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  3. nordinvent

Beiträge von nordinvent

  • Gelegenheit, mein Verlust ist Dein Gewinn

    • nordinvent
    • 30. März 2026 um 10:39

    Schade du servierst hier alte Bilder, eine unangemessene Preisvorstellung. Wann wurden die Hinter Achslager das letzte mal erneuert ? Das ist in diesem Zustand ein Bastlerauto, 900-1200 Euro, mit TÜV 1800 Euro (ohne Rost).

    Für deinen genannten Preis ohne TÜV ? ein ganz schlechter Witz, egal was du angeblich investierst hast. Ich kenne dieses Fahrzeug sehr gut.

    :thumbdown:Ich rate unter diesen Umständen davon ab.:thumbdown:

  • 5 Injektoren defekt in 34 Monaten,1 mal Steuergerät

    • nordinvent
    • 30. März 2026 um 00:25

    :)

  • 5 Injektoren defekt in 34 Monaten,1 mal Steuergerät

    • nordinvent
    • 30. März 2026 um 00:02

    Muddy,

    nein du hast da sehr wahrscheinlich nicht unbedingt etwas übersehen.

    Bei Renault laufen diese Warnungen oft zusammen, obwohl die eigentliche Ursache woanders sitzt. Im Handbuch zum Kangoo steht:

    • Ein echter ESC-Fehler wird normalerweise mit einer Meldung wie „WARNING: Check ESC“ angezeigt; dann sind ESC und Traktionskontrolle deaktiviert.
    • Gleichzeitig greift die Traktionskontrolle direkt in die Motorleistung ein, um Schlupf zu begrenzen. Das heißt: Wenn der Motor bzw. das Einspritzsystem spinnt, kann das ESC/ASR-Thema als Folgefehler oder Begleitwarnung auftauchen.
    • Renault beschreibt außerdem die allgemeine Stop-/Warnlogik so, dass Warnlicht, Piepton und Meldung zusammen auftreten können; bei „Engine Failure Risk“ nennt Renault ausdrücklich Einspritzfehler als Ursache.

    Meine Einschätzung dazu:
    Der Injektor-/Einspritzfehler kann sehr gut das Primärproblem sein, und die ESC-Anzeige war dann eher Begleitmusik als die eigentliche Wurzel.
    Entscheidend ist, ob im ABS/ESC-Steuergerät zusätzliche eigene Fehlercodes gespeichert waren. Genau das würde ich am Dienstag in Lippstadt gezielt fragen.

    Frag dort möglichst so:

    • „Waren bei den Pannen nur Motor-/Einspritzfehler gespeichert oder auch ABS/ESC-Fehler?“
    • „Können Sie mir die genauen Fehlercodes mit Freeze-Frame ausdrucken?“
    • „Gab es Einträge zu Raddrehzahlsensor, Bremslichtschalter, ABS-Block, Lenkwinkelsensor oder nur Einspritzung/Raildruck/Injektor?“
    • „War die ESC-Meldung Ursache oder nur Folge einer Motorstörung / Notlauf-Situation?“

    Für dich privat zum Mitlesen würde ich keinen ganz billigen ELM327-Klon nehmen. Bei deinem Fall brauchst du eher etwas, das Live-Daten stabil kann und im besten Fall auch markenspezifisch mehr sieht.

    Meine Empfehlung in deinem Fall wäre so:

    Am sinnvollsten für dich

    • iCarsoft RT V2 oder iCarsoft FR V2.0: beide sind klar auf Renault/Dacia bzw. französische Marken zugeschnitten und liegen aktuell ungefähr bei 160–170 €.
    • Das passt gut, wenn du ohne Handy direkt am Auto arbeiten willst.

    Beste Kombination aus Preis und Alltag

    • OBDLink MX+: aktuell etwa 139–149 €, mit sehr guten Bewertungen.
    • Damit plus einer guten App hast du oft die angenehmste Lösung für Live-Daten während der Fahrt.

    Wenn es günstiger sein soll

    • vLinker MC+: rund 51 € und ebenfalls gut bewertet.
    • Autel AP200: etwa 80 €, App-basiert und als Einstieg okay.

    Wenn du ein richtiges Handgerät willst

    • LAUNCH CRP 129 EVO: ca. 150 € und für viele Hobbyschrauber ein guter Mittelweg.
    • Autel MaxiCOM MK900: deutlich teurer, eher Richtung semiprofessionell.

    Für deinen Kangoo mit wiederkehrenden Pannen würde ich persönlich so wählen:

    • Bluetooth + Handy: OBDLink MX+
    • eigenständiges Gerät: iCarsoft RT V2 oder LAUNCH CRP129 EVO

    Worauf du beim Scanner achten solltest:

    • Motor + ABS/ESP + Airbag lesen können
    • Live-Daten
    • Fehler löschen
    • möglichst markenspezifische Renault-Daten
    • ideal: Aufzeichnung während der Fahrt

    Für deinen Werkstatttermin wären die wichtigsten Live-Werte später:

    • Raildruck Soll/Ist
    • Injektorkorrekturwerte
    • Motordrehzahl beim Ausfall
    • Batteriespannung
    • gegebenenfalls Raddrehzahlen / Bremslichtschalterstatus, falls doch ESC beteiligt ist

      Gruß Micha

  • Abgas System prüfen

    • nordinvent
    • 28. März 2026 um 10:39

    Daniel,

    Dass Lambdasonde, AGR-Kühler und AGR-Ventil schon neu sind, heißt leider noch nicht, dass die eigentliche Ursache weg ist. Beim Espace V 1.6 dCi 160 (R9M) taucht die Meldung „Abgassystem prüfen“ in der Praxis auch dann noch auf, wenn am Ende eher DPF/Differenzdrucksensor, Leitungen/Stecker/Kabelbaum, Abgasleck vor/nach dem Sensor oder ein Problem mit der Regeneration dahintersteckt. In Foren zu genau diesem Modell wurden trotz Tausch von Lambdasonde/AGR später sogar DPF, Kabelstrang oder der Differenzdrucksensor als eigentliche Baustelle diskutiert.

    Am ehesten würde ich in dieser Reihenfolge prüfen:

    1. Exakten Fehlercode auslesen
      Nicht nur „Lambda defekt“, sondern den genauen DTC mit Beschreibung und am besten Freeze-Frame/Livedaten. Ein allgemeines Auslesen beim ÖAMTC zeigt oft nur das betroffene System, nicht sicher das kaputte Teil. Ohne DTC stochert man hier schnell im Nebel. Fälle mit derselben Meldung endeten beim Espace bereits in ganz anderen Bereichen als der Sonde selbst.
    2. DPF-Differenzdrucksensor + beide Druckschläuche prüfen
      Der Sensor überwacht den Druckabfall am Partikelfilter und ist zentral für Regeneration und DPF-Überwachung. Wenn der Sensor falsche Werte liefert oder ein Schlauch zugesetzt/rissig ist, kommt schnell „Abgassystem prüfen“, obwohl Lambdasonde und AGR neu sind. Beim Espace 1.6 dCi wird genau dieser Sensor als typischer Kandidat genannt.
    3. Abgasanlage auf Undichtigkeit prüfen
      Schon ein kleines Leck vor der Sonde oder im Bereich der Abgasnachbehandlung kann die Messung verfälschen. Technische Diagnosequellen weisen ausdrücklich darauf hin, dass Undichtigkeiten die Lambdasondenwerte beeinflussen können und dadurch ein „Sondenfehler“ nur vorgeschoben sein kann.
    4. Stecker/Kabelbaum der Sonde und Sensoren prüfen
      Gerade wenn Teile bereits erneuert wurden, sind Steckverbindungen, Kabelbruch, Übergangswiderstand oder Kontaktprobleme sehr realistisch. Beim Espace-Fall von Motor-Talk wurde von Renault sogar der Motorkabelstrang mit in den Verdacht genommen.
    5. DPF-Beladung / Regeneration prüfen
      Wenn der DPF voll ist oder die Regeneration nicht sauber läuft, kann ebenfalls diese Meldung kommen. Typisch wären dann oft erhöhter Verbrauch, gelegentlich Leistungsverlust oder häufige Regenerationsversuche.
    6. Prüfen, ob wirklich die richtige Sonde verbaut wurde
      Für den R9M gibt es je nach Position unterschiedliche Sonden. Für den Espace 1.6 dCi werden im Teilehandel unterschiedliche Lambdasonden nach Einbauposition geführt; eine falsche Sonde oder falsche Zuordnung kann ebenfalls Ärger machen.

