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  1. Renaultforum.net
  2. Renault Trafic
  3. Trafic-Mechanik

Wirtschaftlicher Totalschaden verstehen

  • JBC
  • 14. Juni 2026 um 00:31
  • JBC
    Anfänger
    Beiträge
    3
    • 14. Juni 2026 um 00:31
    • #1

    Renault Trafic 2.0

    Mein Fahrzeug hat bei km 119808 nach weniger als 6 Jahren einen wirtschaftlichen Motorschaden.

    Rote Warnlampe und/oder Warnton gab es nicht.

    Mir wird dargelegt mein Fahrzeug "kaputt" gefahren zu haben. Ein Diagnoseprotokoll seitens der Fachwerkstatt wurde trotz mehrfacher schriftlicher Anfrage nicht ausgehändigt!


    Schadenshergang

    KM 12: leichtes Ziechen war zu hören. Kombiinstrument zeigt "Einspritzung prüfen". Ort mit Garagen ist in etwa 20 km Entfernung.

    Bis KM 4: Ziechen wird etwas lauter, v.a. bei Beschleunigung. Vorsichtig weiter gefahren.

    KM 3: Fahrzeug hat immer weniger Leistung, kann beim Hochfahren an einer Kuppe nicht mehr richtig beschleunigt werden

    KM 1: Metallische Geräusch, zusammen mit viel Rauch. Kombiinstrument "Abgase prüfen". Keine roten Warnleuchten/Warnton. Fahrzeug kann nicht mehr beschleunigt werden. Aufgrund einer sehr gefährlichen Stelle (Kuppe) auf einer viel befahrenen Nationalstraße wird das Fahrzeug ausrollen lassen zu einer sicheren Stelle. (Bei KM 4 war definitiv kein Rauch zu sehen)

    KM 0: Fahrzeug wird normal ausgeschaltet. Weiterhin keine roten Warnleuchten.

    Angeblich wurde im Kombiinstrument auch "Öl nachfüllen" angezeigt - dies ist mir nicht aufgefallen, obwohl ich sehr häufig darauf schaute.

    Zudem wurden in den letzten 1000 km fast 400 ml Öl nachgefüllt (Markenöl)


    Wartung

    KM 41112 Inspektion 1

    KM 77140 Inspektion 2 nach Panne wegen Problem mit Adblue

    KM 78724 Panne wegen Batterie (die vor 1600 km noch bei der Kontrolle OK war!)

    KM 114359 Defekte Klimaanlage

    KM 119808 Motorschaden (Inspektion ist etwas in Verzug - das sieht die Werkstatt auch kritisch)

    In den letzten Jahren gab es immer wieder auf dem Kombiinstrument Meldungen (Airbag, Öl, Einspritzung, Abgase ...) die nur kurz da waren und dann wieder verschwanden.

    In den letzten 119000 km wurden insgesamt über 5 l Öl nachgefüllt (neben den 2 Ölwechsel)


    Nutzung

    Letzten 7 Monate ca. 5500 km gefahren

    In den letzten 4,5 Jahren fast nur lange Strecken (Urlaub etc.)


    Laut Diagnosegerät (nicht von der Renault-Werkstatt) werden unter anderem "DF1399 - Magnetventil der Ölpumpe" unter den Problemen aufgelistet.


    Die Werkstatt sagt, ich hätte das Fahrzeug ohne Öl kaputt gefahren, Motor und Turbolader wäre kaputt und DPF müsste getauscht werden. Vom Magnetventil war nie die Rede.

    Das Fahrzeug steht seit Wochen in dieser Werkstatt, da ich hoffe dass ich Kulanz bekommen könnte. Wir möchten es gerne reparieren lassen, da es zum Urlaubsfahrzeug umgebaut wurde und noch einige Jahren genutzt werden sollte. In der Region selbst (nicht Deutschland) gibt es keine freie Werkstatt, die bereit ist das Fahrzeug mit Austauschmotor usw. zu reparieren. Alle wollen nur Originalteile von Renault einbauen!


    Ich dachte eigentlich, dass dieses Ziechen mit der Dieselleitung etwas zu tun haben könnte (so etwas ähnliches hatte ich mal bei einem Fahrzeug vor über 15 Jahren) oder dass irgendein Schlauch undicht wäre. Ich kenne mich überhaupt nicht mit Fahrzeugen aus und wollte langsam zu diesem etwas größeren Ort fahren, weil ich wusste, dort gäbe es viele Werkstätte. Eine Freundin hat den ganzen Ablauf auch so mitbekommen und uns kam gar nicht in den Kopf, dass kein Öl in der Wanne wäre und der Turbolader kollabiert (dieser ist an der Achse gebrochen).


