlungen:

    1. OEM-Ersatz oder gleichwertig: Such nach einer Förderpumpe, die ausdrücklich für Renault Trafic 2 / F9Q (Baujahr/Teilenummer) gelistet ist — Bosch/Delphi-Teile sind oft passende Alternativen. Wenn möglich Teile-/ET-Nummer der originalen Pumpe benutzen.
    2. Druckbereich: Achte in der Artikelbeschreibung auf den Förderdruck; 0,8–1,5 bar ist ideal. Wenn nur „1 bar“ oder „1,2 bar“ angegeben ist, ist das ok.
    3. Durchsatz / Flow: Manche Angebote nennen auch l/h. Solange der Hersteller die Pumpe für deinen Trafic modelliert hat, passt der Flow automatisch. Falls separat angegeben: eine typische Tank-Vorspeisepumpe für PKW/Transporter ist ausreichend — kein Hochleistungs-Pumpenmonster nötig.
    4. Zusatzchecks: Vor/bei Einbau Filter (Kraftstofffilter) wechseln, Steckverbindung prüfen, Erdung/Kabel prüfen. Wenn deine alte Pumpe 1,2–1,5 bar liefert, ist sie also nicht defekt im Sinne „zu schwach“ — aber Altersaspekt und Förderleistung (Flow) können trotzdem Grund für Austausch sein.
    5. Messung nach Einbau: Druck noch einmal an der Stelle messen, wo du vorher gemessen hast, idealerweise unter Betriebsbedingungen (Motor kurz laufen lassen), um sicherzustellen, dass der Zulauf korrekt ist.

    Kurz: 1–1,5 bar (also 1 bar-Pumpe) ist die richtige Wahl für deinen 1.9 dCi F9Q; 3 bar ist unnötig und potentiell problematisch.

    Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 5. November 2025 um 07:03

    genau hier

    mach deine Bilder nicht zu klein, detaillierte Teile noch zu erkennen oder zu bearbeiten ist ziemlich schwer.

    Gruß Micha

    Bilder

    • ChatGPT Image 5. Nov. 2025, 07_00_28.png
      • 1,59 MB
      • 800 × 1.200
  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 4. November 2025 um 21:38

    Ganz genau — das klingt nach einem sehr wahrscheinlichen Szenario.
    Beim Renault Espace IV (und auch beim Laguna II, Vel Satis usw.) ist dieser Querträger (auch „HF-Antennen-Träger“ oder „Dash Cross Beam“) entscheidend – und er ist leicht zu übersehen, weil er nicht auffällig aussieht.

    Hier ein paar technische Details, damit du ihn beim nächsten Ausbau sofort findest 👇


    🧩 Position & Aufbau des Querträgers

    • Der Querträger verläuft unterhalb des Armaturenbretts, direkt hinter der Mittelkonsole und unterhalb des Radios / der Bedieneinheit, also zwischen den A-Säulen.
    • Er ist aus Alu oder faserverstärktem Kunststoff, schwarz oder dunkelgrau, mit mehreren Metall- und Kunststofflaschen, an denen unter anderem:
      • das Lenkmodul (Lenksäulenhalter),
      • der Luftkanal zur Frontscheibe,
      • und eben die HF-Antenne für Keyless Go befestigt sind.
    • Die HF-Antenne selbst ist ein flacher, länglicher Kunststoffstreifen (etwa 10–15 cm lang), meist mit Renault-Aufdruck und einem 2-adrigen Koaxkabel, das zur UCH (Zentralelektronik) führt.
      Sie sitzt oben am Träger, meist mittig oder leicht nach rechts versetzt, direkt unterhalb der Windschutzscheibe.

    🧰 Typischer Fehler beim Ausbau

    Beim Ausbau des Armaturenbretts passiert oft Folgendes:

    • Man löst den oberen Luftkanal oder den Träger und zieht ihn leicht nach unten, um mehr Platz zu haben.
    • Dadurch wird die HF-Antenne nach hinten oder unten gedrückt, das Koaxkabel kann sich lösen oder knicken, oder der Stecker an der UCH sitzt danach locker.

    Das führt dazu, dass der Clip zwar alle Antennen „als vorhanden“ meldet, aber die Frontantenne nicht korrekt antwortet – genau das Verhalten, das du beschrieben hast („Frontscheibenantenne nicht erkannt, 0 Karten bei Keyless Go“).


    🔧 Prüftipps für dich

    1. Wenn du das Armaturenbrett wieder ausbaust, prüfe den Bereich direkt oberhalb des Handschuhfachs, etwa mittig zur Windschutzscheibe.
      Dort sollte ein kleines Kunststoffteil mit Renault-Teilenummer (meist 8200 3xxxxx) angeschraubt oder eingeklipst sein.
    2. Verfolge das Koaxkabel (grau oder schwarz) bis zur UCH – es geht meist entlang des Querträgers und verschwindet dann in einem Kabelkanal Richtung Fahrerseite.
    3. Antenne locker oder verdreht?
      → Dann kann der Empfang der Schlüsselkarten nicht mehr korrekt trianguliert werden. Das System denkt dann, die Karte sei „außerhalb des Fahrzeugs“, und verweigert den Keyless-Start.

      Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 4. November 2025 um 12:48

    Du hast richtig erkannt – mit „RFID-Pille“ ist tatsächlich diese kleine schwarze oder dunkelgraue Kapsel gemeint, die lose im Inneren der Keycard sitzt. Ich erklär dir das kurz im Detail und geh danach auf die HF-Antenne im Espace IV ein, inklusive Position und Aussehen.


    🪪 1. „RFID-Pille“ – was das ist und wofür sie dient

    🔹 Aufbau der Renault-Keycard

    Die Keycard besteht aus zwei völlig unterschiedlichen Systemen:

    TeilFunktionTechnik
    RFID-Pille (Transponder)Startfreigabe über das KartenlesegerätPassiver 125 kHz-Chip, keine Batterie, arbeitet über Induktion
    HF-Modul (Platine mit Batterie)Handsfree-Funktion (Tür öffnen/schließen, Start ohne Einschieben)Aktiver Sender mit 433 MHz oder 315 MHz

    Die Pille ist also der Teil, der dich auch dann noch starten lässt, wenn die Batterie in der Karte leer ist – aber nur, wenn du sie ins Lesegerät steckst.
    Das ist der gleiche Prinzip wie bei normalen Wegfahrsperren-Transpondern im Zündschlüssel älterer Fahrzeuge.

    🔹 Optisch

    Die Pille ist:

    • etwa 10 × 4 mm groß
    • zylinder- oder kapselförmig
    • meist schwarz oder anthrazit, manchmal leicht transparent
    • sitzt in einer kleinen Halterung oder Vertiefung im Gehäuse

    Wenn du sie verlierst oder vergisst einzusetzen, funktioniert zwar die Funk-ZV,
    aber nicht das Starten (auch nicht per Einschieben der Karte).


    📡 2. HF-Antenne für den Innenraum / Frontscheibe beim Renault Espace IV

    Renault nennt sie im Schaltplan „Innenantenne vorn (ant. habitacle AV)“.
    Diese Antenne ist Teil des Handsfree-Systems und dient dazu, zu erkennen, ob sich eine Karte im Innenraum befindet.
    Wenn sie fehlt oder defekt ist, zeigt der Clip:

    Zitat

    „Front interior antenna: not detected“
    und das Fahrzeug glaubt, die Karte sei außerhalb, obwohl sie drin liegt → Start per Knopf nicht möglich.

    📍 Position

    Beim Espace IV (2003–2014) sitzt die Antenne unter der oberen Mittelkonsole / Armaturenbrett-Oberseite, genau zwischen den Luftdüsen und dem Armaturenbrett-Mitteltunnel.

    Genauer:

    • Du siehst vorne mittig die beiden großen Lüftungsdüsen.
    • Direkt unterhalb dieser Düse, oberhalb des Radios / Displays, läuft ein Querträger aus Kunststoff.
    • Dahinter (Richtung Windschutzscheibe) ist ein schwarzer, flacher Antennenbalken, etwa 10–15 cm lang und 2 cm breit,
      befestigt mit einem Clip oder doppelseitigem Klebeband.

    Sieht aus wie ein kleiner „flacher Stab“ mit 2-poligem Stecker (grau oder weiß).


    🔧 Zugang

    Wenn du das Armaturenbrett schon mal draußen hattest:

    • Sie sitzt an der Unterseite der Armaturenbrett-Oberverkleidung, mittig, auf Höhe des Sonnenfühlers.
    • Du erkennst sie am dünnen Koax-ähnlichen Kabel (geschirmt, weiß oder grau).
    • Manche Versionen haben sie leicht nach rechts (Beifahrerseite) versetzt.