    Mein Verdacht nach deiner Beschreibung:
    Wenn AGR-Kühler, AGR-Ventil und Lambdasonde neu sind und die Meldung weiterkommt, würde ich zuerst nicht wieder Teile tauschen, sondern sehr gezielt auf
    DPF-Differenzdrucksensor + Schläuche,
    Abgasleck,
    Stecker/Kabelbaum,
    tatsächliche DPF-Beladung / Regenerationsproblem gehen. Das ist in deinem Fall wahrscheinlicher als noch einmal blind die Lambdasonde zu verdächtigen.

    Was du der Werkstatt konkret sagen kannst:
    „Bitte nicht nur Fehler löschen und Teile tauschen, sondern genauen DTC mit Freeze-Frame, Livedaten von Lambda und Differenzdrucksensor, DPF-Beladung/Aschemasse, Schlauchprüfung Differenzdrucksensor, Abgasanlage auf Leck, Stecker/Kabelbaumprüfung.“

    Am hilfreichsten wäre jetzt der genaue Fehlercode vom Auslesen, zum Beispiel so etwas wie Pxxxx / DFxxx. Dann kann man ziemlich genau eingrenzen, ob es eher Sonde, DPF, Drucksensor, Regeneration oder Verkabelung ist.

    Gruß Micha

    p.s. je umfangreicher und detaillierte du deine Angaben machst je wahrscheinlicher ist die Lösung zu finden. Deine Texte sind ziemlich karg.

  • Abgas System prüfen

    • nordinvent
    • 27. März 2026 um 22:09

    kleiner Hinweis vorab 😊
    Damit man hier sinnvoll helfen kann, braucht es konkrete Fahrzeugdaten. Ohne Angaben wie Modell, Baujahr, Motorisierung, TSN/HSN bzw. ADZ, Getriebeart usw. ist jede Antwort leider eher Glaskugel-Lesen🔮.

    Renault verbaut selbst im gleichen Baujahr oft unterschiedliche Motoren, Steuergeräte, Sensoren und Kabelbäume – eine pauschale Antwort gibt es daher fast nie.

    👉 Je genauer die Angaben, desto schneller und gezielter kann geholfen werden.
    Am besten direkt im ersten Beitrag nennen:

    • Modell / Baureihe
    • Baujahr
    • Motor (z. B. 1.2 16V D4F)
    • TSN/HSN oder ADZ
    • Benzin/Diesel, Schalter/Automatik
    • ggf. Fehlermeldungen / Fehlercodes

    Danke fürs Mithelfen – das spart Zeit, Nerven und unnötige Rückfragen 👍

    Gruß Micha

  • Gelegenheit, mein Verlust ist Dein Gewinn

    • nordinvent
    • 26. März 2026 um 22:33

    EchteWerte,

    was stellst du dir vor €, konkret. Bilder wären nachdem Preis auch ok.

    Gruß Micha

  • Fehlermeldungen, die keine Fehlerursache haben

    • nordinvent
    • 26. März 2026 um 21:58

    Capgo,

    Ja – genau solche „Geistermeldungen“ werden beim Captur II durchaus berichtet.

    Vor allem die Kombination aus Reifendruck-/RDKS-Hinweisen, „Frontradar prüfen“ und weiteren Assistenz-/Bremsmeldungen, die nach Zündung aus/ein wieder verschwinden, taucht in Captur-Foren mehrfach auf. Bei frühen Captur-II-Baujahren wurde außerdem wiederholt berichtet, dass Renault dafür ein Softwareupdate als Lösung vorgesehen hatte; in mehreren Beiträgen wird dafür die ACTIS-Nummer 60713 genannt.

    Wichtig ist: Dass die Meldungen nach Neustart weg sind, heißt nicht automatisch, dass „nichts“ war. Es spricht aber oft eher für ein Elektronik-/Kommunikations-/Plausibilitätsproblem als für gleichzeitig echte Defekte an Bremse, Radar und Reifen. Beim Captur arbeitet die Reifendrucküberwachung indirekt über die Raddrehzahlen; Renault beschreibt das System ausdrücklich so. Dadurch kann ein Problem im ABS-/Raddrehzahl-Umfeld auch Reifendruckmeldungen nach sich ziehen.

    Zum Frontradar sagt Renault selbst, dass Meldungen wie „Frontradar keine Sicht“ bzw. „Frontradar prüfen“ auftreten können, wenn der Sensor verdeckt ist oder das Signal gestört ist; wenn die Meldung nach Neustart nicht weg ist, soll die Werkstatt ran. Das passt zu deinem Bild nur teilweise: Bei dir verschwindet es zwar immer wieder, aber die Wiederkehr zeigt trotzdem, dass etwas im System nicht sauber läuft.

    Meine Einschätzung in der Praxis:
    Am wahrscheinlichsten sind beim Captur II diese vier Gruppen:

    1. Software-/Kalibrierungsproblem
      Gerade bei frühen 2020er Fahrzeugen sehr naheliegend, weil das Reifendruck-Thema mit Update mehrfach als „bekannt“ beschrieben wurde.
    2. ABS-/Raddrehzahlsignal bzw. indirektes RDKS
      Weil das RDKS über Raddrehzahlen rechnet, kann ein Signalproblem dort mehrere Folgefehler erzeugen.
    3. Radar/Kamera/Sensorik kurzfristig gestört
      Schmutz, Nässe, Kondensat oder eine empfindliche Sensorik können Radarfehler triggern; in Nutzerberichten tauchen Regen/Nässe und lose bzw. ersetzte Leitungen als Ursache auf.
    4. Spannungsversorgung / 12-V-Batterie / Kontaktproblem
      Wenn viele unzusammenhängende Warnungen gleichzeitig aufpoppen, ist Unterspannung oder ein Kontakt-/Leitungsproblem ein klassischer Verdächtiger. Dafür habe ich beim Captur keine offizielle Renault-Quelle gefunden, aber es wird in Nutzerberichten und Technikforen immer wieder als erster Prüfpunkt genannt.

    Was ich an deiner Stelle der Werkstatt ganz konkret sagen würde:

    „Bitte nicht nur Fehlerspeicher löschen. Ich möchte

    • alle historischen Fehler mit Zeitstempel/Freeze-Frame,
    • den Batteriezustand und die Bordspannung unter Last,
    • ABS/ESC-Steuergerät auf Raddrehzahlsensor-Plausibilität,
    • Radar/Kamera auf Kalibrierung, Sichtfeld und Steckverbindungen,
    • sowie prüfen, ob für mein Fahrzeug Software-/ACTIS-Maßnahmen offen sind, insbesondere zum RDKS.“

    Das ist aus meiner Sicht der entscheidende Punkt: Nicht symptomatisch löschen, sondern das auslösende Steuergerät identifizieren. Bei solchen Kaskaden ist oft nur ein Ursprungsfehler da, der die anderen Meldungen nachzieht.

