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Clio II ph1 -Abblendlicht

  • Hitschkock
  • 5. Juli 2026 um 12:02
  • Hitschkock
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    • 5. Juli 2026 um 12:02
    • #1

    Hi @ all,

    nach meinem Umbau auf LED (super Licht) leuchtet bei Abblendlicht auch meine Fernlicht Kontrolle leicht?

    kennt das einer?


    lg

    Frank

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    • 5. Juli 2026 um 21:34
    • #2

    Frank,

    ja das ist ein bekanntes Phänomen beim Umbau älterer Renault-Modelle auf LED-Leuchtmittel und hat meist nichts mit einem Defekt am Fahrzeug zu tun.

    Bei deinem Renault Clio I gibt es mehrere mögliche Ursachen:

    1. Geringer Rückstrom über die LED-Elektronik
      • LEDs besitzen einen Treiber (Elektronik), der sich elektrisch anders verhält als eine Glühlampe.
      • Dadurch kann ein kleiner Strom über die Fernlicht-Kontrolllampe im Kombiinstrument fließen.
      • Das reicht aus, damit die Kontrollleuchte schwach glimmt.
    2. Gemeinsame Masse oder gemeinsame Plusleitung
      • Beim Clio I werden Abblend- und Fernlicht teilweise gemeinsam verschaltet.
      • Die originale Schaltung wurde für Halogenlampen entwickelt. LEDs benötigen nur einen Bruchteil des Stroms, wodurch Spannungen auftreten können, die früher von der Glühlampe "verschluckt" wurden.
    3. LED-Treiber ohne Entkopplung
      • Günstige LED-Leuchtmittel besitzen oft keine ausreichende Entkopplung der Elektronik.
      • Hochwertigere Modelle haben dieses Problem deutlich seltener.

    Wie kannst du prüfen?

    • Schalte das Fernlicht ein.
      • Leuchtet die Kontrolllampe dann normal hell? → Das spricht für einen harmlosen Rückstrom.
    • Miss die Spannung am Fernlichtanschluss bei eingeschaltetem Abblendlicht.
      • Oft liegen dort einige Volt an, obwohl praktisch kein Strom fließt.

    Mögliche Lösungen

    • CAN-Bus-Adapter bzw. Lastwiderstände
      • Diese können den Rückstrom beseitigen. Beim Clio I sind sie allerdings nicht wegen eines CAN-Busses nötig, sondern weil sie die elektrische Last einer Glühlampe nachbilden.
    • Sperrdiode einbauen
      • Oft ist dies die eleganteste Lösung. Eine Diode verhindert den Rückstrom zur Kontrollleuchte.
    • Andere LED-Leuchtmittel verwenden
      • Manche Marken verursachen dieses Verhalten gar nicht.

    Eine Frage noch:

    • Glimmt nur die blaue Fernlicht-Kontrollleuchte leicht, oder leuchten auch die Fernscheinwerfer selbst ganz schwach mit?
    • Welche LED-Lampen hast du verbaut (H4? Marke und Modell)? Das hilft einzuschätzen, ob das Problem eher von den Leuchtmitteln oder der Fahrzeugverkabelung ausgeht.


    kleiner Hinweis vorab 😊
    Damit man hier sinnvoll helfen kann, braucht es konkrete Fahrzeugdaten. Ohne Angaben wie Modell, Baujahr, Motorisierung, TSN/HSN bzw. ADZ, Getriebeart usw. ist jede Antwort leider eher Glaskugel-Lesen🔮.

    Renault verbaut selbst im gleichen Baujahr oft unterschiedliche Motoren, Steuergeräte, Sensoren und Kabelbäume – eine pauschale Antwort gibt es daher fast nie.