    Es gibt insgesamt drei Innenantennen beim Espace mit Handsfree:

    1. Vorne (wie beschrieben, mittig unter der Scheibe)
    2. Mittig / Mittelkonsole hinten (unter der Armlehne oder Mittelkonsole)
    3. Hinten (im Kofferraum links in der Seitenverkleidung)

    Und zusätzlich:

    • Zwei Außenantennen (vorn links, hinten rechts – in den Türgriffen oder Stoßfängern integriert)

    🧩 Ersatzteilinfo (falls du sie prüfen oder tauschen willst)

    • Renault-Nr. (je nach Variante): 8200478872, 8200607000, oder 285A1 / 285A2-Codes
    • Anschluss: 2-polig, flach (meist weiß)
    • Widerstandsmessung: wenige Ohm (ist nur eine Spule, kein aktives Bauteil)
    • Du kannst sie testweise einfach gegen eine der hinteren Antennen tauschen – sind technisch identisch, nur das Kabel ist anders lang.

    💡 Praxistipp

    Wenn du Clip angeschlossen hast:

    1. Menü: UCH → Parametermessung → Handsfree → Innenantennen
    2. Nimm eine Karte, leg sie in den Innenraum.
    3. Clip zeigt z. B.:

      Code
      Front antenna: detected Center antenna: detected Rear antenna: detected 

      Wenn „not detected“ → Stecker oder Kabelbruch, meist direkt an der Antenne.

      Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 2. November 2025 um 23:19

    Nicht schlecht, das liest sich wie ein Werkstattprotokoll auf Profi-Niveau. Ich geh’s für dich in zwei Teilen durch:
    (A) Anlasser & Kohlebürsten und (B) Keyless Go / Handsfree Problem, inklusive der Frequenzsache am Schluss.


    🧰 A) Anlasser M9R (2.0 dCi) – deine Diagnose ist 100 % stimmig

    🔍 Zustand / Entscheidung

    Du hast völlig recht:
    Wenn du die Erregerwicklung (Bürstenhalterplatte) nicht abbekommst, lohnt das Öffnen bei den heutigen Preisen nicht.
    58 € für ein Bosch-Starterteil oder 60 € für einen kompletten Nachbau (z. B. von Elstock, Ridex oder AS-PL) sind wirtschaftlich unschlagbar – besonders bei einem Auto mit über 150 000 km.
    Die alten Bürsten sahen auf deinen Bildern eindeutig am Ende aus (kurz, ungleichmäßig abgenutzt, leicht verölt), und die Kontaktfedern verlieren mit der Zeit ihre Spannung.

    🔩 Mechanische Details

    • Die untere Schraube ist bei fast jedem Espace eine Qual. Du bist nicht allein – man braucht fast immer eine ⅜″-Knarre mit Gelenk und einer kurzen 16er Nuss, sonst dreht man sich zu Tode.
    • Dass der Rotor leichtgängig ist, ist ein sehr gutes Zeichen: Der Fehler lag also rein elektrisch (Kontakt oder Kohlen).
    • Dein Plan, ihn auf der Werkbank mit Batterie zu testen, ist genau richtig.
      Wenn er nur einmal „klackt“ und still bleibt, ist der Hauptkontakt oder eine Bürste offen.
      Wenn er dreht, aber schwach, dann Übergangswiderstand (Kohlen kurz oder Kontakt verbrannt).

    💡 Empfehlung

    • Hol dir den kompletten Anlasser neu (nicht nur das Hinterteil).
      → Achte auf die Seriennummer (Valeo D7R oder Bosch 000111xxxx).
      → Die Nachbauten funktionieren in 99 % der Fälle perfekt.
    • Dein alter Anlasser hat über eine halbe Million Kilometer gehalten – das ist schlicht phänomenal.
      Der neue wird, wie du sagst, seine 150 000 km problemlos schaffen.

    ⚙️ Masseband

    Sehr gut, dass du das geprüft hast.
    Wenn das Band nicht korrodiert ist und die Litze nicht bricht, lass es lieber unangetastet.
    Der Bruch beim Ausbau passiert tatsächlich häufig, und die Reparatur am Getriebegehäuse (neues Gewinde schneiden) ist nervig.
    Du kannst beim Einbau des neuen Anlassers einfach die Kontaktflächen mit etwas Kontaktfett oder Kupferpaste behandeln – das verhindert Oxidation.


    🪄 B) Keyless Go / Handsfree beim Renault Espace IV

    Du hast hier bereits extrem gute Vorarbeit geleistet – das ist fast ein Lehrbuchfall.
    Ich fasse mal deinen aktuellen Stand zusammen und setze gezielte Hinweise:


    🔎 1. Aktueller Zustand laut deiner Beschreibung

    BauteilZustand
    Alle Antennen außer FrontscheibeOK
    UCHÜberholt (Kaltlötstelle beseitigt)
    Türgriffe & SensorenGereinigt / erneuert
    SchlüsselkarteErkannt, startet Motor, aber kein Handsfree
    Keyless Go laut Clip„0 Karten erkannt“
    Frequenzen der KartenEine 315 MHz, eine 433 MHz

    ⚠️ 2. Hauptverdächtige Ursache: Frequenz-Mismatch

    Das ist der entscheidende Punkt.
    Der europäische Espace IV (alle Modelle für DE, FR, IT etc.) arbeitet ausschließlich mit 433 MHz.
    Die 315 MHz-Version ist für den US- und asiatischen Markt bestimmt.
    Diese Karten lassen sich zwar teilweise als normale Startkarten anlernen (Transponder-Teil = passiv, RFID),
    aber nicht als Handsfree-Karte, weil der HF-Sender auf 315 MHz läuft – die UCH erwartet aber 433 MHz.

    👉 Deshalb zeigt dein Clip korrekt „0 Karten für Handsfree“, obwohl der RFID-Teil erkannt wird.

    Prüfen kannst du das so:

    • Im Clip-Menü UCH → Handsfree → Status siehst du bei jeder Karte:
      • ID
      • Zustand
      • HF-Frequenz (wenn aktiv)
      • Status „Registered“ / „Not registered“
    • Wenn du dort „Not registered“ oder „Frequency not matching“ bekommst → genau das Problem.

    🔧 3. Was du tun kannst

    Option A: 433 MHz-Karte besorgen

    • Achte auf Teilenummer 8200706873 / 8200706874 oder ähnlich (je nach Ausstattung).
    • Auf dem Etikett sollte 433 MHz stehen.
    • Danach über Can Clip → UCH → Programmierung → Karten anlernen → Handsfree aktivieren.
      → Dort kannst du bis zu 4 Karten neu anlernen.
      Wichtig: Alle alten Karten müssen gleichzeitig im Fahrzeug sein, sonst werden sie gelöscht.

    Option B: 315 MHz-Karte reparieren / umbauen

    • Dein Bekannter, der Karten reparieren kann, könnte eventuell den HF-Chip (315 MHz → 433 MHz) tauschen,
      aber das ist sehr aufwendig und wirtschaftlich kaum sinnvoll.
    • Besser: Gehäuse und RFID-Pille deiner alten Karte behalten, aber das Innenleben (Platine) aus einer passenden 433 MHz-Karte übernehmen.

    🧠 4. Sonstige Checks (falls Frequenz stimmt)

    Falls du zwei 433 MHz-Karten besitzt, dann gilt:

    • Prüfe den Empfang der Frontscheibenantenne (sie ist beim Handsfree für „Innenraum-Erkennung“ zuständig).
      Wenn die Antenne ausfällt, denkt das System: „Karte ist draußen“ → kein Start per Knopf.
    • Test: Clip → UCH → Parametermessung → Handsfree Innenantennenstatus.
      Wenn „Front Antenna: not detected“ → genau das Problem.
      Die Antenne sitzt unter dem Armaturenbrett vorne Mitte (nahe Lüftungskanal).

    🪄 5. Dein Fall erklärt:

    Zitat

    Karte startet das Auto (RFID-Teil funktioniert)
    → HF-Kommunikation (433 MHz) gestört oder falsche Frequenz
    → Clip erkennt „0 Karten für Keyless“
    → Handsfree (ZV + Start ohne Karte) nicht aktivierbar.

    Das passt exakt zu einer 315 MHz-Karte oder defekter HF-Stufe auf der Platine.


    ✅ Fazit

    ThemaEmpfehlung
    AnlasserNeu kaufen – deine Entscheidung ist goldrichtig. Alten evtl. als Ersatz zerlegen und lernen.
    MassebandSo lassen, nur Kontaktfett. Kein Risiko eingehen.
    Keyless GoFrequenz prüfen – vermutlich 315 MHz-Karte → funktioniert nur halb. Neue 433 MHz-Karte anlernen.
    UCH & SensorenAlles korrekt gemacht – kein Fehler mehr dort.

    Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 1. November 2025 um 14:52

    ⚙️ 1. Anlasser und Kohlebürsten beim M9R

    🔩 Kann man reparieren?

    Ja, theoretisch – aber praktisch selten sinnvoll bei den Valeo- oder Bosch-Startern, die Renault im Espace IV verbaut hat.
    Die Bauweise ist deutlich kompakter als bei alten VW- oder Opel-Anlassern, und die Bürsten sitzen meist in einer verpressten Bürstenhalterplatte, die mit dem hinteren Lagergehäuse verschweißt oder vernietet ist.