    Deine Kritik an der Logik ist übrigens nachvollziehbar. Sicherheitsrelevante Systeme sollten nicht mit beliebigen Sammelmeldungen um sich werfen. Renault selbst beschreibt die Warnmeldungen zwar als echte Systemhinweise, aber aus den Berichten wird klar, dass es beim Captur II Fälle gibt, in denen die Anzeige eher „Panik auf dem Bus“ als einen realen Mehrfachdefekt abbildet.

    Mein Fazit:
    Nein, du bist mit dem Verhalten nicht allein.
    Ja, das ist beim Captur II in ähnlicher Form bekannt.
    Am ehesten würde ich zuerst auf Softwarestand, 12-V-Versorgung und ABS/Raddrehzahlsignale schauen, erst danach auf echte Brems- oder Radarhardware.

    Gruß Micha

  • Renault Modus startet nicht mehr nach Schlüsselprogrammierung – Wegfahrsperre aktiv

    • nordinvent
    • 24. März 2026 um 12:54

    ogeen,

    ja, so etwas kann man in der Regel sauber reparieren, ohne die Wegfahrsperre zu deaktivieren.

    Nach deinem Fehlerbild ist am ehesten nicht der Funkschlüssel selbst das Hauptproblem, sondern die Startfreigabe zwischen Schlüssel/UCH/Motorsteuergerät. Dass die Zentralverriegelung mit beiden Schlüsseln noch funktioniert, aber die Wegfahrsperre dauerhaft leuchtet und der Starter gesperrt bleibt, passt gut zu einer verlorenen oder beschädigten Immobilizer-Anpassung. Renault selbst beschreibt, dass Schlüssel am Fahrzeug synchronisiert werden müssen, und spezialisierte Renault-Tools wie ABRITES sehen ausdrücklich Funktionen für UCH-Erneuerung/Anpassung mit VIN und PIN vor.

    Wer das zuverlässig machen kann:

    1. Renault-Vertragspartner mit CLIP
      Das ist der sauberste erste Weg, weil dort die originale Renault-Diagnose genutzt wird. In Villingen-Schwenningen finde ich z. B. Emil Frey Sehner Automobile, Neuffenstr. 7, 78056 Villingen-Schwenningen, sowie allgemein die offizielle Renault-Händlersuche.
    2. Spezialisierte Autoschlüssel-/Steuergerätebetriebe, die ausdrücklich UCH/ECU-Anpassung, EEPROM/Bench-Arbeit und Renault Immo-Reparatur machen
      Dafür habe ich u. a. gefunden:

    Am wahrscheinlichsten erfolgreich ist ein Betrieb, der nicht nur OBD-Schlüssel anlernt, sondern auch UCH und Motorsteuergerät auf dem Tisch lesen/anpassen kann. Dass IM608 und Zed-Full schon gescheitert sind, spricht dafür, dass ein normaler “Schlüsseldienst mit Standardprozedur” hier eher nicht reicht.

    Worauf du beim Telefonat bestehen solltest:
    „Ich möchte kein Immo off, sondern korrekte Instandsetzung. Können Sie bei Renault UCH und Motorsteuergerät synchronisieren/anpassen, notfalls per EEPROM/Bench, und danach alle Schlüssel sauber neu anlernen?“
    Wenn darauf nur ausweichend reagiert wird, würde ich den Betrieb meiden.

    Sinnvolle Reihenfolge:

    • Zuerst Renault-Händler mit CLIP
    • Wenn der nur tauschen statt reparieren will: Renault-Immo-/UCH-Spezialist
    • Kein Immo-off, solange eine saubere Anpassung noch realistisch ist

    Was der Reparateur typischerweise prüfen muss:

    • ob die VIN/Immo-Daten in UCH und ECU noch zusammenpassen
    • ob die Schlüsseldaten im UCH beschädigt wurden
    • ob UCH/ECU neu synchronisiert oder eine Einheit virginisiert und wieder angelernt werden muss
    • danach alle vorhandenen Schlüssel in einem Durchgang neu anlernen

    Mein ehrlicher Eindruck:
    Das ist reparierbar, aber du brauchst jemanden, der Renault UCH/ECU wirklich kann – nicht bloß „Schlüssel kopieren“. Der Hinweis des Schlüsseldienstes auf verlorene Synchronisation zwischen UCH und Motorsteuergerät klingt in deinem Fall durchaus plausibel.

    Ja — im Raum Duisburg würde ich es so angehen:

    1. Zuerst Renault mit CLIP versuchen
    In Duisburg habe ich zwei offizielle Renault-Servicepartner gefunden:

    • Autohaus Fahnenbruck, Ruhrdeich 130, 47059 Duisburg
    • Autohaus Bernds, Konrad-Adenauer-Ring 25, 47167 Duisburg

    Für deinen Fall ist das der beste Start, weil dort die Chance am größten ist, dass UCH, Schlüssel und Motorsteuergerät mit Originaldiagnose wieder sauber zusammengeführt werden, statt nur ein weiterer Anlernversuch gemacht zu werden.

    2. Wenn Renault nicht weiterkommt: Spezialist in der Nähe
    Als brauchbare Anlaufstelle in der Nähe von Duisburg habe ich gefunden:

    • Schlüssel Jacobs in Krefeld-Uerdingen — laut eigener Leistungsbeschreibung machen sie Transponder-Programmierung für die Wegfahrsperre und Anlernen der Funkfernbedienung am Fahrzeug.
    • Repair First Oberhausen — die Seite nennt ausdrücklich Steuergeräte-Reparatur und führt Renault mit auf. Das ist eher interessant, wenn wirklich UCH/ECU-seitig gearbeitet werden muss und nicht nur am Schlüssel.

    3. Bei manchen Ruhrgebiets-Anbietern aufpassen
    Ich habe im Ruhrgebiet auch Anbieter gefunden, die mit Wegfahrsperren arbeiten, z. B. Ruhrgebiet Coding24. Die werben aber ausdrücklich auch mit „Wegfahrsperre deaktivieren“. Das ist für dich eher nur dann interessant, wenn sie dir vorab schriftlich bestätigen, dass sie zuerst eine saubere Reparatur / Synchronisation von UCH-ECU-Schlüssel versuchen und kein Immo-off machen.

    Für den Anruf würde ich genau so formulieren:

    Zitat

    „Renault Modus 2006. Nach Schlüsselprogrammierung mit Autel startet das Auto nicht mehr. Zentralverriegelung geht, Wegfahrsperre leuchtet dauerhaft, Starter gesperrt. Ich möchte kein Immo-off, sondern korrekte Reparatur. Können Sie UCH, Motorsteuergerät und Schlüssel synchronisieren bzw. anpassen, notfalls auf dem Tisch/EEPROM/Bench?“

    Woran du einen guten Betrieb erkennst:

    • Er redet nicht nur von „Schlüssel anlernen“
    • Er kennt die Begriffe UCH, Motorsteuergerät, Synchronisation
    • Er sagt dir, ob er Bench/EEPROM kann oder ob er nur OBD versucht
    • Er will idealerweise beide Schlüssel und möglichst den Fehlerspeicher sehen

    Meine Einschätzung für Duisburg:

    • Beste Reihenfolge: erst Fahnenbruck oder Bernds, danach Schlüssel Jacobs oder ein Steuergerätebetrieb wie Repair First Oberhausen.

      Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 23. März 2026 um 22:45

    Vermute ich richtig? du suchst die Federn ? deinem Text fehlt ein wichtiger Teil.

    Für deinen Laguna 3 GT 2.0 dCi 178 PS mit 4Control ist die wahrscheinlich richtige originale Vorderfeder: 540100062R.

  • 5 Injektoren defekt in 34 Monaten,1 mal Steuergerät

    • nordinvent
    • 22. März 2026 um 23:43

    Muddy,

    Ganz ehrlich: einen Injektor auf Verdacht mitzunehmen und unterwegs selbst zu tauschen ist bei deinem Kangoo eher keine sinnvolle Reisestrategie.

    Warum nicht:

    • Beim 1.5 dCi ist ein Injektor nicht wie ein Glühbirnenwechsel.
    • Er kann fest sitzen, die Kupferdichtung muss neu, der Sitz muss sauber sein.
    • Je nach System muss der Injektor angelernt/codiert werden.
    • Wenn die Ursache gar nicht der Injektor ist, stehst du trotzdem wieder.

    Also: ja, technisch machbar für geübte Schrauber daheim – aber nicht als realistische Pannenlösung auf Reise.

    Was mir bei deinem Fall viel mehr auffällt:

    • 47.930 km in 10 Jahren ist für einen Diesel extrem wenig.
    • ca. 4.800 km/Jahr plus Winter-Standzeit ist genau das Profil, bei dem Diesel oft Probleme machen.
    • Dazu kommen lange Reisen mit Volllast nach viel Standzeit – das ist für so ein Fahrzeug oft der Moment, wo Schwächen plötzlich hochkommen.

    Das riecht weniger nach „ein einzelner böser Injektor“, sondern eher nach einem Grundproblem im Kraftstoff-/Abgassystem oder in der Peripherie, das nie sauber gefunden wurde.

    Typische Kandidaten bei so einem Nutzungsprofil:

    • Injektoren mit Rücklaufproblem
    • Dieselfilter / Wasser / Schmutz im System
    • Luft im Kraftstoffsystem
    • schwache Vorförderung bzw. Undichtigkeiten
    • Raildrucksensor / Druckregelventil
    • Kurbelwellensensor / Nockenwellensensor
    • EGR-Probleme
    • DPF-Probleme durch zu wenig echte Langstrecke
    • Kontaktprobleme / Masse / Stecker, die nur sporadisch ausfallen

    Dieselpest würde ich bei deinem Text nicht automatisch als Hauptursache sehen. Die tritt eher bei längerer Lagerung von Diesel, Feuchtigkeit im Tank und wirklicher mikrobieller Belastung auf. Ein Additiv allein behebt so etwas oft nicht, wenn der Tank bzw. das System schon belastet ist.

    Was ich an deiner Stelle machen würde, damit du wieder ruhiger fahren kannst:

    1. Keine Teile mehr auf Verdacht wechseln

    Nach 5 Pannen und fast 5800 € Eigenkosten wäre für mich Schluss mit:

    • „wir probieren mal das“
    • „könnte der Injektor sein“
    • „fahren Sie erstmal weiter“

    Du brauchst eine saubere Fehlerstrategie, nicht mehr Einzelreparaturen ins Blaue.

    2. Vor der nächsten Reise: gezielte Diesel-Diagnose

    Nicht nur Fehlerspeicher lesen, sondern gezielt prüfen lassen:

    • Injektor-Rücklaufmengentest
    • Raildruck Soll/Ist beim Starten, Leerlauf und unter Last
    • Dieselfilter erneuern und alten Filterinhalt auf Wasser/Schmutz prüfen
    • Kraftstoffleitungen auf Luftblasen / Undichtigkeiten
    • Tank auf Verunreinigung
    • EGR und DPF-Beladung
    • Kurbelwellensensor-Signal, wenn der Wagen abrupt abstirbt
    • Batterie/Ladespannung/Masseverbindungen, weil Unterspannung moderne Diesel ebenfalls verrückt machen kann

    Wichtig ist: nicht nur „Fehlerspeicher ohne Befund“, sondern Messwerte während des Problems oder unter vergleichbaren Bedingungen.

    3. Werkstatt nur noch mit klarem Auftrag

    Ich würde schriftlich sagen:

    Zitat

    Bitte keine weiteren Teile auf Verdacht tauschen.
    Ich möchte eine systematische Diagnose der Ursache für die wiederholten Ausfälle, insbesondere Kraftstoffversorgung, Injektor-Rücklauf, Raildruck, Sensorik und DPF/EGR.
    Bitte die Messergebnisse dokumentieren.

    Damit zwingst du die Werkstatt eher zu echter Diagnose.

    4. Das Nutzungsprofil ehrlich bewerten

    Für wenig Kilometer, viel Standzeit, Camping, Zuverlässigkeit fern von zuhause ist ein Diesel oft einfach die falsche Wahl.
    Das ist unangenehm, gerade weil du ausgebaut hast. Aber:

    • Wenn sogar deine Partnerin nicht mehr mitfahren will,
    • ihr schon mehrfach beladen liegen geblieben seid,
    • und du vor jeder Reise Angst hast,

    dann ist das Auto als Reisefahrzeug im Kern seinen Zweck nicht mehr wert, selbst wenn man es noch irgendwie am Leben hält.

    5. Wenn du ihn behalten willst: erst Vertrauen wieder aufbauen

    Bevor wieder eine 5–6 Wochen Reise ansteht:

    • erst mehrere kurze Testfahrten
    • dann Tagesausflug
    • dann Wochenende
    • erst danach große Tour

    Nicht direkt wieder vollbeladen auf Langreise.

    6. Für die Reise lieber das mitnehmen:

    Sinnvoller als ein Injektor:

    • OBD-Diagnosegerät
    • Starthilfepack
    • neuer Dieselfilter
    • Basiswerkzeug
    • Pannendienst plus Werkstattliste entlang der Route

    Aber auch das ersetzt keine saubere Ursachenfindung.

    Meine ehrliche Einschätzung

    Ein einzelner Injektor kann zwar Ärger machen.
    Aber bei deiner Geschichte würde ich nicht glauben, dass „einen Ersatzinjektor mitnehmen“ das Problem löst.
    Das wirkt eher wie ein Fahrzeug, bei dem die eigentliche Ursache nie sauber gefunden wurde.

    Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 22. März 2026 um 07:44

    DBSveny,

    Meine Einschätzung: Originalfedern sind die sicherste Lösung

    Wenn dein Ziel ist, das Auto möglichst sicher wieder in den früheren, fehlerfreien Zustand zu bringen, dann würde ich zuerst Originalfedern bzw. nachweislich OE-identische GT-Federn nehmen.

    schönen Sonntag, Micha.

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 21. März 2026 um 23:21

    Deine Argumentation ist in sich schlüssig, aber sie ist an zwei Stellen zu absolut.

    Was sich online gut stützen lässt:

    • SACHS 993 835 wird mit 355 mm Länge geführt.
    • Eibach E10-75-010-04-22 wird für den Laguna III Grandtour / Sport Tourer inklusive 2.0 dCi GT angeboten; dabei werden u. a. 1280 kg Vorderachslast genannt.

    Daraus folgt für mich:
    Ja, deine jetzigen Federn sind sehr wahrscheinlich falsch bzw. mindestens unpassend für die GT-Geometrie.
    Wenn dein Auto vorn wirklich rund 2 cm zu hoch steht, ist es absolut plausibel, dass damit Referenzwerte für Lenkung/ESP/4Control aus dem Fenster fliegen.

