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  1. Renaultforum.net
  2. Renault Megane
  3. Renault-Megane-Elektronik

Motor dreht, aber gibt Zündung oder Einspritzung nicht frei

  • Skore1990
  • 31. Mai 2026 um 19:29
  • Skore1990
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    • 31. Mai 2026 um 19:29
    • #1

    Guten Tag zusammen! Ich habe ein Problem mit meinem Megane von 2000. Scheinbar stimmt irgendwas mit der Elektrik nicht.

    Der Motor lässt sich des öfteren nicht starten und orgelt dann nur durch. Es wirkt so, als wenn entweder die Zündung oder die Einspritzung nicht freigegeben wird. Manchmal muss man den Startversuch 5-10x wiederholen, bis er dann mal final startet. An anderen Tagen springt er dann sofort an, ohne diese Probleme.

    Gemacht wurde bisher folgendes: Schlüsselbatterie ausgetauscht, Autobatterie wurde erneuert, Zündkerzen und Zündspulen wurden erneuert, Fahrzeug wurde mehrfach ausgelesen -> keine Fehler hinterlegt.

    Die Wegfahrsperre wirkt vom Verhalten erstmal normal und auch das Blinken im Tacho verhält sich so wie es wohl sein soll. Er lässt sich auch ganz normal mit dem Funkschlüssel auf- und zu schließen.

    Beim Einschalten der Zündung hört man auch immer die Spritpumpe anspringen.


    Frage: Woran kann das liegen und könnt es ggf. doch mit der Wegfahrsperre zusammenhängen, auch wenn diese erstmal unauffällig wirkt?

    Was könnte es sonst sein? Relais? Spannungen am Steuergerät? Sensoren?


    Bin über jede Hilfe und Tipp dankbar =)

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  • nordinvent
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    • 31. Mai 2026 um 22:20
    • #2

    Hallo Skore,

    willkommen im Forum.

    Zu 76,34 % aller Fälle reicht es den Nockenwellensensor zu ersetzen.

    In diesem alter ganz normaler Verschleiß, die Kabel sind alt und spröde,

    Gruß Micha

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
    ☕ Kaffeekasse: 1 € Spenden – Danke!

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  • Skore1990
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    • 31. Mai 2026 um 22:45
    • #3

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Den Sensor habe ich bestellt und der kommt kommende Woche an. Werde mich melden ob es daran gelegen hat.

    Kommt man da ohne Hebebühne dran? Vermutlich sitzt er von oben am Schwungrad oder?


    Danke

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  • nordinvent
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    • 31. Mai 2026 um 22:54
    • #4

    Skore,

    beim Renault Mégane I kommt es auf den Motor an, aber bei den meisten Benzinmotoren (1.4 16V, 1.6 16V, 1.8 16V, 2.0 16V) sitzt der Nockenwellensensor:

    https://images.openai.com/static-rsc-4/XCdTM21kHqgjPslzNneKQP5GihzZF3eDm0zHRbn34ha5D1AIR22fvqrO0qvl0-pilEbEY1-CJHtiS91HtIY4QVZeL5Wg3FeS8W-h8BK7Y__BWVA4kmYrFd5GHSvLJNrZwYq0Ri7C3OIWLfKhvxNj8O9TW_c7IBkcMxNLrkZpAFLKWRkFc-NT0Mh7iQu2POLx?purpose=fullsize

    https://images.openai.com/static-rsc-4/MpZ0TDA2AxgDOItOLYtQkZte9Qooyf0WlG53TAfsUdRrLpsc_fvnsYtLrU_hFCMCmALW-MmVTsq9tQ54b-reM0LpSKxMON7tmocZSFR4VXUolqTaD36NRHlcgf3TSrSKGzgfGa9regbjW9WLEhI6ZG-J3AeCcQMp_oGnb6HfcHPZKefW4U2ahMQsNj0tcTd2?purpose=fullsize

    https://images.openai.com/static-rsc-4/QtkK0juVCDBlIFbRwJGOdeFWLLTlSZzuvMAbSnUbF_lOm-UySlURN-pIJdQ_F3ifPAXlfLVnwHSNTk3jZivL0a51jLNmEaRQIEunVDDx7Y_wSL_TbBrOgsP3qy4B8dipFBrmxHrUEOoyFaCrB4Prrc28QAW2G_kKp-YnoUi9wxLKRIWiCBAtC-vTsdFUJZVq?purpose=fullsize

    6

    • Oben am Zylinderkopf auf der Zahnriemenseite.
    • Direkt neben bzw. vor dem Nockenwellenrad.
    • Befestigt mit einer einzelnen Schraube.
    • Er hat einen 2- oder 3-poligen Stecker.

    Bei den häufigen 16V-Motoren (K4J/K4M) schaut man von vorne in den Motorraum:

    • Zahnriemenseite = rechte Fahrzeugseite.
    • Sensor sitzt oben am Zylinderkopf unter der Kunststoffabdeckung.

    Gruß Micha

    Wenn mein Tipp den Fehler schneller fand als die Werkstatt: 😄
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  • Skore1990
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    • 31. Mai 2026 um 22:58
    • #5

    Super und tausend Dank :)

    Ich werde berichten! Schönen Abend und guten Start in die neue Woche.