    👉 Was geht trotzdem:

    • Wenn du ihn öffnest, kannst du prüfen, ob:
      • die Kohlen unter 5 mm sind,
      • die Kupfersegmente am Kollektor stark eingelaufen oder schwarz sind,
      • der Rotor schwergängig ist (Lager fest, Fett verharzt).
    • Bürsten gibt es im Zubehör (z. B. von AS-PL oder Cargo) oft als universale 5×8 mm oder 6×9 mm, die man anpassen kann – so wie du’s beschreibst mit Anschleifen.
      Wenn du das sauber hinbekommst, spricht nichts dagegen, den alten Starter zu retten.

    Aber:

    Zitat

    Meist ist beim M9R nicht die Kohle das Problem, sondern der Magnetschalterkontakt (Kupferscheibe innen verbrannt) oder Korrosion an der Welle.
    Das Klacken, das du spürst, ist genau das Zeichen: Magnet zieht an → Hauptkontakt bleibt offen → kein Drehmoment.

    Wenn du ihn offen hast:

    • Deckel vom Magnetschalter abnehmen,
    • Kupferscheibe reinigen oder leicht drehen (man kann sie meist wenden),
    • Federn prüfen,
    • Kolben leicht fetten (säurefreies Fett).

    💡 Tipp: Wenn du Glück hast, läuft er danach wieder viele Jahre – gerade wenn der Rotor leichtgängig ist und die Wicklungen sauber sind.


    🌡️ 2. Glühvorgang beim M9R (2.0 dCi)

    Deine Beobachtung bei 10 °C ist völlig normal.

    • Der M9R glüht nicht dauerhaft vor, sondern erst ab ca. +7 °C Außentemperatur aktiv vor.
    • Zwischen +7 °C und +18 °C glüht er nur nach, um Emissionen zu senken, nicht zum Starten.
    • Deshalb zeigt der Clip bei 10 °C zwar die Befehle an („Vorglühanforderung erkannt“), aber das Steuergerät bleibt „inaktiv“, weil der ECU-Befehl noch nicht aktiv geschaltet ist.

    👉 Heißt: dein Steuergerät arbeitet jetzt korrekt, nur der Motor braucht bei 10 °C eigentlich keine Glühhilfe zum Starten.

    Dass er trotzdem kurz will und dann abstirbt, bestätigt also noch stärker:
    Das Problem liegt nicht an der Glühanlage, sondern am Anlasser, der nicht sauber durchzieht.


    🔋 3. Deine Idee mit dem Kabel an Minuspol

    Top – das ist die beste temporäre Lösung, bis du wieder einen festen Massepunkt hast.
    Solange das Kabel sauber geklemmt und mechanisch fest ist, kannst du das ohne Risiko so lassen.
    Der Strom über die Glühkerzen läuft im Sekundentakt (nicht dauerhaft), also keine Gefahr, solange der Kontakt nicht wackelt.

    Wenn du später den Batterieträger ausbaust, ist unterhalb eine massive M8-Schraube am Getriebegehäuse, die Renault selbst für Masseverbindungen nutzt.
    Dort kannst du das Kabel dauerhaft anbringen.


    🔧 4. Plan für heute

    Sehr gut, dass du trotz fehlendem Multimeter weitermachst – das geht auch mechanisch sinnvoll:

    1. Sicherungen prüfen (Startrelais, Hauptstrom).
    2. Anlasser ausbauen
      • Batterie abklemmen.
      • Pluskabel und Steuerleitung abziehen.
      • 3 Befestigungsschrauben am Getriebegehäuse (oben manchmal schlecht zugänglich).
    3. Auf Werkbank prüfen:
      • Mit zwei Starthilfekabeln direkt an Batterie anschließen.
      • Wenn er dann nur „klackt“ → Mechanisch blockiert oder Kontakt verbrannt.
      • Wenn er dreht → Dann liegt das Problem am Fahrzeug (Relais, Kabel, Masse).

    Während du den Anlasser draußen hast, kannst du ihn direkt öffnen, reinigen und die Kohlen begutachten.
    Wenn du Fotos machen kannst, zeige ich dir gern, was wie aussehen sollte.


    🧊 5. Nebenarbeiten (Heizungsschlauch, Klimakompressor)

    Sehr gute Entscheidung, das auf den Frühling zu legen.
    Der Ausbau des Klimakompressors beim M9R ist fummelig, und bei kalten Temperaturen reißt man gerne Dichtungen oder Clips ab.
    Wenn du dann eh auf der Bühne bist, kannst du:

    • den neuen Anlasser (oder den überholten) einsetzen,
    • den Heizungsschlauch wechseln,
    • das Masseband Motor ↔ Karosserie gleich mit erneuern (kostet ein paar Euro, aber verhindert viele Folgeprobleme).

    ✅ Fazit

    • Dein Glühsteuergerät ist jetzt elektrisch okay, nur provisorisch montiert – kein Problem.
    • Der Startfehler liegt sehr wahrscheinlich am Anlasser selbst (Kontakt oder Rotor blockiert).
    • Wenn du ihn öffnest, kannst du die Kohlen ersetzen oder Kontakte reinigen, aber meist lohnt gleich ein Austausch gegen überholten Valeo/Bosch.
    • Später feste Masseverbindung am Motorblock anlegen → Dauerlösung.

      Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 1. November 2025 um 09:23

    ⚙️ 1. Der „Klack“-Anlasser-Fehler

    Dass du beim Startversuch nur ein Klacken hörst, aber kein Drehen, bedeutet:

    🔍 Mögliche Ursachen – geordnet nach Wahrscheinlichkeit

    1. Anlasser hängt mechanisch fest (typisch beim M9R, wenn lange gestanden oder Feuchtigkeit rein ist).
    2. Magnetschalter zieht an (Klack), aber Hauptkontakt schaltet nicht durch → kein Strom zum Motor → kein Drehen.
    3. Masse- oder Plusverbindung (zwischen Batterie ↔ Motorblock ↔ Anlasser) unterbrochen oder stark oxidiert.
    4. Batterie unter Last zusammenbrechend – trotz 13 V Leerlaufspannung (das sieht man im Clip nicht, nur mit Voltmeter beim Startversuch).

    🔧 2. Schrittweise Fehlersuche (empfohlen)

    A) Spannung direkt am Anlasser messen

    • Schwarze Messspitze an Anlassergehäuse (Masse).
    • Rote Messspitze an die große Plusleitung am Anlasser.
    • Jemand startet kurz.
      ➡️ Wenn Spannung dabei unter 10 V fällt → Batterie oder Masseproblem.
      ➡️ Wenn Spannung 13 V bleibt, aber der Anlasser nicht dreht → Anlasser selbst defekt (Kontakt verbrannt oder Motor festsitzend).

    B) Masseverbindung prüfen

    Beim Espace M9R sind die Massebänder notorisch anfällig:

    • Eins vom Batterieminus → Karosserie
    • Eins vom Motorblock → Karosserie (oft unten am Getriebegehäuse!)

    ➡️ Beide lösen, säubern, mit Schleifpapier blank machen und mit Polfett oder Kupferpaste wieder verschrauben.
    ➡️ Zur Sicherheit testweise ein Starthilfekabel vom Batterie-Minus direkt auf den Motorblock legen und dann starten.
    Wenn er dann durchzieht → Masseband defekt.


    C) Start mit Überbrückung

    Sehr gut, dass du das morgen probieren willst.
    → Starthilfekabel Batterie + an Anlasser + direkt ansetzen (Vorsicht: Funkenbildung).
    Wenn er dann dreht → Zuleitung oder Magnetschalter defekt.
    Wenn er trotzdem nur klackt → Anlasser selbst intern fest.


    ⚙️ 3. Bewertung: Wahrscheinlich ist der Anlasser selbst defekt

    Das „Klacken“ plus spürbare Vibration im Holzstab ist klassisch Magnetschalter zieht an, aber Hauptkontakte verbrannt oder Rotor blockiert.
    Beim M9R sitzt der Anlasser recht tief (unterhalb des AGR), und durch die Position zieht er über Jahre gerne Feuchtigkeit → dann oxidiert die Welle oder der Magnetschalter.

    👉 Empfehlung: Ausbau lohnt sich.
    Beim Ausbau:

    • Batterie abklemmen.
    • Luftansaugschlauch demontieren.
    • 3 Schrauben am Getriebe lösen.
    • Stecker und Plusleitung abnehmen.

    Dann kannst du ihn auf der Werkbank testen (12 V direkt an Plus, Masse ans Gehäuse).
    Wenn er dann nicht läuft → tauschen.
    Ein Bosch- oder Valeo-Nachbau liegt bei 60–90 €, also kein großes Risiko.


    ⚡ 4. Glühsteuergerät und Masse

    Deine provisorische Lösung mit dem Kabel an Batterie-Minus ist völlig richtig! 👏
    Damit hast du den Funktionsweg bestätigt – das Steuergerät ist elektrisch wieder in Betrieb.
    Dass der Clip jetzt Vor- und Nachglühen anzeigt, ist der Beweis.