    👉 Je genauer die Angaben, desto schneller und gezielter kann geholfen werden.
    Am besten direkt im ersten Beitrag nennen:

    • Modell / Baureihe
    • Baujahr
    • Motor (z. B. 1.2 16V D4F)
    • TSN/HSN oder ADZ
    • Benzin/Diesel, Schalter/Automatik
    • ggf. Fehlermeldungen / Fehlercodes

    Danke fürs Mithelfen – das spart Zeit, Nerven und unnötige Rückfragen 👍

    Gruß Micha

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
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    • 6. Juli 2026 um 17:14
    • #3

    Sorry,

    hier die Daten und ein paar Bilder


    • Modell / Baureihe Clio 5Tür
    • Baujahr == EZ: 09.03.2001
    • Motor (z. B. 1.2 16V D4F) == D4F B 712
    • TSN/HSN oder ADZ == 3004 / 147
    • Benzin/Diesel, Schalter/Automatik == Benzin / 5G Schalter
    • ggf. Fehlermeldungen / Fehlercodes == keine

    Bilder

    • Schein.jpg
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      • 1.482 × 1.200
    • 20260706_163858.jpg
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      • 676,44 kB
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    • 6. Juli 2026 um 21:28
    • #4

    Eine Frage noch:

    • Glimmt nur die blaue Fernlicht-Kontrollleuchte leicht, oder leuchten auch die Fernscheinwerfer selbst ganz schwach mit?
    • Welche LED-Lampen hast du verbaut (H4? Marke und Modell)? Das hilft einzuschätzen, ob das Problem eher von den Leuchtmitteln oder der Fahrzeugverkabelung ausgeht.

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    • 6. Juli 2026 um 22:17
    • #5

    Bilder sagen mehr als worte ;)

    Bilder

    • Abbledlicht.jpg
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    • Fernlicht.jpg
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  • Hitschkock
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    • 6. Juli 2026 um 22:23
    • #6

    Sorry,

    keine H4 sondern H7 und HB3

    Hersteller natürlich die guten aus dem Land der aufgehenden Sonne Waii_Smiley


    lg

    Frank

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    • 7. Juli 2026 um 09:26
    • #7

    Frank,

    ich verstehe das du dir so wenig wie möglich Arbeit machen willst und hier ziemlich wahllos Fotos reinstellst. Es wäre etwas einfacher wenn du einfach auf meine Fragen in Wort und Schrift eingehen würdest.

    Du hast einen Renault Clio II, Baujahr 2001 (HSN 3004 / TSN 147), mit dem D4F B712. Das ist also kein Clio I, sondern bereits der Clio II Phase 1. Das erklärt auch die Kombination H7 (Abblendlicht) + HB3 (Fernlicht) – die ist bei diesem Modell korrekt.

    Damit ändert sich meine Einschätzung etwas.

    Dass beide Kontrolllampen voll leuchten, ist beim Clio II nicht normal.

    Der Clio II hat die Kontrollleuchten im Kombiinstrument deutlich sauberer verschaltet als der Clio I. Wenn bei eingeschaltetem Abblendlicht auch die blaue Fernlicht-Kontrollleuchte voll leuchtet, dann liegt fast sicher eine Rückspeisung auf der Fernlichtleitung vor.

    Ich würde in dieser Reihenfolge prüfen:

    1. Nur die HB3-LED abstecken

    Lass das Abblendlicht eingeschaltet und ziehe eine HB3-LED ab.

    • Leuchtet die Fernlichtkontrolle jetzt noch?
    • Falls ja: auch die zweite HB3 abziehen.

    Wenn die Kontrollleuchte danach ausgeht, ist der Verursacher praktisch sicher die Elektronik der HB3-LEDs.


    2. Nur die H7-LED abstecken

    Genau andersherum.

    Wenn dann die Fernlichtkontrolle verschwindet, koppeln die H7-LED-Treiber in den Fernlichtkreis ein.


    3. Masse prüfen

    Miss einmal die Spannung zwischen:

    • Batterieminus
    • Masseanschluss direkt am Scheinwerfer

    bei eingeschaltetem Abblendlicht.