    Aber diese zwei Schlüsse würde ich so noch nicht als bewiesen ansehen:

    1. „Sachs bietet für den GT gar nichts Zulässiges an“
    Dafür habe ich in den frei zugänglichen Quellen gerade keinen belastbaren Primärnachweis gefunden. Ich sehe nur, dass 993 835 breit für Laguna III gelistet wird und Eibach explizit auch den GT aufführt.
    Das reicht für: „993 835 ist sehr wahrscheinlich nicht die richtige GT-Feder.“
    Es reicht noch nicht sauber für: „rechtlich definitiv unzulässig“ — dafür bräuchte man Renault-Originaldaten, ABE/Teilegutachten oder einen belastbaren Teilekatalog-Auszug.

    2. „Keine Mechanik-/Aktor-Meldung hinten = System hinten gesund“
    Das ist der gefährlichste Teil deiner Schlussfolgerung.
    Aus einem Wegkontroll-/Plausibilitätsfehler folgt nicht automatisch, dass die Hinterachse mechanisch gesund ist. Es heißt erst einmal nur: Das Steuergerät bekommt unplausible Lage-/Weg-/Lenkbezüge. Das kann durch die Vorderachshöhe kommen — aber eine schwergängige/festsitzende hintere Spurstange kann gleichzeitig weiter mit im Spiel sein. Das ist eine technische Schlussfolgerung meinerseits aus dem Fehlerbild, nicht etwas, was ich dir mit einer belastbaren Renault-Quelle für genau DTC 586168 belegen konnte.

    Mein nüchternes Urteil:

    • Dein Hauptproblem ist sehr wahrscheinlich tatsächlich vorne entstanden: falsche Feder, falsche Fahrzeughöhe, dadurch unplausible Referenzwerte.
    • Aber die feste rechte hintere Spurstange würde ich nicht gedanklich „freisprechen“.
    • Es ist gut möglich, dass beides gleichzeitig wahr ist:
      • falsche Vorderachsgeometrie hat den Fehler ausgelöst
      • die gammelige/feste hintere Spurstange bleibt trotzdem ein realer Folgeschaden bzw. Restfehler

    Deshalb wäre mein sauberer Weg:

    1. Vorn erst die korrekten Federn rein
      Eibach wirkt auf Basis der frei sichtbaren Fitment-Daten deutlich plausibler als die jetzigen Sachs.
    2. Danach Achsvermessung / Kalibrierung / Nullpunkt
    3. Dann erst bewerten, ob hinten wirklich Ruhe ist
    4. Wenn danach noch Fehler oder Schwergängigkeit bleiben: Spurstange hinten nicht mehr wegdiskutieren

    Mein Fazit in einem Satz:
    Ich halte deine Feder-Theorie inzwischen für stark — aber deine Entlastung der hinteren Spurstange noch nicht für wasserdicht.

    Gruß Micha

  • Megan 2 2.0 16v springt nicht an

    • nordinvent
    • 21. März 2026 um 07:22

    F4R Zahnriemen/OT richtig einstellen

    1. Erst grob auf Einstellbereich drehen

    Motor nur im Uhrzeigersinn drehen, bis die Nockenwellen-Nuten hinten fast passen.
    Beim F4R sollen die Nuten waagerecht stehen und leicht nach unten versetzt sein. Renault beschreibt genau diese Stellung als Einstellpunkt.

    2. Nockenwellenlineal einsetzen

    Wenn die Nuten hinten sauber fluchten:

    • Lineal/Werkzeug hinten an den Nockenwellen einsetzen
    • nicht mit Gewalt
    • wenn es nicht passt: minimal weiterdrehen

    Das ist dein erster Plausibilitätscheck.

    3. Kurbelwellen-Arretierstift nicht blind “bis Anschlag” als OT werten

    Jetzt kommt die Falle:
    Beim F4R kann der Stift auch im falschen Loch / Balancierloch landen. Renault weist ausdrücklich darauf hin, dass man vermeiden muss, die Kurbelwelle in der balancing hole zu arretieren.

    4. Den Stift zunächst so einsetzen, dass er zwischen Balancierloch und richtiger Arretiernut steht

    Renault beschreibt die Einstellmethode so:

    • Kurbelwelle drehen
    • TDC pin einsetzen
    • und zwar zwischen balancing hole und crankshaft setting groove
    • dann die Kurbelwelle langsam weiter in den exakten Einstellpunkt bringen.

    Das ist der Trick, damit du eben nicht versehentlich das falsche Loch erwischst.

    5. Jetzt den entscheidenden Kontrollpunkt prüfen: Kurbelwellen-Nut

    Wenn der Stift “passt”, ist das noch nicht genug.
    Renault verlangt zusätzlich die Kontrolle, dass die Kurbelwellen-Nut / groove in der vertikalen Mittellinie des Motors steht. Nur dann ist die Kurbelwelle wirklich korrekt auf OT und nicht im Balancierloch arretiert.

    Das ist bei deinem Motor der eigentliche Schlüssel.

    Also praktisch:

    Die richtige Stellung ist nur dann erreicht, wenn alles 3 gleichzeitig stimmt:

    • Nockenwellen-Nuten hinten waagerecht und leicht nach unten versetzt
    • Nockenwellenlineal passt
    • Kurbelwellenstift sitzt und die Kurbelwellen-Nut steht in der senkrechten Motor-Mittellinie

    Wenn der Stift drin ist, aber die Nut nicht stimmt:
    falsche Bohrung erwischt.


    Nach dem Auflegen des Riemens

    6. Riemen auflegen und Spanner einstellen

    Renault sagt beim F4R:

    • Spannrolle und Umlenkrollen bei Zahnriemenarbeit mit erneuern
    • Spannermarken korrekt ausrichten
    • Spanner nicht rückwärts verdrehen.

    7. Kurbelwellenriemenscheibe nur auf absolut sauberen Flächen montieren

    Bei dir extrem wichtig, weil sich die alte Scheibe zerlegt hat.
    Renault warnt ausdrücklich:

    • Kurbelwellenende
    • Bohrung und Auflageflächen des Kurbelwellenzahnrads
    • Auflageflächen der Zubehör-/Riemenscheibe
      müssen absolut fettfrei / entfettet sein, damit es nicht zu Schlupf kommt.

    Gerade nach deinem Schaden würde ich da wirklich pingelig sein.

    8. Danach Kontrolle durch 2 Umdrehungen

    Renault-Vorgehen:

    • Arretierungen raus
    • Kurbelwelle 2 Umdrehungen im Uhrzeigersinn
    • kurz vor Ende der 2 Umdrehungen den Stift wieder einsetzen, wieder zwischen balancing hole und pinning hole
    • dann auf den exakten Einstellpunkt weiterdrehen und alles erneut prüfen.

    Danach muss wieder gelten:

    • Nockenlineal passt
    • Kurbelwelle korrekt arretiert
    • Nut steht richtig.

    Was bei dir besonders wichtig ist

    Weil sich die Kurbelwellenriemenscheibe aufgelöst hatte, würde ich zusätzlich sehr genau prüfen:

    • Kurbelwellenzahnrad auf Schaden / Einlaufspuren
    • Passflächen dahinter
    • neue Riemenscheibe wirklich passend
    • Zentralbolzenzustand
    • ob das Zahnrad beim vorherigen Schaden minimal gewandert ist

    Denn genau dort entstehen später die fiesen Folgefehler.