    Kennt jemand sich mit solchen Problemen aus?


    Vielen Dank für die Antworten.

    • Zitieren
  • nordinvent
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    893
    • 14. Juni 2026 um 04:56
    • #2

    Jbc,

    der Fall ist technisch durchaus interessant, weil die Aussage der Werkstatt („ohne Öl kaputt gefahren“) nicht automatisch aus dem Schadensbild folgt. Nach der Schilderung gibt es mehrere Punkte, die man sauber trennen müsste.

    Ich würde es so einordnen:

    1. Die Warnstrategie von Renault ist hier ein wichtiger Punkt

    Bei einem modernen Trafic 2.0 dCi (je nach Motorvariante z. B. M9R) gibt es normalerweise mehrere Stufen:

    • gelbe Meldungen wie „Einspritzung prüfen“, „Abgase prüfen“ → Hinweis auf einen Fehler, oft noch fahrbar
    • rote Öldruckwarnung / STOP → sofort anhalten, Motor aus

    Dass keine rote Öldruckwarnung kam, ist ein wichtiger Umstand. Es bedeutet zwar nicht, dass kein Ölmangel vorlag, aber ein Fahrer kann sich bei einem solchen System grundsätzlich darauf verlassen, dass eine akute Schmierdruckstörung gewarnt wird.

    Wenn tatsächlich der Öldruck weg war (z. B. durch defektes Ölpumpen-Magnetventil), wäre die Frage:

    Warum wurde der Fahrer nicht rechtzeitig gewarnt?


    2. Der Fehlercode DF1399 ist sehr relevant

    Der von dir genannte:

    DF1399 – Magnetventil der Ölpumpe

    passt sehr gut zu einem möglichen Schmierungsproblem.

    Bei diesen Motoren wird die Ölpumpe nicht nur „mechanisch immer voll“ betrieben, sondern die Förderleistung kann geregelt werden. Wenn das Regelventil klemmt oder elektrisch/mechanisch ausfällt, kann es zu falschem Öldruck kommen.

    Mögliche Folgen:

    • Turboladerschaden (sehr empfindlich auf Ölmangel)
    • Lagerschäden
    • Motorschaden

    Das würde auch erklären:

    • leichtes Ziehen/Pfeifen/Heulen
    • Leistungsverlust
    • Rauch
    • Turbowelle gebrochen

    Ein Turbolader stirbt sehr häufig als erstes, wenn die Ölversorgung nicht stimmt.


    3. Der Ölverbrauch ist ebenfalls auffällig

    Du schreibst:

    • ca. 5 Liter nachgefüllt in 119.000 km
    • zuletzt 400 ml auf 1000 km

    Das sind etwa:

    0,4 Liter / 1000 km

    Das ist bei einem modernen Diesel nicht völlig außerhalb jeder denkbaren Toleranz, aber es ist auffällig – besonders wenn der Verbrauch plötzlich gestiegen ist.

    Mögliche Ursachen:

    • Turbo beginnt Öl durchzulassen
    • Kurbelgehäuseentlüftung
    • Kolbenringe
    • DPF-Regeneration / Ölverdünnung
    • beginnender Motorschaden

    Ein wichtiger Punkt:
    Wenn ein Turbo Öl zieht, kann ein Motor anfangen Öl zu verbrennen → Rauch → im Extremfall sogar unkontrolliertes Hochdrehen.


    4. Der Ablauf klingt nicht nach "noch 12 km ohne Öl gefahren"

    Der Ablauf ist entscheidend:

    • KM 12: erste Meldung
    • KM 4: Geräusch stärker
    • KM 3: deutlicher Leistungsverlust
    • KM 1: metallisches Geräusch + Rauch

    Das spricht eher für einen fortschreitenden Schaden, nicht für „plötzlich Öl alle und weitergefahren“.

    Der Fahrer hat offenbar versucht, eine gefährliche Verkehrssituation zu verlassen. Ob man hätte sofort stehen bleiben müssen, hängt davon ab, welche Warnung tatsächlich angezeigt wurde.

    „Einspritzung prüfen“ bedeutet für viele Fahrer eben nicht automatisch „Motor sofort abstellen“.