    Mehr als etwa 0,1–0,2 V Spannungsabfall wäre bereits verdächtig.


    Mich interessiert noch etwas:

    Du schreibst:

    Zitat

    "Super Licht"

    Das klingt nach LED-Leuchtmitteln mit externem Treiber.

    Sind das:

    • LED mit kleiner externer Box im Kabel?
    • oder LED, bei denen die gesamte Elektronik im Sockel sitzt?

    Und ganz wichtig:

    Welche Marke und welches Modell sind es?

    Nicht aus Neugier, sondern weil ich bei einigen Herstellern (Novsight, Auxito, Fahren, Katur usw.) schon genau dieses Verhalten gesehen habe. Manche Treiber koppeln intern über EMV-Filter oder Schutzschaltungen die Plusleitungen zusammen.

    Eine Vermutung habe ich noch

    Der Clio II schaltet das Licht auf der Masseseite (Renault hat das bei einigen Modellen so gelöst). Manche LED-Treiber kommen mit dieser Art der Schaltung überhaupt nicht zurecht und speisen den anderen Stromkreis zurück. Das führt genau zu solchen Effekten an den Kontrolllampen, obwohl die Fernlichtlampen selbst aus bleiben.

    Deshalb noch eine entscheidende Frage:

    Leuchten wirklich nur die beiden Kontrolllampen im Kombiinstrument, oder misst du am HB3-Stecker tatsächlich auch 12 V, sobald das Abblendlicht eingeschaltet ist?

    Falls du ein Multimeter hast, können wir das in wenigen Messungen eindeutig eingrenzen. Ich habe den Schaltplan des Clio II weitgehend im Kopf und kann dich gezielt durch die Messpunkte führen.

    Eine kleine Bemerkung musste ich schmunzelnd lesen 😊

    Zitat

    "Hersteller natürlich die guten aus dem Land der aufgehenden Sonne"

    Falls das ironisch gemeint war: Viele LED-Lampen werden tatsächlich in China gefertigt. Das allein sagt aber wenig über die Qualität aus – es gibt sehr gute und sehr schlechte Produkte. Entscheidend ist die Elektronik im Treiber. Gerade bei günstigen H7/HB3-LEDs treten solche Rückspeisungen häufiger auf.

    Gruß Micha

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    • 8. Juli 2026 um 16:26
    • #8

    Hallo Micha,

    ja du hast mich ertappt ich bin schreibfaul, aber vielfach sind Bilder aussagekräftiger wie zu viel Text.

    Eine Frage war der Hersteller der LED: XSTORM mit Internen Treiber

    --

    zu den Spannungen alle Fern und Abblendlicht Lampen ausgebaut und gemessen, bei ausgeschalteten Motor Batteriespannung 12.5V

    -mit Fernlicht am Abblendlicht+ 0V und am Fernlicht 12.5V (Batterie) wäre ja ok

    -mit Abblendlicht am Abblendlicht+ 12.5V (Batterie) und am Fernlicht 8.5V Suprised_Smiley


    dann habe ich mal eine H7 eingesteckt und der LED Kluster leuchtet leicht

    du meintest Masseschalteten, hatte es gegen die Batterie geprüft und die 12V sind immer dageblieben

    auch ohne Licht und Zündung.

    Frage: Welche Relais sind für das Licht auf der UCH oder sind die Lampen direkt auf dem Lenkstockschalter angeschlossen.


    Zitat!!

    Deshalb noch eine entscheidende Frage:

    Leuchten wirklich nur die beiden Kontrolllampen im Kombiinstrument, oder misst du am HB3-Stecker tatsächlich auch 12 V, sobald das Abblendlicht eingeschaltet ist?