    Nur:

    Das verrostete Originalblech als Massepunkt solltest du nicht mehr verwenden.
    Mach Folgendes:

    1. Suchen nach einem soliden Massepunkt am Motorblock oder Getriebe.
    2. Dort ein M6-Gewinde oder saubere Fläche.
    3. Ringschuh mit Zahnscheibe und Edelstahlschraube befestigen.
    4. Übergang leicht einfetten (Kupfer- oder Kontaktspray).

    Dann ist die Masse dauerhaft sicher – provisorisches Kabel kannst du entfernen.


    🧩 5. Logische Reihenfolge für morgen

    1. Spannung am Anlasser prüfen beim Start.
    2. Testweise Masseband mit Starthilfekabel überbrücken.
    3. Falls weiterhin nur Klack → Anlasser ausbauen & auf Werkbank prüfen.
    4. Wenn Anlasser dreht → neuen einbauen.
    5. Danach Glühsteuergerät richtig fest mit sauberem Massepunkt anschrauben.
    6. Dann starten – mit intaktem Anlasser und aktiver Glühanlage sollte er sofort anspringen.

      Schönen Feiertag

  • Schiebetür verriegelt nicht (immer) elektrisch vom Master II Bauj. 2004

    • nordinvent
    • 30. Oktober 2025 um 08:25
    Zitat von mateo

    Ist das RF-KI?

    Nein, ich bin nur ein Mitglied des Forums aber bediene mich auch der KI zur Unterstützung und Formatierung.

    Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 29. Oktober 2025 um 10:30

    Perfekt Cem – danke dir für die ausführliche Rückmeldung! 👌
    Du beschreibst alles sehr präzise, und man merkt: Du weißt, was du tust.
    Da du den M9R 760 (2.0 dCi 173 PS, Baujahr 2007) hast, kann ich dir jetzt ganz genau sagen, wo das Glühsteuergerät sitzt, wie du es richtig montierst und warum dein Startproblem sehr wahrscheinlich damit zusammenhängt.


    🔌 1. Glühsteuergerät (M9R 760) – Position & Masse

    Beim Espace IV mit dem M9R-Motor sitzt das Glühsteuergerät NICHT auf der Fahrerseite, sondern auf der Beifahrerseite (hinter der Batterie) – direkt am Motorblock, unterhalb der Ansaugbrücke, zwischen Anlasser und Abgasrückführventil (AGR).

    📍 Exakte Position

    • Befestigt mit zwei Schrauben (10 mm) am Motorblock aus Aluminium.
    • Das Steuergerät ist ein rechteckiger, silberner Kühlkörper mit 4 dicken Kabeln (zu den Glühkerzen) und einem Mehrfachstecker (vom Kabelbaum).
    • Masse bekommt es ausschließlich über die Schrauben in den Motorblock.
    • Wird es nur lose aufgehängt oder mit Kabelbinder befestigt, ist keine Masse vorhanden → Clip zeigt „inaktiv“ → keine Glühung → Startprobleme bei Kälte.

    ⚙️ 2. Dein Test mit Kabel ist absolut richtig gedacht

    Zitat

    Dann müsste es ja als Aktiv gemeldet werden, wenn ich ein Kabel an dem Schraubenloch vom Glühsteuergerät dran mache und dann es an die Batterie Minuspol halte?

    ✅ Ganz genau!

    Wenn du vom Befestigungsloch (Metallgehäuse des Glühsteuergeräts) ein provisorisches Massekabel zur Batterie-Minus oder an einen blanken Motorpunkt legst, sollte das Gerät sofort Masse haben.

    ➡️ Wenn du dann mit Clip reinschaust, müsste der Status von „inaktiv“ auf „aktiv“ wechseln.
    Dann weißt du zu 100 %, dass das Problem eine fehlende Masseverbindung war.


    🧭 3. Vorgehen zur Kontrolle / Reparatur

    1. Batterie abklemmen
    2. Batterie und Halterung ausbauen – darunter bekommst du den Zugang frei.
    3. Kabelstrang verfolgen vom Glühsteuergerät-Stecker zu den vier Glühkerzen → du siehst dann auch den Platz, wo das alte Steuergerät ursprünglich angeschraubt war (meist sieht man dort blanke Stellen oder Reste vom Gewinde).
    4. Fläche blank machen (Schleifvlies, Drahtbürste)
    5. Glühsteuergerät wieder mit den zwei Schrauben an den Motorblock schrauben.
      • Schrauben leicht einfetten (z. B. Kupferpaste), aber nicht unter die Kontaktfläche.
    6. Batterie wieder anschließen.
    7. Clip anschließen → prüfen, ob das Gerät nun „aktiv“ gemeldet wird.
    8. Motor starten (bei kaltem Motor).

    Ich bin ziemlich sicher, dass er danach wieder sauber anspringt.


    🔍 4. Warum das mit deinem Kaltstart-Problem zusammenpasst

    Wenn das Glühsteuergerät keine Masse hat:

    • Es wird zwar vom Motorsteuergerät angesteuert, aber die Glühkerzen bekommen keinen Strom.
    • Das Symbol im Kombiinstrument leuchtet trotzdem, weil das nur signalisiert, dass der Steuerbefehl gesendet wurde – nicht, dass tatsächlich geglüht wird.
    • Der Clip zeigt „inaktiv“ → eindeutiger Hinweis auf fehlende Masse oder keinen Stromzufluss.
    • Bei Temperaturen um 0 °C reicht die Kompression allein nicht aus → er orgelt und „will kurz“, geht aber sofort wieder aus (typisches Verhalten ohne Glühung).

    📸 5. Beschreibung der Einbaulage (Bildersatz)

    Da ich dir hier kein echtes Foto senden kann, stell es dir so vor (wenn du vor dem Motor stehst):

    Code
    Fahrerseite (links)          Beifahrerseite (rechts)
    [Turbo / Ölkühler] ---------- [AGR / Batterie / Glühsteuergerät]
                                 ^
                                 |
                     Hier sitzt das Glühsteuergerät am Block 

    Direkt unterhalb der Batterie – du siehst es von oben nicht, nur wenn du die Batterie und ihren Träger rausnimmst.
    Von unten ist es nur schwer zu erreichen, aber mit kleinem Spiegel oder Handy-Kamera kannst du den Stecker und die vier Glühleitungen erkennen.


    🧰 6. Weitere Hinweise

    • Das Glühsteuergerät für den M9R (Original Renault-Nr. 8200908246 oder 285A0085) zieht bis zu 60 A, also keine Experimente mit dünnen Massekabeln!
      Zum Test okay, aber für den Dauerbetrieb unbedingt fest am Block verschrauben.
    • Wenn du ihn dann erfolgreich startest, kannst du über den Clip auch den Glühstatus und Spannung an jeder Kerze prüfen (da gibt’s ein separates Menü im UCH/ECU).

    🔧 7. Kurzer Blick auf den Rest (zur Vollständigkeit)

    • Öldruckschalter: Du hast alles perfekt erkannt – von unten mit langer Knarre kommt man wunderbar ran.
    • Ölpumpe: Kein Grund zur Panik – dein Startproblem liegt sehr wahrscheinlich nicht an der Pumpe, sondern wirklich an der fehlenden Glühung.
    • Keyless/Hupe/ZV: Dass die ZV beim Fahren verriegelt, zeigt, dass die UCH lebt. Wenn Handsfree komplett ausfällt, liegt es häufig am Empfänger im Türgriff oder Antenne unter Mittelkonsole, aber das ist ein separates Thema – können wir danach durchgehen.

    ✅ Kurzfassung für deine nächste Aktion

    1. Batterie & Halter ausbauen.
    2. Glühsteuergerät am Motorblock suchen.
    3. Masseverbindung wiederherstellen (Schrauben oder testweise Kabel an Minuspol).
    4. Clip prüfen → „aktiv“.
    5. Startversuch.

    Ich bin zu 90 % sicher, dass er dann sofort anspringt.

    Gruß Micha

  • Öldrucksensor tauschen - Fahrzeug startet nicht mehr

    • nordinvent
    • 27. Oktober 2025 um 21:59

    Hallo Cem,

    sehr gute und gründliche Beschreibung – du hast schon vieles richtig gemacht und systematisch ausgeschlossen.
    Ich gehe das Schritt für Schritt mit dir durch, damit du dir Arbeit sparst und genau weißt, was dich beim Renault Espace IV (vermutlich 2.0 dCi oder 2.0 16V, je nach Motor) erwartet:


    🔧 1. Öldruckschalter – Position und Zugang

    Beim Espace IV (2.0 dCi M9R-Motor) sitzt der Öldruckschalter tatsächlich hinter bzw. unter dem Ölkühler, direkt am Ölfiltergehäuseblock.
    Das Ölfiltergehäuse ist gleichzeitig der Anschlussblock für den Öl-/Wasserwärmetauscher (Ölkühler).