    Mein Praxistipp für dich

    Wenn du an der Kurbelwelle unsicher bist, dann arbeite nicht nach “Stift geht rein = passt”, sondern nur nach diesem Satz:

    Stift drin + Nockenlineal drin + Kurbelwellen-Nut in Motor-Mittellinie = richtig.

    Alles andere ist beim F4R verdächtig.

  • Megan 2 2.0 16v springt nicht an

    • nordinvent
    • 21. März 2026 um 07:07

    Wolfgang,

    jetzt sind wir an der eigentlichen Renault-Falle angekommen.

    Du hast den wichtigen Punkt schon selbst entdeckt:
    Die Kurbelwelle lässt sich bei diesem Motor in zwei scheinbar passenden Stellungen abstecken.
    Genau davor warnt auch die Renault-Unterlage zum F4R: Man kann die Kurbelwelle versehentlich in der Ausgleichs-/Balancierbohrung statt in der richtigen Arretierbohrung abstecken. Deshalb reicht die reine Arretierschraube allein nicht zur sicheren OT-Bestimmung.

    Die entscheidende Renault-Aussage ist:
    Bei korrekt abgesteckter Kurbelwelle muss die Kurbelwellen-Nut / der Kurbelwellen-Groove in der vertikalen Mittellinie des Motors stehen. Die Renault-Unterlage sagt ausdrücklich: prüfen, dass die Kurbelwelle „correctly pinned at Top Dead Centre and not in the balancing hole“ ist; dabei soll die groove auf der vertikalen Mittellinie liegen.

    Für dich praktisch heißt das:

    • Es gibt nicht unbedingt eine klassische gut sichtbare OT-Markierung wie früher.
    • Du stellst den Motor beim F4R über die Kombination aus
      Kurbelwellen-Arretierung + richtiger Kurbelwellenstellung + Nockenwellenwerkzeug ein.
    • Die Nockenwellen-Nuten müssen dabei waagerecht stehen und leicht nach unten versetzt sein; genau so beschreibt es Renault für den Einstellpunkt.

    Der Knackpunkt bei deinem Satz

    Zitat

    „man kann es nicht an der Fixierung der Kurbelwelle festmachen weil das bei beiden OT Stellungen geht“

    ist:
    Ja, genau deshalb musst du zusätzlich die Kurbelwellen-Nut kontrollieren.
    Renault beschreibt sogar ausdrücklich, dass man beim Kontrollieren nach zwei Umdrehungen den Stift kurz vor dem Endpunkt einsetzen soll, also zwischen Ausgleichsloch und richtiger Arretierbohrung, und dann den Motor in die exakte Einstellposition weiterdreht. Das ist genau die Absicherung gegen die falsche Bohrung.

    Die saubere Vorgehensweise ist daher:

    1. Kurbelwelle im Uhrzeigersinn drehen
    2. Nockenwellen so stellen, dass die Nuten hinten waagerecht und nach unten versetzt stehen
    3. Nockenwellenlineal einsetzen
    4. Kurbelwellen-Arretierung einsetzen
    5. Dann zusätzlich prüfen, ob die Kurbelwellen-Nut in der senkrechten Mittellinie steht
      → nur dann bist du am richtigen OT und nicht im falschen Loch.

    Wichtig:
    Beim F4R ist die Kurbelwellenriemenscheibe bzw. deren Auflösung eine bekannte gefährliche Ursache, und Renault warnt in den Unterlagen ausdrücklich davor, dass die Kontaktflächen an Kurbelwelle, Zahnrad und Riemenscheibe sauber und fettfrei sein müssen, damit es dort nicht zu Schlupf kommt und der Motor zerstört wird. Das passt leider sehr gut zu deinem Schadensbild mit der zerfallenen Riemenscheibe und dem versauten Timing.

    Mein Fazit für dein konkretes Problem:
    Die „OT-Markierung“ der Kurbelwelle ist bei deinem F4R-Automatik praktisch nicht eine simple sichtbare Markierung, sondern die richtige Stellung wird über die Arretierung plus Kontrolle der Kurbelwellen-Nut hergestellt.
    Wenn der Stift in zwei Stellungen passt, ist eine davon die falsche — die mit der Balancierbohrung. Die richtige ist die, bei der:

    • Nockenwellen-Nuten waagerecht / leicht nach unten versetzt stehen
    • Lineal passt
    • Kurbelwellen-Nut senkrecht in der Motor-Mittellinie steht.

    Der Teil mit der Kurbelwellen-Nut ist leider von außen oft schlecht erklärt und auf vielen Bildern gar nicht sauber zu erkennen.

    Gruß Micha

  • Was steht in den coc passieren

    • nordinvent
    • 21. März 2026 um 07:00

    Simon,

    Ja — ich habe etwas Belastbares dazu gefunden:

    Deine Schlüsselnummer 3333/APY taucht in öffentlichen Fahrzeugdatenbanken als Renault Laguna Grandtour dCi 150 / 110 kW auf.

    Für den Laguna III Facelift (2011–2016) werden bei 17 Zoll unter anderem genau diese Daten genannt:

    • 215/55 R17 94V
    • typischerweise auf 7Jx17
    • mit Einpresstiefe im Bereich ET 45 bis ET 49

    Das ist der wichtige Punkt:
    ET49 liegt laut diesen Daten noch im genannten Bereich und nicht automatisch außerhalb. Die pauschale Aussage „Laguna braucht ET45“ passt so also nicht zu den frei zugänglichen Größenübersichten.

    Außerdem wird für den Laguna III 2012 mit 2.0 dCi auch 215/55 R17 94V als passende Reifendimension geführt.

    Worauf es trotzdem ankommt:
    Nicht nur Reifenmaß und ET müssen passen, sondern auch

    • Lochkreis
    • Mittenloch
    • Felgenbreite
    • Traglast / Achslastfreigabe
    • und ob die Felge für den Laguna freigegeben ist.

    Denn selbst wenn eine Scenic-Felge zufällig dieselben Grundmaße hat, ist sie rechtlich nicht automatisch ohne Nachweis zulässig. Wenn eine andere Radgröße als im Fahrzeugschein steht, empfiehlt der ADAC, den passenden Nachweis mitzuführen; maßgeblich ist oft die CoC bzw. ein passendes Gutachten.

    Mein Fazit:

    • 215/55 R17 auf dem Laguna wirkt grundsätzlich plausibel und passend.
    • ET49 ist sehr wahrscheinlich nicht das Problem an sich.
    • Das eigentliche Thema ist eher, ob die konkrete Scenic-Felge für deinen Laguna APY freigegeben ist.

    Am sichersten gehst du so vor:

    1. CoC bei Renault nachbestellen oder über Renault-Händler anhand der VIN ausdrucken lassen.
    2. Auf der Felge die genaue Kennung ablesen, z. B. 7Jx17 ET49, Teilenummer, Traglast.
    3. Mit diesen Daten zu TÜV / DEKRA gehen und nicht nur nach ET fragen, sondern nach der kompletten Radfreigabe.

      Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 20. März 2026 um 22:19

    DBSveny,

    dass er vorne nach dem Federwechsel „hoch“ wirkt, kann tatsächlich passieren – ohne dass falsche Federn drin sind:

    • Neue Federn sind oft anfangs etwas höher, weil die alten über die Jahre „gesetzt“ waren. Nach ein paar 100–1000 km wird’s meist etwas weniger.
    • Wenn vorher wirklich eine deutliche Keilform da war, kann das auch schlicht verschlissene/ermüdete alte Federn gewesen sein (oder andere Federrate).

    Und: Deine Messwerte sind symmetrisch. Das spricht eher für „so steht er jetzt halt (gesund)“, nicht für „irgendwas ist krumm“.