    5. Die fehlende Herausgabe des Diagnoseprotokolls ist ein Problem

    Das würde ich schriftlich verlangen:

    • Fehlerspeicher komplett
    • Freeze-Frame-Daten
    • Öldruckmessung
    • Kilometerstand der Fehler
    • gespeicherte Fehlerhistorie
    • Ursache des Motorschadens

    Gerade Freeze-Frame ist wichtig:

    Ein Steuergerät speichert oft:

    • Drehzahl
    • Last
    • Temperatur
    • Zeitpunkt des Fehlers

    Damit kann man erkennen, ob der Fehler schon vorher vorhanden war.


    6. Was ich technisch vermuten würde

    Aus der Ferne natürlich keine Diagnose, aber die Reihenfolge:

    Ölpumpenregelung / Öldruckproblem → Turbolader stirbt → Metall/Öl im Ansaug-/Abgasbereich → Motorschaden

    passt deutlich besser zu deiner Beschreibung als:

    „Fahrer ignoriert Ölwarnung und fährt den Motor leer“

    Dazu müsste man wissen:

    • war wirklich kein Öl mehr in der Wanne?
    • wie viel wurde abgelassen?
    • wurde der Ölfilter geöffnet?
    • gibt es Metallspäne?

    Diese Befunde wären entscheidend.


    7. Wegen Kulanz

    Bei knapp 6 Jahren und 120.000 km würde ich nicht einfach akzeptieren, dass Renault alles ablehnt.

    Die Argumentationslinie wäre:

    • regelmäßige Wartungen vorhanden
    • Langstreckenbetrieb
    • kein roter Öldruckalarm
    • Fehlercode Ölpumpenventil vorhanden
    • ungewöhnlicher Ölverbrauch dokumentiert
    • Schaden an einem bekannten kritischen System möglich

    Ich würde vor einer Reparatur eine schriftliche Schadensfeststellung verlangen. Sonst ist der Motor zerlegt und wichtige Beweise sind weg.


    Mich würde noch interessieren:

    1. Welcher Trafic genau (Baujahr, Leistung, Motorcode falls bekannt)?
    2. Wurde beim Ausbau festgestellt: Ölwanne leer oder nur niedriger Ölstand?
    3. Hat der Motor noch gedreht oder war er fest?
    4. Hat der Turbolader wirklich eine gebrochene Welle oder nur Spiel/Ölverlust?

    Das würde die Richtung deutlich eingrenzen.

    Gruß Micha

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
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    • Zitieren
  • JBC
    Anfänger
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    3
    • 14. Juni 2026 um 09:51
    • #3

    Vielen herzlichen Dank für deine Antwort.


    Zu 1

    Type: JL

    Variante: JM9R

    Version: MMATAV102BS

    Ausgelieftert: 06/2019, erste Ameldung 07/2020

    VND VF1JL000063394777

    Motorcode M9R V7

    1997 cm3, 125 kW

    Modell Space Class , Lederausstattung mit Bettfunktion


    Zu 2

    Ölwanne müsste leer sein. Es wurde nur mit dem Stab gemessen und kein Öl ist zu erkennen. Nichts bis auf einen Teil am Turbo wurde ausgebaut.


    Zu 3

    Der Motor hat zu 95 % nicht hochgedreht. Das konnte mir meine Freundin auch bestätigen


    Zu 4

    Ja die Turbowello zwischen dem Verdichterrad und dem Turbinenrad ist gebrochen.


    Ich hatte dem Mechaniker auch auf die nicht vorhandenen roten Warnleuchten hingewiesen. Gelbe waren übrigens auch nicht sichtbar (außer Airbag - immer wieder auftretender & verschwindender Fehlercode seit 2020).

    Die Informationen standen nur im Kombiinstrument. Denn wäre eine gelbe Warnlampe aufgeleuchtet, dann hätte ich wahrscheinlich gezögert weiter zu fahren.

    Ich habe die Frage zu den Metallspäne auch angesprochen. Sie wissen es nicht, weil der Ölfilter nicht aufgeschnitten wurde. Es ist eine Ölansammlung im Turbolader und Ölrückstände im Auspuff.


    Der Kostenvoranschlag beruht wahrscheinlich ausschließlich auf das Auslesen des Diagnoseprotokoll.


    Schönes Wochenende

    • Zitieren
  • nordinvent
    Profi
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    Beiträge
    893
    • 14. Juni 2026 um 21:29
    • #4

    JBC,

    mit den zusätzlichen Daten wird das Bild deutlich klarer. Der Motor ist der Renault M9R V7 (2.0 dCi, 125 kW) im Trafic III/JL. Bei diesem Motor sind deine Angaben technisch durchaus schlüssig und einige Punkte sprechen gegen eine einfache Erklärung „ohne Öl weitergefahren“.