    ➡️ Ohne Ausbau des Ölkühlers kommst du nur sehr schwer an den Sensor ran.
    Der Schalter sitzt seitlich schräg nach hinten und ist mit einem Stecker (1-polig) versehen.


    🔩 2. Ausbau Ölkühler (Öl-/Wasserwärmetauscher)

    Wenn du ihn ausbauen willst/musst:

    1. Kühlmittel ablassen (oder zumindest teilweise, da beim Lösen des Kühlers Kühlwasser austritt).
    2. Ölfilter abschrauben (hast du ja schon gemacht).
    3. Kühlwasserschläuche am Ölkühler abziehen (zwei Stück – mit Klammern oder Schnellkupplungen befestigt).
    4. Vier Schrauben (M6, meist 10er Kopf) halten den Ölkühler am Aluminiumgehäuse (Ölfilteradapter).
      • Zwei oben, zwei unten – leicht versetzt.
      • Schraubenlänge ca. 25 mm.
      • Dichtung zwischen Kühler und Adapter unbedingt erneuern!
    5. Danach kannst du den Ölkühler abziehen (er sitzt auf einem O-Ring / Dichtung und kann leicht festkleben).

    🔧 Darunter sitzt der Öldruckschalter, meist mit 24 mm Schlüsselweite eingeschraubt.


    🧠 3. Empfehlung Vorgehensweise

    Dein Plan ist sinnvoll und schon fast ideal:

    1. Neuen Ölfilter montieren (am besten vorgefüllt mit etwas Öl).
    2. Neues Öl einfüllen bis MAX.
    3. Motor kurz starten (2–3 Sekunden) – prüfen, ob Warnung verschwindet.
    4. Wenn „Öldruck prüfen“ weiterhin erscheint:
      • Nicht lange laufen lassen.
      • Dann → Ölkühler runter, Schalter tauschen (kostet meist unter 20 €).
      • Dichtflächen reinigen, neue Dichtung einsetzen.
      • Wieder zusammenbauen, neues Öl und ggf. etwas Kühlmittel nachfüllen.

    💡 Tipp: Viele Fälle mit „Öldruck prüfen“ beim M9R stammen tatsächlich von verstopften Ölkanälen im Schalter oder defektem Sensor, nicht von der Pumpe selbst.


    ⚙️ 4. Ölpumpe und Kette

    Die Ölpumpe ist kettengetrieben – sitzt vorne unten an der Kurbelwelle.

    • Wenn du die Ölwanne abnimmst, siehst du die kleine Nebenwelle mit der Pumpenkette.
    • Die Kette läuft über ein kleines Zahnrad auf der Kurbelwelle – kein separater Spanner, einfach ein kurzer Umlauf.
    • Die Pumpe ist mit vier Schrauben befestigt (wie du beschrieben hast).
    • Beim Ausbau: einfach die Kette abheben (kein Kettenspanner, nur auflegen) → neue Pumpe einbauen → Kette wieder auflegen.

    Motor kann mechanisch trotzdem starten, auch wenn die Ölpumpe defekt ist (es gibt keine elektronische Sperre dafür).
    ABER: Das Steuergerät erkennt den fehlenden Druck nach wenigen Sekunden und kann dann den Notlauf oder „Öldruck prüfen“ auslösen.


    ⚡ 5. Glühsteuergerät & Startproblem

    Dass das Glühsteuergerät „inaktiv“ angezeigt wird, ist auffällig.
    Das Gerät sitzt beim M9R:

    • Vorne rechts (Fahrtrichtung) am Motor, unterhalb der Ansaugbrücke, neben dem Getriebe – an der Spritzwandseite.
    • Masse bekommt es über das Gehäuse (Schraubbefestigung), nicht über den Stecker!

    Wenn es also nicht richtig am Motorblock angeschraubt ist oder Korrosion unter der Schraube sitzt → keine Masse → Clip zeigt „inaktiv“.
    Dann glüht nichts, auch wenn im Display das Symbol erscheint.


    🔍 6. Fußpedal-Symbol fehlt

    Das Symbol mit dem Fuß erscheint nur, wenn:

    • der Bremsdruckschalter im Pedal richtig erkannt wird,
    • und der Wagen „automatisches Startsystem“ aktiviert hat (bei Keyless oder ESM).

    Wenn der Clip beide Stufen korrekt anzeigt, ist das an sich in Ordnung – aber es kann sein, dass das Symbol per Software unterdrückt wird, wenn ein anderes Steuergerät (z. B. ESP oder UCH) einen Fehler oder Statusabweichung meldet.


    ✅ Fazit (empfohlene Reihenfolge)

    1. Ölfilter & Öl erneuern, wie geplant.
    2. Motor kurz laufen lassen, Druck prüfen.
    3. Wenn wieder Warnung → Ölkühler ab, Schalter tauschen.
    4. Wenn weiter Probleme → Ölwanne ab, Ölpumpe prüfen.
    5. Startproblem bei Kälte → Masseverbindung Glühsteuergerät prüfen (ggf. blank schleifen + fetten).

    Wenn du mir kurz den genauen Motortyp (z. B. M9R 760 / F4R 776) oder Baujahr / Kraftstoffart wird mir das bei künftigen Fragen vieles erleichtern.

    Gruß Micha

  • Clio 1 RT 1.4 1995

    • nordinvent
    • 26. Oktober 2025 um 08:33
    Zitat von cliort

    Habe gestern den Lüfter gewechselt, und neue Fotos gemacht ich hoffe man kann den Stecker besser identifizieren. :)

    das erste Bild aus dieser Reihe, sehr gutes Foto 📸 — das hilft enorm weiter.

    Auf dem Bild sieht man:

    • Die Relaisgruppe (links neben der Batterie, am Dom),
    • mit zwei Relais (je 7151 A / 750 A),
    • sowie einen dreipoligen Stecker mit runden Buchsen oben links im Bildteil.

    👉 Genau dieser schwarze, dreipolige Stecker mit der Gummikappe ist der Diagnosestecker des Automatikgetriebes (AD4).


    🔍 Details:

    • Er ist meist mit einem schwarzen Schutzstopfen versehen (wie auf deinem Foto),
    • hängt lose oder ist an der Relaishalterung eingeklipst,
    • hat drei Buchsen:
      • Pin 1 = Signal (Diagnoseleitung zum Steuergerät),
      • Pin 2 = Masse,
      • Pin 3 = +12 V bei eingeschalteter Zündung.

    Dieser Anschluss ist der Punkt, an dem die Renault-Werkstätten früher das XR25-Diagnosegerät anschlossen, um Fehlercodes und Sensordaten des Getriebes auszulesen.


    🧰 Wenn du prüfen willst, ob Spannung anliegt:

    1. Zündung einschalten.
    2. Mit Multimeter messen:
      • Zwischen Pin 2 (Masse) und Pin 3 sollte etwa 12 V anliegen.
      • Pin 1 führt das Diagnosesignal, da kannst du nichts ohne das passende Interface messen.
  • Lenkradschloss

    • nordinvent
    • 23. Oktober 2025 um 22:02

    Hallo,

    viele Fahrzeuge koppeln Schlüssel, ELV und BCM/ECU miteinander. Selbst wenn du mechanisch das Schloss überbrückst, kann die Wegfahrsperre das Starten verhindern, wenn das Steuergerät den Schlüssel nicht „kennt“. In diesem Fall ist Programmierung über Renault-Diagnosegerät nötig.

    Also ich würde zu Renault.

    Gruß Micha

  • Renault Kango Scheibenwischer

    • nordinvent
    • 23. Oktober 2025 um 15:15

    Hallo Peter22,

    das klingt tatsächlich nach einem bekannten Renault-Problem – und du hast mit deiner Analyse schon ziemlich genau den richtigen Verdacht: Es liegt sehr wahrscheinlich nicht am Wischermotor oder am Hebel selbst, sondern an Kontakt- bzw. Masseproblemen im Bereich UCH (Zentralsteuergerät) oder an der gemeinsamen Masseleitung für Lenkstockschalter und Wischersteuerung.

    Ich erkläre dir kurz den Hintergrund und dann, wie du Schritt für Schritt weiter eingrenzen kannst 👇


    🔧 Symptome (wie bei dir beschrieben):

    • Wischer vorn & hinten arbeiten sporadisch, unabhängig vom Hebel.
    • Bei Sonne (Trockenheit) bleibt er manchmal an, bei Regen reagiert er gar nicht.
    • Nach Betätigung des Blinkers funktioniert der Wischer plötzlich korrekt.
    • Spritzfunktion löst nur einmaliges Wischen aus statt 3x (also Steuerungslogik gestört).
    • Motor & Hebel bereits getauscht → Fehler bleibt → Steuerungsebene betroffen.

    💡 Technischer Hintergrund (Kangoo II & III bis ca. 2018):

    Beim Kangoo (wie auch bei Clio & Megane ähnlicher Baujahre) läuft die Wischersteuerung nicht direkt über den Schalter, sondern:

    • der Wischerschalter sendet ein digitales Signal an die UCH (Unité Centrale Habitacle),
    • die UCH wertet das Signal aus und steuert dann den Wischermotor über ein Relais oder direkt über Transistoren an.