    Solltest du den Stellgliedtest (4Control) machen lassen?

    Ja – aber mit der richtigen Erwartung.

    Wann er sinnvoll ist (bei dir: eher ja)

    • Du bekommst Meldungen „Allradlenkung prüfen“ zusammen mit ESP/Servolenkung.
    • Du willst eine harte Aussage, ob Aktuator/Positionssensor/Ansteuerung grundsätzlich funktioniert.
    • Er kostet (meist) weniger als wild Teile zu tauschen und kann dich vor einem Irrweg bewahren.

    👉 Wenn Renault den Stellgliedtest sauber macht + Fehlercodes ausdruckt, ist das Geld nicht verbrannt, weil du danach weißt:

    • „Aktuator fährt / fährt nicht“
    • „Positionswerte plausibel / unplausibel“
    • „Fehler liegt eher in Elektrik/Steuergerät“ vs. „Mechanik/Geometrie“

    Aber: Er wird das Kernproblem wahrscheinlich nicht „lösen“

    Dein Vermessungsblatt zeigt hinten Spur außerhalb und die Einstellstelle ist fest.
    Selbst bei perfektem 4Control-Aktuator bleibt: Hinterachse muss einstellbar sein und in Toleranz, sonst bekommst du die Geometrie/Plausibilität nicht dauerhaft ruhig.


    So machst du den Termin maximal nützlich (sag das wortwörtlich)

    „Bitte beim Termin am Montag:

    1. Fehlerspeicher auslesen in ABS/ESP, Servolenkung, 4Control und mir die Codes geben (Foto/ Ausdruck).
    2. Stellgliedtest 4Control durchführen und dabei die Istwerte/Positionswerte der Hinterachse mitloggen.
    3. Kurz beurteilen: ist die Hinterachslenkung mechanisch frei oder schwergängig/blockiert?“

    Wenn sie das machen, hast du danach eine saubere Entscheidung:

    • Wenn Stellgliedtest OK (Aktuator + Sensorik OK):
      → dann ist der nächste Schritt ganz klar: festgegammelte Hinterachs-Einstellung lösen/ersetzen + komplette Achsvermessung + Nullpunkte.
    • Wenn Stellgliedtest zeigt „blockiert / Strom zu hoch / Positionssensor spinnt“:
      → dann weißt du, dass nicht nur die Einstellschraube das Thema ist, sondern ein echter 4Control-Defekt/Mechanikproblem.

    Mini-Zusatzcheck (für dein Gefühl, kostenlos)

    Auf einem leeren Parkplatz bei sehr langsamer Fahrt stark einschlagen: 4Control macht sich bei niedriger Geschwindigkeit oft durch kleineren Wendekreis bemerkbar. Ist schwer „sicher“ zu fühlen, aber wenn sich gar nichts verändert und der Test sagt „Aktuator tot“, passt es zusammen.


    Kurz: Ja, ich würde den Stellgliedtest machen lassen – aber als Diagnose-Baustein, nicht als Lösung. Die Lösung wird sehr wahrscheinlich erst kommen, wenn die Hinterachse wieder einstellbar ist und anschließend alles sauber vermessen/kalibriert wird.

    Gruß Micha

    p.s. ich versuche nur zu helfen, entscheiden musst du, ich rate dir zu nichts !!!

  • Kangoo 2 2008, kann keine Gänge einlegen

    • nordinvent
    • 20. März 2026 um 21:55

    Nobsi,

    Super — das ist eine richtig gute Nachricht.

    Dann war es in deinem Fall tatsächlich doch ein interner Getriebeschaden, auch wenn das Fehlerbild zuerst sehr nach nicht trennender Kupplung aussah. Danke für die Rückmeldung.

    Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 20. März 2026 um 21:53

    DBSveny,

    Super – damit kann man es ziemlich gut einordnen.

    1) Deine Höhenmessung

    • VL 39,5 / VR 39,5 / HL 39 / HR 39 (Nabe → Kotflügel)
    • Das ist links/rechts vorne identisch und hinten ebenfalls identisch.

    ➡️ Das spricht gegen „falsche Feder links/rechts“ oder „eine Seite sackt ab“.
    Dass vorne minimal höher als hinten ist (0,5 cm) ist erstmal nicht auffällig und kann je nach Beladung/Untergrund/Messpunkt normal sein.

    Wichtig: Aus der Höhe allein kann man nicht sicher „GT vs. normal“ beweisen – aber: Deine Werte sehen symmetrisch und plausibel aus.

    2) Sachs 993835 – passt das zu deinem GT?

    Ja, das passt ziemlich gut zu deinem Fahrzeug.

    SACHS 993 835 wird von Teilekatalogen explizit für Renault Laguna III gelistet, inkl. Varianten wie 2.0 dCi GT 178 PS.
    Auf Autodoc wird sie sogar bei genau deinem Motor/Modell (2.0 dCi GT 178) angezeigt.

    ➡️ Heißt: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dein Meister „irgendeine Standardfeder“ eingebaut hat, die gar nicht passt. Die Nummer taucht gerade bei den passenden Laguna-III/GT-Anwendungen auf.

    Aber: Manche Kataloge schreiben dazu „für Fahrzeuge mit Standard-Fahrwerk“.
    Das bedeutet nicht automatisch „falsch“, sondern oft nur: nicht tiefergelegt / kein Sportfahrwerk-Sondercode. Beim Laguna GT ist das manchmal missverständlich in Aftermarket-Katalogen.

    Wenn du es 100% wasserdicht willst: OE-Nummer/PR-Code über VIN beim Renault-Teiledienst abgleichen (die sagen dir, welche OE-Feder gehört und welche Sachs/Aftermarket-Referenz dazu passt).

    3) Warum das trotzdem genau „nach Federwechsel“ auffallen kann

    Dass der Fehler direkt nach der Vorderachs-Arbeit kam, ist weiterhin logisch – aber eher wegen:

    • Spur/Lenkzentrum nicht perfekt getroffen oder
    • Lenkwinkelsensor/Nullpunkt wurde „auf eine Geometrie kalibriert“, die durch die (nicht einstellbare) Hinterachse/Schräglauf nicht sauber plausibel ist.

    Und: Die festgegammelte Hinterachs-Einstellung wird oft erst dann entdeckt, wenn jemand wirklich hinten einstellen will. Die war sehr wahrscheinlich vorher schon fest – nur hat vorher keiner hinten versucht zu verstellen.

    4) Was ich dir jetzt als nächstes empfehlen würde

    1. Federn-Thema abhaken (die Sachlage spricht eher „passt“ als „falsch“).
    2. Fokus auf das, was messbar falsch ist: Hinterachse Spurwerte außerhalb + nicht einstellbar (das hast du ja schwarz auf weiß auf dem Vermessungszettel).
    3. Der Stellgliedtest am Montag ist ok wenn er inklusive Fehlerspeicher/Livewerte gemacht wird – aber die eigentliche Lösung bleibt:
      Hintere Einstellstelle gangbar machen / ggf. Stange/Hardware erneuern → dann komplette Achsvermessung + SAS/4Control-Initialisierung.

      Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 19. März 2026 um 22:36

    DBSveny,

    nein — das muss nicht sofort immer wieder da sein, selbst wenn die hintere Spurstange bzw. das 4Control-System der Auslöser ist.