    Ich würde die Sache so bewerten:

    1. Der gebrochene Turbolader ist ein wichtiger Befund

    Eine gebrochene Welle zwischen Verdichterrad und Turbinenrad ist kein typischer „normaler Verschleiß“ bei 120.000 km.

    Eine Turbowelle bricht häufig durch:

    • fehlende Schmierung
    • zu geringen Öldruck
    • Lagerfresser
    • Fremdkörper
    • extreme Überdrehzahl

    Gerade beim M9R bekommt der Turbo sein Öl vom Motorkreislauf. Wenn die Ölversorgung nicht stimmt, kann der Turbo sehr schnell sterben.

    Die Reihenfolge:

    Öldruckproblem → Turboladerlager/Welle → Öl im Turbo → Rauch → Motorschaden

    ist technisch sehr plausibel.


    2. Der DF1399 passt auffällig gut dazu

    Dass ein Fremd-Diagnosegerät genau:

    DF1399 Magnetventil der Ölpumpe

    findet, würde ich nicht ignorieren.

    Das ist kein Fehler wie „Glühkerze“ oder „Abgaswert außerhalb Toleranz“, sondern betrifft direkt die Schmierung.

    Wenn das Ventil der Ölpumpenregelung nicht korrekt arbeitet, kann folgendes passieren:

    • Pumpe fördert nicht passend
    • Öldruck stimmt nicht
    • Turbo bekommt Probleme
    • Lager nehmen Schaden

    Die Werkstatt müsste eigentlich erklären:

    Warum wurde dieser Fehler ausgeschlossen?

    Nicht nur sagen „kein Öl, Fahrer schuld“.


    3. Ölwanne leer ist noch kein Beweis für die Ursache

    Das ist ein sehr wichtiger Punkt.

    Wenn die Werkstatt heute misst:

    Zitat

    Ölpeilstab trocken

    dann wissen sie nur:

    Zum Zeitpunkt der Prüfung ist kein messbares Öl vorhanden.

    Sie wissen aber nicht:

    • wann das Öl verschwunden ist
    • warum es verschwunden ist
    • ob es verbrannt wurde
    • ob es über Turbo/Ansaugung verloren ging
    • ob der Motor es durch den Turbo herausgedrückt hat

    Ein defekter Turbo kann sehr viel Öl in den Ansaugtrakt drücken.

    Öl im Turbo + Ölrückstände im Auspuff passen dazu.


    4. Dass der Motor nicht hochgedreht hat, ist ebenfalls relevant

    Ein typischer Turbo-Öl-Selbstläufer sieht oft so aus:

    • Turbo pumpt Motoröl in Ansaugung
    • Diesel verbrennt das Öl
    • Motor dreht unkontrolliert hoch

    Das scheint hier nicht passiert zu sein.

    Das spricht eher gegen:
    „Turbo kaputt → Motor hat Öl angesaugt und sich selbst zerstört“

    und eher für:
    „Schmierproblem → Turbo stirbt → Motor bekommt Folgeschaden“


    5. Der Ablauf mit den Meldungen ist problematisch für die Werkstattthese

    Dein Ablauf:

    • „Einspritzung prüfen“
    • Leistung nimmt ab
    • metallisches Geräusch
    • Rauch
    • „Abgase prüfen“
    • keine rote STOP/Öldruckwarnung

    Das ist kein klassisches Szenario von:

    „Fahrer sieht Öllampe und fährt trotzdem weiter“.

    Gerade weil du sagst:

    Zitat

    Wenn eine gelbe Warnlampe da gewesen wäre, hätte ich gezögert

    ist wichtig. Eine Textmeldung im Display ist für viele Fahrer nicht gleichbedeutend mit „sofort Motor aus“.


    6. Was mich an der Werkstattdiagnose stören würde

    Der Kostenvoranschlag scheint tatsächlich eher auf:

    • Fehlerspeicher
    • Sichtprüfung Turbo
    • Ölstand

    zu beruhen.

    Aber wichtige Beweise fehlen:

    ❌ Ölfilter geöffnet? Nein
    ❌ Metallspäne gesucht? Nein
    ❌ Öldruck gemessen? Offenbar nein
    ❌ Ölpumpenventil geprüft? unklar
    ❌ Diagnoseprotokoll herausgegeben? Nein

    Ohne diese Punkte ist „Motor ohne Öl zerstört“ eine Behauptung, keine Ursachenfeststellung.