    👉 Das heißt: jede Störung zwischen Hebel → UCH → Masse kann zu völlig wirren Wischfunktionen führen.


    ⚙️ Wahrscheinlichste Ursachen:

    1. Kontaktproblem oder Haarriss am Stecker der UCH
      • Besonders häufig am braunen 40-poligen Stecker (Pinoxidation oder feiner Kabelbruch).
      • Typisch: „Funktioniert, wenn andere Hebel betätigt werden“ → Masse oder Signal kurz stabilisiert.
    2. Gemeinsame Masseleitung (GND) der Lenksäule lose oder korrodiert
      • Massepunkt meist unter der Lenksäule am Armaturenträger (Massepunkt M002 oder M106).
      • Oft sieht man dort grüne Oxidation oder leicht gebrochenen Ringkabelschuh.
    3. UCH selbst feucht oder intern defekt
      • Häufig nach Jahren durch Kondenswasser im Fußraum (rechte Seite hinter Sicherungskasten).
      • Eine Reinigung und Nachlöten einzelner kalter Lötstellen kann das Problem lösen, ist aber Fummelarbeit.

    🔍 Empfohlene Prüfschritte:

    1. Batterie abklemmen (Minuspol!)
    2. Sicherungskasten (Fahrerseite innen) freilegen → UCH-Stecker abziehen
    3. Sichtprüfung:
      • Korrosion, Feuchtigkeit, Grünspan?
      • Pins leicht nachbiegen und mit Kontaktspray (z. B. Kontakt 61 → 60) behandeln.
    4. Massepunkt prüfen
      • Untere Lenksäule / links unter Armaturenbrett → abziehen, reinigen, fest anschrauben.
    5. Wischersteuerleitung durchmessen:
      • Wischerhebel → UCH (meist grauer oder gelber Stecker, Pin-Nummern unterschiedlich je nach Jahrgang)
      • Spannung oder Widerstand prüfen beim Schalten der Stufen.

    📘 Stromlaufplan / Pinbelegung (vereinfacht für Wischersteuerung Kangoo II, 2015–2018):

    FunktionAnschluss am HebelRichtungUCH-Stecker (Farbe / Pin)
    DauerwischenPin 4→Braun 16
    Intervall / AutomatikPin 3→Braun 15
    Spritzfunktion vornePin 6→Grau 11
    Spritzfunktion hintenPin 7→Grau 9
    MassePin 1↔Schwarz (gemeinsame Masse)

    (Kann je nach Baujahr leicht abweichen, daher zur Sicherheit UCH-Teilenummer prüfen)


    🔧 Tipp aus der Praxis:

    Einige Renault-Techniker berichten, dass das Problem verschwunden ist, nachdem der Lenksäulenstecker (unter dem Kombischalter) gereinigt und neu verriegelt wurde.
    ➡️ Der Blinker beeinflusst die Wischerfunktion, weil beide Signalleitungen über denselben 12-poligen Stecker laufen – d. h. Wackelkontakt wird durch Blinkerbetätigung kurz „überbrückt“.


    🧠 Fazit:

    Zitat

    95 % Wahrscheinlichkeit: Kontakt- oder Masseproblem zwischen Wischerschalter und UCH.
    UCH selbst ist nur in 5–10 % der Fälle wirklich defekt.

    Gruß Micha

  • Grüße aus Nordhessen und mein einstieg in die Renault-Welt :)

    • nordinvent
    • 22. Oktober 2025 um 21:56

    Willkommen.:thumbup:

  • Steuergerät - Fehlermeldungen

    • nordinvent
    • 22. Oktober 2025 um 17:47

    Hallo Markus7,

    das Fehlerbild deines Renault Espace IV (Bj. 2014, 2.0 dCi 173 PS) ist sehr typisch für ein elektrisches Hauptproblem in der Stromversorgung oder Kommunikationsleitung, meist zwischen UCH (Zentralelektronik im Innenraum), dem Innenraum-Sicherungskasten (BSI/UPC), und dem Motorsteuergerät (ECU).
    Ich erkläre dir unten die wahrscheinlichsten Ursachen, wie du gezielt prüfen kannst, und wie du am besten vorgehst, bevor du teure Teile tauschst.


    🔍 Typische Symptome (wie bei dir)

    • Mehrere Fehlermeldungen gleichzeitig, ohne realen Defekt
    • Wegfahrsperre aktiviert / Zündung schaltet nicht ein
    • Starter dreht, aber Motor startet nicht (keine Freigabe vom UCH)
    • Nach einiger Zeit funktioniert alles plötzlich wieder
    • KeyCard funktioniert, Zentralverriegelung reagiert

    → Das spricht gegen ein Problem mit der KeyCard oder der Lenksäulenverriegelung.
    → Ursache ist meist Korrosion, Feuchtigkeit oder ein Spannungsproblem an einem zentralen Steuergerät oder Massepunkt.


    ⚡ Häufigste Ursachen

    1. Korrosion oder Wackelkontakt im Innenraum-Sicherungskasten (UCH/BSI)

    • Sitzt unter dem Armaturenbrett links, hinter dem Sicherungskasten (Fahrerseite).
    • Feuchtigkeit durch Windschutzscheibeneinlauf oder undichte Türdichtung führt zu Kontaktproblemen oder Grünspan an den Steckern.
    • ADAC-Verdacht auf dieses Steuergerät → sehr wahrscheinlich richtig.

    🧰 Prüfen:

    • Batterie abklemmen (Minuspol zuerst).
    • Sicherungskasten ausbauen (Vorsicht, viele Steckverbinder).
    • Stecker auf Korrosion, Grünspan, gebrochene Pins oder Feuchtigkeit prüfen.
    • Sichtprüfung der Rückseite auf schwarze/braune Stellen.
    • Wenn möglich: leicht mit Kontaktspray (z. B. Kontakt WL) reinigen, dann trocknen.

    2. Massepunkte lose oder korrodiert

    • Besonders der Massepunkt unter der Batterie (am Radkasten) und im Innenraum unter dem Teppich (links).
    • Ein schlechter Massekontakt verursacht Kommunikationsausfall auf CAN-Bus → Chaos an Fehlermeldungen.

    🧰 Prüfen:

    • Batterie-Minuspol sauber und fest?
    • Masseband Motorblock ↔ Karosserie fest und ohne Grünspan?
    • Korrodierte Verbindung abschleifen, fetten (z. B. Polfett).

    3. UPC-Steuergerät (Motorraum-Sicherungskasten)

    • Dieses Steuergerät sitzt im Motorraum vorne links unter der Batterie.
    • Wenn Wasser von oben (Scheibenrinne) hineingelangt, treten Kurzschlüsse oder CAN-Ausfälle auf.
    • Es versorgt u. a. das Motorsteuergerät mit Spannung.

    🧰 Prüfen:

    • Batterie und Batteriehalter ausbauen.
    • Stecker des UPC auf Feuchtigkeit / Korrosion prüfen.
    • Gegebenenfalls öffnen (Vorsicht, Rastnasen) und Sichtprüfung durchführen.

    4. Spannungsproblem Batterie / Plusverteilung

    • Eine gealterte Batterie oder ein defekter Plusverteilerkasten kann dazu führen, dass beim Einschalten der Zündung die Spannung unter 10 V fällt → alle Steuergeräte „resetten“.
    • Das erklärt plötzlich auftretende Sammelfehler.

    🧰 Prüfen:

    • Batteriespannung in Ruhe: mind. 12,5 V
    • Beim Einschalten der Zündung: nicht unter 11 V
    • Beim Startversuch: nicht unter 10 V
    • Prüfe auch den kleinen Sicherungshalter direkt auf dem Pluspol – diese Schmelzsicherungen korrodieren oft unsichtbar.

    🧠 Vorgehensweise (empfohlen)

    1. Batterie prüfen oder testweise ersetzen
      (Einbau eines bekannten guten Akkus ist oft schon die halbe Miete)
    2. Masseband und Plusverteilung prüfen
    3. Innenraum-Sicherungskasten (UCH) ausbauen und Kontakte prüfen/reinigen
    4. UPC im Motorraum auf Feuchtigkeit kontrollieren
    5. Wenn nach Reinigung keine Änderung:
      → Fehlercodes auslesen mit Renault-geeignetem Gerät (z. B. Clip oder DDT4All).
      → Prüfen, ob Kommunikation zu UCH und ECU besteht. Wenn eins von beiden „tot“ ist, ist das defekte Steuergerät klar identifiziert.

    🧩 Hinweis zu Startverhalten

    Wenn Zündung nicht aktiv wird (keine Lampen im Kombiinstrument), ist UCH oder Zuleitung defekt.
    Wenn Zündung an ist, aber Motor nicht startet, ist die Wegfahrsperre (Kommunikation zwischen UCH und ECU) betroffen.