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  • Skore1990
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    • 4. Juni 2026 um 18:50
    • #6

    Sensor wurde getauscht und der Motor springt wieder sofort an, wie es soll! Danke nochmals. =)

    Weitere Frage: Die Drehzahl schwankt teilweise stark und er geht manchmal auch an der Ampel aus. Vermutlich wird das dann mit der Drosselklappe zusammenhängen, denke ich. Werde diese Mal reinigen und dann schauen wie es ist. Gibt es da auch irgendwas bekanntes?

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  • nordinvent
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    • 5. Juni 2026 um 23:01
    • #7

    Skore,

    Gute Diagnose Richtung Drosselklappe – das passt bei deinem Renault Mégane I tatsächlich sehr gut zu den Symptomen (Schwankende Leerlaufdrehzahl + Absterben an der Ampel).

    Häufige Ursachen bei deinem Motorbild (typisch Renault Benziner um 2000)

    1) Drosselklappe verschmutzt (sehr häufig)

    • Ölnebel + Kurbelgehäuseentlüftung setzen die Klappe zu
    • Leerlaufregelung „verklebt“
    • Ergebnis: Drehzahl pendelt oder Motor geht beim Auskuppeln aus

    👉 Reinigung bringt oft deutlich was
    Wichtig:

    • Drosselklappe komplett ausbauen (nicht nur Spray rein)
    • Klappenrand + Leerlaufkanäle sauber machen
    • Danach ggf. Leerlauf neu anlernen (siehe unten)

    2) Leerlaufsteller / Schrittmotor (falls vorhanden)

    Bei vielen Megane I sitzt der Leerlaufregler direkt an/auf der Drosselklappe:

    • verkokt
    • schwergängig
    • regelt dann „über“

    👉 Wenn Reinigung nichts bringt → oft der nächste Kandidat


    3) Falschluft (sehr typisch!)

    Sehr oft übersehen:

    • poröse Unterdruckschläuche
    • Ansaugkrümmerdichtung
    • Schlauch Kurbelgehäuseentlüftung

    👉 Symptome:

    • Drehzahl schwankt besonders warm
    • Motor geht beim Bremsen/auskuppeln aus

    4) Drosselklappen-Potentiometer

    • liefert falsche Lastsignale
    • Steuergerät „sucht“ Leerlauf

    👉 eher wenn Reinigung nichts bringt und alles andere ok ist


    5) Kühlmitteltemperatursensor

    • wenn falsche Werte kommen → falsches Gemisch im Leerlauf
    • führt zu „sägendem“ Leerlauf nach Kaltstart

    Nach Drosselklappenreinigung wichtig

    Beim Mégane I hilft oft ein einfaches Relearn:

    • Zündung an (ohne Starten) 30–60 Sek.
    • Zündung aus
    • starten ohne Gas
    • Motor im Leerlauf 5–10 Min laufen lassen (ohne Verbraucher)

      Gruß Micha

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  • Skore1990
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    • 13. Juni 2026 um 19:42
    • #8

    Vielen Dank nochmals für die Hilfe.

    Der Wagen startet zumindest seit dem Tausch vom Kurbelwellensensor einwandfrei.

    Allerdings verhält er sich weiterhin katastrophal. Er Startet und läuft die ersten Sekunden etwas unrund. Danach geht er bis auf 4000umin hoch und bleibt dort für ca. 5 Sekunden. Danach fällt die Drehzahl ab und pendelt irgendwo zwischen 2000 und 3500 umin wild umher. Kaum fahrbar.


    Was habe ich getahn?

    Ich habe die Drosselklappe ausgebaut und gereinigt (war nur ganz leicht dreckig)

    Habe den Leerlaufsteller kontrolliert, welcher aber unauffällig wirkt. Habe dennoch einen neuen getestet, bringt aber keine Änderung.

    Das Drosselklappenpoti habe ich gemessen, arbeitet im vorgesehenen K Ohm Wert und wirkt auch funktionstüchtig.

    Des Weiteren habe ich die Ansaugbrücke dann komplett demontiert und neu abgedichtet. Alle Leitungen und Schläuche konteolliert.. Es sind keine Risse oder Falschluft Zufuhren auffindbar.

    Habe dann mal ohne Sensoren getestet und diese nach und nach abgezogen um in den Notlauf zu gelangen.. keine Änderung. Motor bleibt davon unbeeindruckt.


    Der MAP Sensor hingegen ist jetzt in meinem engeren Verdacht gerutscht.

    Wenn dieser abgezogen wird, läuft der Wagen sofort anders. Er dreht nicht mehr hoch, sondern läuft nur auf minimaler Drehzahl und geht wieder aus wenn man kein Gas gibt. Das ist auch der Grund wieso ich Falschluft jetzt erstmal ausschließe. Wenn man leicht Gas gibt, dreht der Motor auch hoch, allerdings wackelt und ruckelt dieser selbstverständlich sehr stark.

    Werde diesen jetzt erstmal gegen einen neuen tauschen und dann berichten.