    Was ich jetzt schriftlich verlangen würde

    Ich würde nicht mehr allgemein diskutieren, sondern gezielt:

    Zitat

    Bitte teilen Sie mir die technische Ursache des Motorschadens mit.
    Insbesondere bitte ich um Nachweis, ob ein Defekt der Ölpumpenregelung (DF1399) ausgeschlossen wurde.
    Bitte übermitteln Sie mir das vollständige Diagnoseprotokoll inklusive Freeze-Frame-Daten und Fehlerhistorie.
    Bitte dokumentieren Sie den Zustand von Ölfilter, Ölwanne und Schmierkreislauf vor Reparaturbeginn.

    Und ganz wichtig:

    Motor nicht zerlegen lassen, bevor die Ursache dokumentiert wurde.


    Noch eine Frage wäre entscheidend:

    Wurde der Trafic bei Renault wegen Kulanz offiziell eingereicht, und wenn ja: Haben sie schon schriftlich abgelehnt mit Begründung „Kunde ohne Öl gefahren“?

    Denn bei einem 06/2019 gebauten Fahrzeug mit 119.000 km wäre die Kulanzdiskussion normalerweise noch nicht völlig abwegig.

    Gruß Micha

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    • Zitieren
  • JBC
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    3
    • 15. Juni 2026 um 22:16
    • #5

    Ja, wir hatten einen Kulanzantrag ganz am Anfang bei Renault Luxemburg selbst gestellt und die Referenznummer der Werkstatt weitergeleitet. Wir hatten der Werkstatt mehrfach schriftlich sowie telefonisch mitgeteilt, dass es vom Kulanzantrag abhängen würde ob wir unser Fahrzeug reparieren werden. Wir reden hier von fast 20000 Euro!

    Ein paar Tage nach der Panne hatten wir einen Gutachter vorbei geschickt um den Schaden genauer zu dokumentieren, weil wir von der Garage nur vage Informationen erhielten sowie kein Diagnoseprotokoll.

    Uns ging (geht) es um eine alternative kostengünstigere Reparatur im Ausland in Erwägung zu ziehen (mit Austauschmotor, DPF ausbrennen lassen usw.)

    Eigentlich erhielt dieser Gutachter schriftlich den Auftrag den Ölfilter auf Späne zu untersuchen und den Motorblock manuell zu bewegen (um sicher zu sein, dass der Motor wirklich kaputt seih). Denn genau diese Informationen hätten wir gebraucht für die Werkstatt im Ausland. Er meinte in seinem Gutachten, dass dies die Werkstatt im Ausland machen könnte, die das Fahrzeug reparieren wird. Angeblich wäre es äußerst kompliziert den Motorblock manuell zu tätigen, weil das Fahrzeug Automatik hat und dann hätte man es auch noch in die Werkstatt bringen müssen.

    Der Gutachter hat den Defekt der Ölpumpenregelung unter einigen Fehler nur auflistete. Einen Zusammenhang wurde dementsprechend nicht mit dem Motorschaden gemacht - das ist auch der Grund, weshalb wir uns selbst erst Wochen später mit dieser Thematik erst befassen. Da er das Diagnosegerät der Werkstatt benutzte, haben wir immer noch kein Diagnoseprotokoll! Aus dem Grund werden wir diesen Gutachter nicht erneut kontaktieren, um nach einer genauen Ursache zu suchen (und noch weiteres Geld zum Fenster rauswerfen).

    Beim letzten Anruf bei Renault (Belgien) wurde mir gesagt, dass sie auf ein Gutachten warten würde. Letzendlich (beim weiteren Anruf Wochen später) hat sich rausgestellt, dass Renault selbst gar keinen Gutachter zur Werkstatt geschickt hat. Sondern dass sie auf ein Gutachten von uns warten würden.

    Daraufhin hatten wir die Werkstatt telefonisch kontaktiert und genau dies angesprochen, von wem diese Information stammen könnte und dass in diesem Gutachten gar nicht nach einer Ursache gesucht würde. Auch haben wir noch einmal explizit gesagt, dass wir einen Kulanzantrag wünschen - der Mitarbeiter meinte er müsste mit seinem Vorgesetzten darüber reden! Erst nach diesem letzten Gespräch und weiterhin unbeantworteten Mail fingen wir an, uns mit möglichen Ursachen zu beschäftigen.

    Einmal editiert, zuletzt von JBC (15. Juni 2026 um 23:38)

    • Zitieren
  • nordinvent
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    893
    • 15. Juni 2026 um 23:06
    • #6

    Ja, heutzutage ist das tatsächlich so.👎

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
    ☕ Kaffeekasse: 1 € Spenden – Danke!

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