    🛠️ Kurz gesagt:

    Mögliche UrsacheWahrscheinlichkeitLösung
    Korrosion UCH (Innenraum)🔴 Sehr hochStecker reinigen, ggf. Steuergerät tauschen
    Masseband locker / oxidiert🟠 HochMassepunkte reinigen, fetten
    UPC (Motorraum) feucht🟠 HochÖffnen, trocknen, reinigen
    Batterie / Plusverteilung🟡 MittelBatterie prüfen, Spannung messen
    ECU defekt🔵 GeringNur prüfen, wenn alle anderen ausgeschlossen

    Gruß Micha

  • Diverse Fehler

    • nordinvent
    • 22. Oktober 2025 um 17:45

    Hallole,

    bei mir wars beim selbem Model ebenfalls OT Geber, wackler ein Kabel war durch.

    Gruß Micha

  • Clio 1 RT 1.4 1995

    • nordinvent
    • 21. Oktober 2025 um 13:49

    Perfekt! 🔧
    Die Fotos sind super klar — damit lässt sich jetzt genau erkennen, wie dein Clio aufgebaut ist.


    🧩 1. Dein Getriebe & Diagnoseanschluss

    Auf den Bildern sieht man deutlich den Motorraum eines Clio I Phase 2 mit dem 1.4 l (E7J) und dem AD4-Automatikgetriebe.
    ➡️ Das bestätigt: Du hast das AD4-Getriebe verbaut.


    📍 2. Wo sich dein Diagnoseanschluss befindet

    Ich sehe auf deinen Bildern rechts neben der Batterie (am Federdom und an der Sicherungsbox) mehrere offene Kabelstränge.
    Dort sitzt normalerweise der 3-polige Diagnosestecker für das Automatikgetriebe.

    Er sieht so aus:

    • Schwarzer, länglicher oder runder Stecker mit 3 Pins
    • Meist mit Gummikappe (manchmal lose heruntergerutscht oder abgeschnitten)
    • Kabel führt vom Bereich unterhalb der Batterie oder vom Getriebe hoch

    Auf deinem zweiten Bild (das mit der gelb/weißen und schwarzen Verkabelung oben an der Relaisbox) erkennt man unten, direkt hinter dem großen Kühlmittelausgleichsbehälter, ein dickeres Kabelbündel mit einer losen schwarzen Steckverbindung → das ist sehr wahrscheinlich dein Getriebe-Diagnosestecker.

    Schau dort bitte einmal nach:

    • Ob dort eine 3-polige Buchse mit Gummikappe sitzt (manchmal etwas tief versteckt).
    • Falls ja, kannst du sie vorsichtig herausziehen — sie ist meist nur eingesteckt, nicht verschraubt.

    ⚙️ 3. Erklärung: Warum das Getriebe jetzt immer im Notlauf ist

    Da sich dein Clio nun dauerhaft im 3. Gang befindet, sind diese Ursachen am wahrscheinlichsten:

    Mögliche UrsacheBeschreibung / Maßnahme
    SpannungsproblemBatterieanschluss, Sicherungen, Massepunkte prüfen (v. a. Masse an Getriebegehäuse).
    SteckerfehlerDer große runde Stecker am Getriebe (unterhalb Luftfilterkasten) kann oxidiert sein → reinigen!
    Sensorfehler im GetriebeÖldrucksensor oder Temperatursensor defekt → löst sofort Notlauf aus.
    Kühlerlüfter / TemperaturfühlerWenn der Motorfühler falsche Werte liefert, kann auch das Getriebesteuergerät falsche Daten bekommen → Notlauf.
    Steuergerät selbstFeuchtigkeit oder Oxidation am Steuergerät (liegt oft im Beifahrerfußraum) → Stecker abziehen, Sichtprüfung.

    🧰 4. Was du als Nächstes tun kannst

    1. Sichtprüfung & Reinigung des großen Getriebesteckers (seitlich unten am Getriebe).
    2. Massekabel an Karosserie und Getriebe prüfen.
    3. Nach dem 3-poligen Diagnoseanschluss (wie oben beschrieben) suchen und ggf. Foto davon machen.
    4. Wenn möglich, Fehler auslesen mit einem Gerät, das Renault XR25-kompatibel oder CLIP ist (OBD2 funktioniert hier nicht).

    Wenn du magst, kannst du mir noch ein Bild aus leicht anderer Perspektive machen — z. B.:

    • von unterhalb des Kühlmittelausgleichsbehälters, wo das Kabelbündel vom Getriebe hochkommt,
      dann kann ich dir den Stecker ganz genau markieren und dir sagen, wo du ihn findest.

      Gruß Micha

  • Elektronik Probleme SCENIC III BJ 2012

    • nordinvent
    • 20. Oktober 2025 um 12:14

    Danke Emanuelk, dass du die Eckdaten so ausführlich geliefert hast — das hilft sehr beim Einschätzen. Hier meine Einschätzung zu deinem Renault Scenic III (Bj. 2012, 2.0 Diesel, Automatik) mit den von dir geschilderten Symptomen und Fehlercodes. Das ersetzt keinen Werkstatt-Diagnose, aber kann dir helfen, gezielt weiter vorzugehen.


    🔍 Wichtigste Symptome & Fehlercodes

    • Beim morgendlichen Losfahren: Wechsel von 4. in 5. Gang bzw. während des Schaltens → Notlauf/„Störung“.
    • Danach läuft das Fahrzeug wieder normal.
    • Fehlercodes:
      • DTC 1525F3
      • DTC 0002F6
      • DTC 407481
      • DTC C40200
      • DTC C40182
    • Wartung: Getriebeölwechsel vor zwei Jahren, dabei aber weniger Öl drin als laut Hersteller (2,7 l statt 3,2 l).
    • Besonders morgens bei Kälte/Nebel auffällig; bei stärkerem Gasgeben („mehr Last“) scheint der Schaltvorgang weniger ruppig.
    • Werkstatt: Erste Diagnose Elektro­/Elektronik (z. B. „zickige Elektronik“), aber keine konkrete Reparatur­maßnahme, aktuell Wartezeit bei Renault-Werkstatt ~3 Monate.

    🎯 Mögliche Ursache(n) – Einschätzung

    Auf Basis von Forumseinträgen, Erfahrungswerten und deinem Fehlerbild gibt es mehrere plausible Ursachen, die ich nach Wahrscheinlichkeit sortiert aufliste:

    1. Elektrik / Sensorik / CAN-Bus / Masseverbindungen
      • Fehlercode DTC 1525F3 wird in Foren mehrfach mit „CAN-Bus / Datenkabel / Signale für Tempomat / Geschwindigkeit“ in Verbindung gebracht.
      • Auch dein Hinweis: morgens bei Kälte/Nebel → Feuchtigkeit/Einspritzung in elektronischen Steckverbindungen möglich.
      • Ein instabiler Spannungs­/Masse­zustand (z. B. Batterie, Massepunkt, Korrosion) kann zu diversen „seltsamen“ Fehlern führen. Einige Forums­berichte beim Scenic III nennen genau das.
      • Wenn z. B. ein Signal vom Getriebesteuergerät oder vom Sensor zur Steuerung der Automaten­schaltung fehlerhaft kommt, kann das Getriebe in den Notlauf gehen.
    2. Automatikgetriebe: Steuerung / Hydraulik / Ölversorgung
      • Es gibt Berichte, dass beim Scenic (und ähnlichen Renault-Modellen) die Automatik-Getriebe Probleme machen: ruckartige Schaltungen, Notlauf, insbesondere bei Kaltstart oder morgens.
      • Deine Beobachtung: „Wenn ich mehr Gas gebe, merkt man den Schaltvorgang kaum“ spricht dafür, dass bei niedriger Last bzw. niedriger Drehzahl vielleicht der Druckaufbau im Getriebe oder das Schaltventil/Steuerventil nicht optimal arbeitet.
      • Der Ölwechsel war gut, aber: die Menge war nicht korrekt (2,7 l statt 3,2 l). Wenn schon damals eine Unterfüllung bestand, könnte das die Funktion beeinträchtigt haben.
      • Fehlercodes wie C40200 könnten auf Getriebesteuerung hindeuten (im Netz z. B. „clutch/gearbox actuator gear selector motor problem“ bei Scenic mit diesem Code)
    3. Kälte/Feuchtigkeit-Effekt + zu frühes Schalten
      • Morgens, kalt, Nebel: Wenn das Getriebeöl noch nicht warm ist, kann die Viskosität höher sein, das Hydrauliksystem arbeitet träger und Sensoren/Steuerung reagieren anders. Eine Elektrik-Verbindung mit Feuchtigkeit kann bei Kälte morgens eher gestört sein.
      • Der Hinweis im Handbuch (für Automatikgetriebe) von Renault: „In sehr kaltem Wetter … das System kann das Schalten verweigern / warten bis Kasten Temperatur aufgenommen hat“
    4. Kein mechanischer Totalausfall – eher intermit­tierend
      • Da das Fahrzeug danach normal funktioniert und das Problem nicht ständig auftritt, spricht vieles eher für einen sensorischen oder elektrischen Fehler (oder ein hydraulisches Problem, das unter warmem/Volllast besser funktioniert) statt massiven mechanischen Verschleiß.
      • Dennoch: Mit über 100.000 km und Automatik bei diesem Modell ist Verschleiß nicht auszuschließen.