    -------

    ohne Birnen leuchteten beide Kontrollen weiterhin


    laut meinem gefundenen Schaltplan wäre das nur möglich wenn die Spannung vom Tacho kommt

    -das glaube ich aber nicht, weil dann würde es mit den Echten Glühbirnen ja irgendwo heiß werden-


    lg

    Frank

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    • 8. Juli 2026 um 17:46
    • #9

    Frank,

    sehr gute Messungen – die bringen uns deutlich weiter. Ich glaube inzwischen, dass wir nicht nach einem Defekt suchen, sondern nach einer Eigenschaft der Renault-Schaltung in Verbindung mit den LED-Treibern.

    Deine Messwerte sind sehr aufschlussreich

    Ohne Leuchtmittel:

    • Fernlicht EIN
      • H7 = 0 V ✅
      • HB3 = 12,5 V ✅
    • Abblendlicht EIN
      • H7 = 12,5 V ✅
      • HB3 = 8,5 V ← das ist der interessante Wert.

    Die 8,5 V sind aber zunächst nur eine Spannung, keine Aussage darüber, ob nennenswerter Strom fließt. Ein Digitalmultimeter hat typischerweise 10 MΩ Eingangswiderstand und zeigt deshalb auch "Geisterspannungen" an, die unter Last sofort zusammenbrechen würden.


    Dass die Fernlichtkontrolle ohne eingebaute Lampen trotzdem leuchtet, ist der entscheidende Hinweis

    Damit können wir praktisch ausschließen, dass die Lampen selbst die Rückspeisung verursachen.

    Die Spannung ist also bereits im Fahrzeugkabelbaum bzw. in der Ansteuerung vorhanden.


    Zu deiner Frage nach den Relais

    Beim Clio II Phase 1 (2001) läuft die Lichtsteuerung meines Wissens folgendermaßen:

    • Der Lenkstockschalter gibt seine Schaltinformationen an die UCH weiter.
    • Die UCH übernimmt einen Teil der Logik (Lichthupe, Warnsummer usw.).
    • Die eigentliche Versorgung der Scheinwerfer erfolgt jedoch nicht vollständig über die UCH. Je nach Ausstattung gibt es im Motorraum Sicherungen und Relais; der Lenkstockschalter ist ebenfalls direkt in die Lichtschaltung eingebunden.

    Mit anderen Worten: Es ist kein modernes Fahrzeug, bei dem die UCH die Lampen direkt über Halbleiterausgänge versorgt.


    Die 8,5 V machen mich stutzig

    Genau dieser Spannungswert erinnert an eine Rückspeisung über:

    • Kontrolllampen im Kombiinstrument,
    • interne Widerstände,
    • oder die Elektronik der UCH.

    Mich interessiert deshalb eine Messung:

    Miss die Spannung am HB3-Stecker mit einer Last.

    Beispielsweise:

    • eine 21-W-Blinkerlampe,
    • oder eine H4/H7 als Prüflampe.

    Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

    Variante A

    • Die 8,5 V brechen sofort auf nahezu 0 V zusammen.

    ➡️ Dann handelt es sich um eine hochohmige Rückspeisung. Das wäre völlig unkritisch und erklärt, warum LEDs empfindlicher reagieren.

    Variante B

    • Die Spannung bleibt bestehen.

    ➡️ Dann liegt tatsächlich eine aktive Einspeisung vor, und wir müssten den Schaltplan genauer analysieren.


    Zu deinem Gedanken mit dem Tacho

    Du schreibst:

    Zitat

    "...laut meinem Schaltplan wäre das nur möglich, wenn die Spannung vom Tacho kommt."

    Genau darüber habe ich auch nachgedacht.

    Ich glaube aber nicht, dass der Tacho die 8,5 V erzeugt.

    Eher ist es umgekehrt:

    Die Spannung entsteht irgendwo im Lichtkreis (Lenkstockschalter, UCH oder interne Verdrahtung), und das Kombiinstrument zeigt sie deshalb an.

    Denn wie du schon richtig schreibst:

    Zitat

    Mit Glühlampen müsste sonst irgendwo Leistung umgesetzt werden.