    Ist dieses Verhalten mit der hohem Drehzahl und dem Zusammenhang des MAP Sensors bekannt?

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  • nordinvent
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    • 13. Juni 2026 um 21:59
    • #9

    Skore,

    Das Fehlerbild ist tatsächlich sehr interessant – und deine bisherige Fehlersuche ist schon ziemlich systematisch. Bei einem Mégane I um 2000 mit einem der üblichen Benziner klingt das nicht mehr nach klassischer verdreckter Drosselklappe.

    Was besonders auffällt:

    • Start → kurz unrund
    • dann 4000 U/min für mehrere Sekunden
    • danach wildes Pendeln 2000–3500 U/min
    • Abziehen von Sensoren bringt kaum Reaktion
    • MAP-Sensor abziehen verändert das Verhalten deutlich

    Das spricht ziemlich stark für ein Problem in der Last-/Saugrohrdruckerfassung oder Leerlaufregelung.

    MAP-Sensor: sehr guter Verdacht

    Der MAP-Sensor (Saugrohrdrucksensor) ist beim Renault sehr wichtig für:

    • Einspritzmenge
    • Zündwinkel
    • Leerlaufregelung

    Wenn er falsche Werte liefert (z. B. meldet dauerhaft zu hohen Unterdruck oder falschen Druck), kann das Steuergerät versuchen gegenzuregeln → genau solche „Säge“-Effekte.

    Ein defekter MAP muss übrigens nicht zwingend einen Fehlercode setzen.

    Ich würde ihn nicht nur elektrisch prüfen, sondern:

    1. Spannung messen
    Typisch:

    • Zündung an, Motor aus → etwa Richtung Umgebungsdruck (ca. 4–5 V)
    • Motor im Leerlauf → deutlich niedriger (oft grob 1–2 V, je nach Motor)

    Wenn die Spannung festhängt oder springt → verdächtig.

    2. Unterdruckanschluss prüfen
    Falls dein Modell einen MAP mit Schlauch hat:

    • Schlauch abziehen
    • auf Öl, Risse, Verstopfung prüfen
    • auch die kleine Anschlussbohrung am Ansaugkrümmer prüfen

    Ein zugesetzter MAP-Kanal kann fast genauso wirken.


    Ein weiterer Punkt, der zu deinem "dreht auf 4000" passt:

    Drosselklappen-Grundeinstellung / Adaption

    Wenn die Batterie ab war oder die Drosselklappe abgesteckt wurde, können manche Renault-Steuergeräte die Leerlaufposition verlieren.

    Versuch mal:

    1. Batterie für ca. 15 Minuten abklemmen
    2. wieder anklemmen
    3. Zündung an, nicht starten, 30 Sekunden warten
    4. Zündung aus
    5. Start ohne Gas
    6. 10 Minuten laufen lassen

    Was ich als nächstes prüfen würde (Reihenfolge)

    1. MAP-Sensor (tauschen oder mit Messwerten prüfen)
    2. MAP-Stecker/Kabel (Kontaktproblem, Kabelbruch)
    3. Drosselklappenstellung im Live-Datenwert (nicht nur Widerstand messen)
    4. Kurbelwellensensor-Signal (wenn es auch mit Drehzahlerfassung spinnt)
    5. Kühlmitteltemperatursensor

    Eine Sache würde mich noch interessieren:
    Welcher Motor ist es genau? (1.4 16V, 1.6 16V, 2.0 16V?)
    Und: Ist die Drosselklappe bei deinem Modell mechanisch mit Gaszug oder schon elektrisch (ohne Gaszug)? Das ändert die Richtung ziemlich.

    Gruß Micha

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  • Skore1990
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    • 14. Juni 2026 um 10:08
    • #10

    Es wird definitiv nicht nur die Drosselklappe sein bzw. überhaupt nicht. Auch wenn ich Falschluft gerade ausschließe, lässt mich der Gedanke dennoch nicht los. Das Hochdrehen gerade zu Beginn ist halt merkwürdig und spricht eingentlich massiv für Falschluft.

    Ich werde später definitiv nochmal die Drosselklappe anlernen und dann auch nochmal die Luft vor der Drosselklappe zu machen und auch die Unterdruckleitungen zum Bremskraftverstärker schließen. Normalerweise sollte der Motor dann ja nahezu absterben, wenn er nicht mehr an Luft kommt.

    Die Spannungen werde ich dann auch mal angehen und messen.

    An Live Daten komme ich gerade leider nicht ran, da ich keinen passenden OBD adapter habe, außer einen von RossTech.. weiß nicht, ob der funktioniert.

    Kühlmittelsensor scheint grundsätzlich zu funktionieren, da auch das Tacho die Werte sauber anzeigt und sofort der Lüfter anspringt, wenn man den Stecker vom Sensor zieht.


    Ich berichte weiter.

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  • Skore1990
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    • 15. Juni 2026 um 17:05
    • #11

    Feedback. Es war der MAP-Sensor (Saugrohrdrucksensor) des Motors.

    Dieser wurde heute getauscht und der Wagen springt mit 1200-1500umin an und geht dann nach kurzer Zeit auf seine 600-700umin.

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