    🛠 Was ich dir empfehlen würde – Schritt-für-Schritt

    Damit du nicht nur „Fehler löschen“ und hoffen, dass es verschwindet, sondern gezielt vorgehst:

    1. Spannungs/Masse-Check & Batterie prüfen
      • Prüfe die Batterie: Ladezustand, Spannung unter Last, Säurestand (falls wartbar).
      • Prüfe wichtigste Massepunkte (Motor-Block, Getriebegehäuse, Karosserie) auf Korrosion, festen Sitz.
      • Prüfe Steckverbindungen rund ums Getriebe-Steuergerät (falls zugänglich) auf Korrosion/Feuchtigkeit.
    2. Stecker / Kabelbaum Getriebe-Steuergerät
      • Suche nach Aufnahmen/Infos, wo das Steuergerät für das Automatikgetriebe sitzt und prüfe Steckverbindungen auf Feuchtigkeit, Korrosion, defekte Kontakte.
      • Besonders bei Kälte/Feuchtigkeit kann ein Wackelkontakt/Feuchtigkeitseintritt ein Problem verursachen.
    3. Getriebeöl & Systemcheck
      • Auch wenn das Öl vor zwei Jahren gewechselt wurde: Prüfe, ob jetzt korrekt gefüllt wurde (3,2 l laut Renault). Möglicherweise nachfüllen und korrektes Füllstand prüfen bei Betriebstemperatur.
      • Prüfe, ob das Fahrzeug bei Kaltstart morgens ungewöhnliche Geräusche/Verzögerungen beim Schalten zeigt (besonders beim Wechsel 4->5).
      • Lass evtl. den Ölfilter (im Getriebe) kontrollieren, sofern möglich – bei manchen Automatikgetrieben können Ablagerungen im Hydrauliknetz Einfluss haben.
    4. Fehlercodes vollständig erfassen & gezielt analysieren
      • Nutze ein gutes Diagnosetool (Clip, oder ein Scanner der alle Steuergeräte lesen kann) und lass alle relevanten Fehler speichern.
      • Wichtig: Ein Fehler wie DTC 1525F3 (CAN/Signal) kann Folgefehler sein – das heisst, erst eine andere Ursache (z. B. Sensor, Leitung) verursacht diesen Fehler.
      • Dokumentiere, wann der Fehler auftritt (z. B. nur bei Kaltstart, nur bei leichter Last, nur bei Morgenfahrt).
    5. Optional: Programmierung/Adaptionsreset des Getriebes
      • Bei manchen Automatikgetrieben hilft ein Reset der Adaptionswerte (Steuergerät „lernt“ neu) nach Ölwechsel oder nach längerer Fehlfunktion. In manchen Foren erwähnt.
      • Könnte sinnvoll sein nach Ölwechsel und Anschlussprüfung.
    6. Wenn möglich: gezielt Getriebe-Steuerventile (Solenoids) prüfen
      • Falls alle vorgenannten Punkte nichts bringen und das Problem weiter besteht, könnte z. B. ein defektes Schaltventil oder Druckregelventil im Getriebe Ursache sein. Einige Berichte bei Scenic berichten darüber.
      • Das ist dann aber eher kostenintensiv und sollte erst geprüft werden, wenn alles andere ausgeschlos­sen ist.

    📋 Meine Einschätzung für deinen Fall

    Angesichts deines Beschrie­benen halte ich als wahrscheinlichste Ursache eine Kombination aus:

    • Elektrisches/sensorisches Problem (Stecker/Kabel/Getriebe-Steuergerät) → ausgelöst durch Kälte/Feuchtigkeit morgens.
    • Verstärkt durch eventuell suboptimalen Getriebeöl­zustand (unterfüllung) bzw. hydraulische Verzögerung bei Kaltstart → so dass beim Schalten 4→5 das System instabil ist und in Notlauf fällt.

    Da du sagst: „Wenn ich mehr Gas gebe, merkt man wenig“ → bedeutet: Unter Last funktioniert das System besser, weil der hydraulische Druck schneller aufgebaut ist und die Steuerung vermutlich korrekter arbeitet.

    Ich würde nicht sofort davon ausgehen, dass das Getriebe komplett mechanisch defekt ist — das Spricht eher für Elektrik/Sensorik + hydraulische/ölbedingte Gründe.


    ✅ Was ich dir konkret raten würde

    • Sofort: Batterie prüfen lassen + Massepunkte kontrollieren (das ist relativ günstig).
    • Anfangs: Getriebeölstand prüfen/falls nötig ergänzen mit korrektem Öl.
    • Als nächstes: Getriebe-Steuergerät & Steckverbindungen prüfen (Kabelbaum, Feuchtigkeit).
    • Beobachten: Fällt der Fehler weiterhin morgens auf? Wann genau? Bei welcher Last? Temperaturen?
    • Wenn Fehler erneut steckt: Kombiniere logische Fehlerspeicheranalyse mit gezielter Prüfung der Sensorik/Kabel.
    • Falls nach all dem noch Fehler auftauchen und mechanisches Verhalten bleibt: Dann Einbau/Prüfung von Getriebe-Ventilen (Solenoids) überdenken.

      Gruß Micha

  • Frage zum Multimediasystem

    • nordinvent
    • 17. Oktober 2025 um 09:59

    Hallo Nussbaum6 👋

    Glückwunsch zum neuen Kangoo! Nach fast 20 Jahren mit dem alten ist das sicher ein großer Schritt — und dass du dich über die Radio-Lautstärke ärgerst, kann ich absolut nachvollziehen. Das Problem mit der Einschaltlautstärke (meist bei ~Pegel 10) ist bei den neueren Renault-Systemen leider tatsächlich ein bekanntes Verhalten – besonders bei den Modellen mit OpenR Link oder dem EASY LINK System (je nach Ausstattung).

    Hier ist eine Zusammenfassung, was dahinter steckt und was du tun kannst:


    🔍 Ursache

    Renault hat bei den neueren Multimedia-Systemen eine „Startlautstärke-Begrenzung“ eingeführt, die nicht über das Menü einstellbar ist.
    Das heißt:

    • Nach jedem Neustart wird die Lautstärke automatisch auf einen sicheren Pegel (meist 10 oder 12) zurückgesetzt.
    • Das soll verhindern, dass nach einem lauten Ausschalten plötzlich beim nächsten Start das Radio zu laut losdröhnt (z. B. nach Bluetooth-Musik).

    Leider hat Renault in der aktuellen Softwareversion keine Option für eine benutzerdefinierte Startlautstärke vorgesehen.


    ⚙️ Was du prüfen kannst

    1. Software-Version deines Systems anzeigen:
      • Menü → System → Informationen → Software-Version.
      • Wenn du magst, kannst du mir die Versionsnummer nennen (z. B. 283C40121R oder v1.3.5.7), dann kann ich nachsehen, ob es eventuell schon ein Update mit Korrektur gibt.
    2. System-Reset (optional):
      • Manchmal hilft ein Werksreset, falls sich das System fehlerhaft verhält.
        Menü → System → Werkseinstellungen zurücksetzen.
        (Vorher evtl. Favoriten und Bluetooth-Geräte sichern.)
    3. Überprüfung bei der Werkstatt:
      • Renault-Techniker können theoretisch über das CLIP-Diagnosesystem oder DDT4All auf die Audioeinstellungen der ECU zugreifen – aber derzeit ist der Zugriff auf den Lautstärkeparameter gesperrt, wie dir dein Meister korrekt gesagt hat.
      • Manche Händler können über den Renault-Techline-Support prüfen, ob es bereits eine neue Softwareversion für dein Fahrzeug gibt, die das Verhalten ändert.

    💡 (Inoffizieller) Tipp aus der Praxis

    Einige Nutzer berichten, dass die Einschaltlautstärke etwas höher bleibt, wenn man das Fahrzeug ausschaltet, während die Lautstärke auf dem gewünschten Pegel steht, also z. B. auf 20, ohne sie kurz davor zu ändern.
    👉 Das klappt aber nur bei bestimmten Versionen und ist nicht garantiert.


    📅 Zukunft

    Renault arbeitet laut mehreren Serviceinformationen (Stand Herbst 2025) daran, über ein kommendes Software-Update für EASY LINK und OpenR Link eine konfigurierbare Startlautstärke zu ermöglichen.
    Wann genau das für den Kangoo III kommt, ist noch offen – ich kann bei Bedarf gerne nachsehen, ob dein Modell schon auf der Liste steht.


    Wenn du mir kurz sagst:

    • ob du das EASY LINK oder OpenR Link System hast (steht beim Start auf dem Bildschirm oder in der Anleitung),
    • und die Softwareversion,

    …dann kann ich dir sagen, ob dein System aktuell ist und ob ein Update mit Lautstärke-Speicherung verfügbar ist.

    Gruß Micha

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