    Richtig.

    Eine 55-W-Halogenlampe würde bei einer echten Einspeisung erhebliche Ströme ziehen. Das passiert aber nicht.


    Eine Sache würde ich noch gerne wissen

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    "dann habe ich mal eine H7 eingesteckt und der LED Kluster leuchtet leicht"

    Meinst du damit:

    • die H7-Halogenlampe leuchtet leicht,
    • oder die HB3-LED glimmt leicht?

    Das macht einen großen Unterschied.


    Ich hätte noch einen Versuch

    Stecke beide originalen Halogenlampen (H7 und HB3) wieder ein.

    Dann:

    • Abblendlicht einschalten.
    • Miss die Spannung direkt an der HB3-Lampe, während sie angeschlossen ist.

    Wenn dann dort 0 V oder nur wenige Millivolt anliegen, ist der Fall praktisch gelöst: Die 8,5 V sind eine hochohmige Rückspeisung, die nur ohne Last sichtbar wird. Genau solche Spannungen bringen LED-Treiber und Kontrollleuchten gelegentlich durcheinander.

    Ich muss sagen: Deine systematischen Messungen gefallen mir. Sie liefern genau die Informationen, mit denen man solche elektrischen Besonderheiten sauber eingrenzen kann. Ich bin ziemlich sicher, dass wir die Ursache noch finden.

    Gruß Micha

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    • 8. Juli 2026 um 18:52
    • #10

    Danke erst mal, ich kann erst wieder Fr. weiter machen.

    Und für die Richtigkeit


    • H7-LED Lampe Fernlicht
    • HB03-LED Lampe Abblendlicht

    lg

    Frank

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    • 11. Juli 2026 um 22:07
    • #11

    Update

    Die 8.5V Fernlicht kommen aus dem Tacho.

    Da ich dort eh etwas prüfen wollte habe ich den Tacho abgesteckt und die 8.5V waren weg.


    was kann man da jetzt machen?


    mfg Frank

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    • 11. Juli 2026 um 22:45
    • #12

    Frank,

    das ist eine hervorragende Diagnose! 👍

    Dass die 8,5 V verschwinden, sobald das Kombiinstrument abgesteckt wird, ist ein sehr wichtiger Befund. Damit wissen wir:

    • Der Lenkstockschalter ist nicht die Ursache.
    • Die UCH ist sehr wahrscheinlich nicht die Ursache.
    • Die Spannung wird tatsächlich über das Kombiinstrument bzw. dessen interne Schaltung auf die Fernlichtleitung zurückgespeist.

    Warum passiert das?

    Im Clio II sind die Kontrolllampen im Kombiinstrument nicht immer völlig galvanisch voneinander getrennt. Renault hat damals häufig interne Leiterbahnen, Dioden und gemeinsame Versorgungsschienen verwendet.

    Mit den ursprünglichen Halogenlampen war das kein Problem:

    • Eine 55-W-HB3 hat einen Widerstand von nur etwa 2,6 Ω im Betrieb.
    • Jede kleine Rückspeisung wurde sofort "verschluckt".
    • Die Kontrolllampen verhielten sich unauffällig.

    LEDs und moderne Digitalmultimeter sind dagegen hochohmig und machen solche Effekte sichtbar.


    Was ich jetzt vermute

    Im Kombiinstrument sitzt wahrscheinlich eine interne Diode oder Transistorschaltung, über die das Signal der Fernlichtkontrolle auf den Ausgang zurückwirkt.

    Da die Halogenlampen das nie bemerkt haben, fiel das in der Serienausstattung nie auf.


    Was würde ich machen?

    Variante 1 (meine Empfehlung)

    Zunächst einmal gar nichts am Tacho ändern.

    Stattdessen den Fernlichtkreis mit einer kleinen Sperrdiode entkoppeln.

    Beispielsweise:

    • Schottky-Diode 5–10 A
    • oder 6A10
    • oder 1N5408 (3 A reicht für die Kontrollleitung, nicht für den Lampenstrom)

    Wichtig: Nicht in die Hauptversorgung der Scheinwerfer setzen, sondern gezielt in den Rückspeisepfad. Dafür müsste man den Schaltplan etwas genauer ansehen.


    Variante 2

    Ein Relais zur galvanischen Trennung einsetzen.

    Das funktioniert praktisch immer, ist aber deutlich aufwendiger.


    Variante 3

    Den LED-Hersteller kontaktieren.

    XSTORM verwendet meines Wissens unterschiedliche Treiberversionen. Es wäre interessant zu erfahren, ob sie dieses Verhalten am Clio II kennen.


    Ich hätte jetzt noch eine Bitte

    Kannst du mir den Schaltplan schicken, den du verwendest?

    Insbesondere den Teil mit:

    • Kombiinstrument
    • Fernlichtkontrolllampe
    • Abblendlicht
    • Fernlicht
    • UCH (falls eingezeichnet)

    Dann kann ich den Strompfad genau verfolgen.

    Eine letzte Frage

    Ist dein Kombiinstrument noch komplett original von 2001, oder wurde es irgendwann ersetzt (z. B. wegen Wegfahrsperre, Tachotausch oder anderer Ausstattung)?

    Denn wenn es tatsächlich der originale Tacho ist, dann halte ich das weniger für einen Defekt als für eine Eigenheit der damaligen Renault-Schaltung, die erst durch LED-Technik sichtbar wird.

    Ich würde den Schaltplan wirklich gerne sehen – ich glaube, wir sind jetzt nur noch einen Schritt von der eigentlichen Ursache entfernt.

    Gruß Micha

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    • 12. Juli 2026 um 10:24
    • #13

    Moin Micha,

    Kombiinstrument noch unverbastelt und laut Plastik Prägedate März 2000 auch Original


    ich hatte mal im Netz gesucht wie man den Tacho zerlegt -wegen den Nadeln und wie man die wieder einstellt- aber diese Anweisungen schrecken mich ab. -alles nichts genaues-


    Wo meist du das ich die Diode einbauen sollte?


    Mein nächstes vorgehen, vielleicht!

    Tacho zerlegen und die Diode umkehren, und die beiden Katoden der Anzeige LED tauschen.

    nach diesem eingriff sollte bei Abblendlicht nur die Abblendlichtkontrolle leuchten und bei Fernlicht beide wie es vorne ja auch in der Realität ist.


    was mich Interessiert ist hast du einen Schaltplan vom PCB und weißt du wie man die Zeiger wieder anbaut das diese wieder stimmen.


    lg Frank

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    Einmal editiert, zuletzt von Hitschkock (12. Juli 2026 um 13:07)

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    • 12. Juli 2026 um 22:03
    • #14

    Frank,

    deine Idee ist logisch durchdacht – aber ich würde den Tacho im Moment auf keinen Fall zerlegen, und zwar aus mehreren Gründen.

    Zum Zerlegen des Clio-II-Tachos

    Leider habe ich keinen Leiterplatten-Schaltplan (PCB) des Kombiinstruments. Renault hat solche Unterlagen praktisch nie veröffentlicht. Es existieren zwar Fahrzeug-Schaltpläne, aber keine offiziellen Schaltpläne der Elektronik im Kombiinstrument.

    Und genau hier liegt das größere Problem:

    Die Zeiger sind der kritische Punkt

    Beim Clio II sind die Zeiger Presssitze auf Schrittmotoren.

    Das Problem ist nicht das Abziehen – sondern das exakte Wiederaufsetzen.

    Dabei gibt es mehrere Fallstricke:

    • Manche Schrittmotoren haben einen mechanischen Anschlag, andere nicht.
    • Die Nullstellung wird teilweise elektronisch angefahren.
    • Bereits 1° Verdrehung bedeutet später:
      • Tacho 5–10 km/h falsch,
      • Tankanzeige ungenau,
      • Temperaturanzeige verschoben.

    Deshalb findest du im Internet auch so viele widersprüchliche Anleitungen.


    Zu deiner Idee mit der Diode

    Du schreibst:

    Zitat

    "die beiden Kathoden der Anzeige-LED tauschen"

    Das würde ich ebenfalls nicht machen.

    Warum?

    Du weißt im Moment noch gar nicht, woher die 8,5 V innerhalb des Kombiinstruments kommen.

    Es kann sein, dass

    • die LED,
    • eine Schutzdiode,
    • ein Transistor,
    • oder sogar der Mikrocontroller

    daran beteiligt ist.

    Wenn du einfach die LED umpolst, kann es passieren, dass die Fernlichtkontrolle anschließend überhaupt nicht mehr funktioniert oder die interne Diagnose beeinflusst wird.


    Ich würde zuerst außen am Fahrzeug messen.

    Da du offensichtlich sauber misst (das merkt man an deinen bisherigen Ergebnissen), würde ich den Fehler erst vollständig eingrenzen.

    Mich interessieren nämlich noch zwei Dinge:

    1.

    Wie hoch ist der Strom der 8,5-V-Rückspeisung?

    Ich vermute:

    unter 1 mA.

    Das wäre typisch.


    2.

    Wo genau endet dieser Strom?


    Wo würde ich eine Diode setzen?

    Nicht im Kombiinstrument.

    Sondern in der Leitung vom Kombiinstrument zur Fernlichtkontrollleitung, also außerhalb des Tachos.

    Der Vorteil:

    • jederzeit rückrüstbar,
    • kein Risiko für den Tacho,
    • keine Probleme mit den Zeigern.

    Allerdings müsste man dafür den Schaltplan genau ansehen und die betreffende Leitung identifizieren.


    Was ich fast vermute

    Da das Kombiinstrument abgesteckt die 8,5 V vollständig verschwinden lässt, könnte Renault die Fernlichtkontrolle tatsächlich so verschaltet haben:

    Code
     

    oder über einen Transistor mit Pull-up.

    Mit einer Glühlampe fällt das nie auf.

    Mit LEDs schon.


    Ich hätte eine Bitte

    Kannst du den Schaltplanausschnitt (als Foto oder PDF) hochladen?

    Mich interessieren insbesondere:

    • Kombiinstrument
    • Fernlichtkontrollleuchte
    • Abblendlicht
    • Fernlicht
    • Steckverbinderbezeichnungen und Kabelfarben

    Dann kann ich dir ziemlich genau sagen:

    • welche Leitung die Rückspeisung verursacht,
    • an welcher Stelle eine Sperrdiode sinnvoll wäre,
    • und ob wir das Problem lösen können, ohne den Tacho anzufassen.

    Nach allem, was du bisher gemessen hast, bin ich zuversichtlich, dass sich das mit einem kleinen Eingriff außerhalb des Kombiinstruments lösen lässt. Das wäre aus meiner Sicht deutlich sicherer, als einen originalen Clio-II-Tacho aus dem Jahr 2000 zu öffnen und anschließend die Zeiger neu kalibrieren zu müssen.

    Gruß Micha

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    • 13. Juli 2026 um 20:01
    • #15

    Moin Micha,

    ich dachte das Hochladen von Schaltplänen sei im Forum Verboten?

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    • 13. Juli 2026 um 21:45
    • #16

    Schaltplanausschnitt

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
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    • 13. Juli 2026 um 22:36
    • #17

    so ;)

    der trift auch so zu wie da beschrieben und ja ich weiß Renault Stomlaufpläne waren schon zu meinerzeit ein Grauen. Ich hatte in Brühl damals an den ersten E-Schulungen vom Laguna Teilgenommen, naja. Wer die Deutschen kennt ... ;)

    lg

    Frank

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