    Was du beschreibst, passt sogar ziemlich gut zu einem sporadischen / grenzwertigen Fehler:

    • nach dem Lenkrad-Einschlag-Test sind die Werte zunächst wieder plausibel
    • dann fährt das System erstmal normal
    • erst nach etwas Zeit, bestimmten Fahrzuständen oder beim nächsten Selbsttest merkt das Steuergerät wieder: „Wert unplausibel / Stellweg stimmt nicht / Rückmeldung passt nicht“
    • dann kommt erst rot, später nach erneutem Start oft nur noch gelb

    Das ist bei solchen Systemen nicht ungewöhnlich.

    Warum der Fehler nicht permanent da sein muss:

    1. Selbsttest besteht manchmal noch knapp
      Wenn die Mechanik schwergängig ist, aber nicht komplett fest, schafft der Stellmotor den Test manchmal noch.
    2. Fehler tritt erst unter Last oder in Bewegung auf
      Im Stand verhält sich das System oft anders als beim Fahren. Erst beim Rollen, Einlenken oder Rückstellen merkt das Steuergerät, dass etwas nicht stimmt.
    3. Temperatur / Feuchtigkeit / Spannung
      Manche Fehler kommen erst nach ein paar Minuten oder erst bei bestimmter Bordspannung.
    4. Grenzwertiger mechanischer Widerstand
      Eine Spurstange kann so fest sein, dass sie manchmal noch geht, aber nicht sauber und reproduzierbar. Genau solche Fehler machen einen wahnsinnig, weil sie nicht immer sofort da sind.
    5. Steuergerät speichert erst nach erneutem Erkennen endgültig
      Deshalb oft erst:
      • zuerst rote akute Warnung
      • beim nächsten Start dann gelbe Folge-/gespeicherte Meldung

    Wichtig ist aber:
    Allein daraus, dass der Fehler zeitweise weg ist, kann man nicht schließen, dass die Spurstange unschuldig ist.
    Im Gegenteil: sporadische Fehler sprechen oft eher für

    • schwergängige Spurstange
    • beginnende Blockade
    • Stellglied kommt an seine Grenze
    • Kontakt-/Steckerproblem
    • Spannungsproblem

    Was ich aus deiner Beschreibung eher nicht glaube:
    Dass eine vordere Feder direkt die hintere Spurstange kaputtgemacht hat.
    Aber: Nach Arbeiten vorne kann natürlich sein, dass

    • Lenkwinkelsensor / Nullpunkt / Kalibrierung nicht sauber ist
    • ein schon vorhandenes Problem jetzt deutlicher auffällt
    • das Auto durch geänderte Höhe/Fahrwerkslage empfindlicher reagiert

    Am wahrscheinlichsten sind aus deiner Beschreibung im Moment diese Punkte:

    1. hintere rechte Spurstange schwergängig/fest
    2. Stellmotor 4Control oder dessen Rückmeldung grenzwertig
    3. Kalibrier-/Positionsproblem
    4. Stecker/Kabel/Spannung

    Der Stellgliedtest am Montag ist deshalb kein rausgeschmissenes Geld.
    Gerade bei deinem Fehlerbild ist das sinnvoll, weil man damit sehen kann:

    • ob der Aktuator sauber arbeitet
    • ob links/rechts gleichmäßig reagieren
    • ob ein Gestänge hängt
    • ob die Rückmeldung plausibel ist

    Das würde ich an deiner Stelle der Werkstatt ganz klar sagen:
    „Der Fehler ist nicht permanent, geht nach Lenkrad-Einschlagtest erstmal weg und kommt später wieder. Bitte nicht nur Fehlerspeicher lesen, sondern Stellgliedtest 4Control, Ist-/Sollwerte und mechanische Leichtgängigkeit der hinteren Spurstangen prüfen.“

    Ganz ehrlich:
    Deine Verzweiflung ist verständlich. Gerade sporadische 4Control-Fehler sind fies, weil man denkt „wenn es kaputt ist, müsste es doch immer kaputt sein“ — aber genau das ist bei schwergängigen oder grenzwertigen Bauteilen oft nicht so.

    Mein Eindruck aus allem, was du beschrieben hast:
    Nein, das entlastet die Spurstange nicht. Das Verhalten passt weiterhin durchaus zu einer Spurstange bzw. 4Control-Mechanik, die nicht komplett tot, aber nicht mehr sauber beweglich ist. Anhand von dem von dir gezeigten Foto kann ich nichts erkennen oder benennen, Renault verbaut selbst im gleichen Baujahr oft unterschiedliche Motoren, Steuergeräte, Sensoren und Kabelbäume – eine pauschale Antwort gibt es daher fast nie.

    Gruß Micha

  • Suche: Rechte hintere Spurstange – Renault Laguna 3 GT 4Control

    • nordinvent
    • 19. März 2026 um 22:14

    DBSveny,

    ich verstehe das Gefühl – aber zwei Dinge gleichzeitig können wahr sein:

    1. Der zeitliche Zusammenhang (nach Federwechsel ging’s los) ist real.
    2. Die festgerostete hintere Einstellstelle kann trotzdem schon lange vorher existiert haben – sie fällt oft erst auf, wenn jemand endlich mal eine Vermessung korrekt bis hinten machen will.

    Neue Federn vorne können außerdem die Fahrzeughöhe minimal ändern → dann merkt das System „Plausibilität passt nicht“, aber eine festgegammelte Spurstange hinten entsteht nicht plötzlich durch Federn vorne.


    Wie du als Amateur prüfen kannst, ob „GT/verstärkt“ oder „normal“ verbaut ist

    1) Beste Amateur-Methode: Teilenummern auf der Rechnung / Karton / Etikett

    Ohne Teilenummer ist es fast nur Ratespiel.

    • Frag deine Werkstatt nach Teilenummern der Federn (z. B. Sachs/Lesjöfors/Monroe/Renault-OE).
    • Oft steht auf der Feder ein Farbpunkt-Code oder eine Laserbeschriftung (Hersteller + Nummer), die man mit Handyfoto ablesen kann.

    ➡️ Wenn du mir die Nummern schreibst, kann ich dir sagen, ob das zur GT/4Control/178PS passt.

    2) Sichtprüfung an der Feder (ohne Ausbau möglich, Rad ab hilft)

    Mit Taschenlampe/Handy:

    • Schau in den Radkasten auf die untere Windung der Feder: da ist häufig eine Beschriftung (z. B. „SACHS …“, „LESJÖFORS …“) oder Farbmarkierungen (Striche/Punkte).
    • Mach ein Foto links + rechts.

    Das ist wirklich der einzige Weg ohne Profi-Tools.

    3) Höhenvergleich (grobe Plausibilität, nicht beweisend)

    Wenn „zu weiche“/normale Federn drin sind, steht der Wagen oft:

    • vorne sichtbar tiefer oder „naserunter“
    • oder er taucht beim Bremsen stark ein.

    Was du messen kannst:

    • Radnabenmitte → Kotflügelkante (vorne links/rechts, hinten links/rechts), Auto auf ebener Fläche, Reifenluftdruck korrekt.
    • Links/rechts sollten vorne sehr ähnlich sein (ein paar mm Unterschied ok).
    • Wenn vorne deutlich tiefer als hinten wirkt (oder ungleich), wäre das ein Indiz.

    Aber: Das sagt nicht sicher „GT vs normal“, nur ob die Höhe plausibel ist.

    4) Fahrverhalten-Check (auch nur Indiz)

    „Normale“ Federn bei schwerer Front (Diesel) können:

    • weicher wirken,
    • bei Bodenwellen schneller auf Anschlag gehen,
    • beim Lenken/Lastwechsel stärker wanken.

    Auch das ist kein Beweis.


    Was ich aus deinen bisherigen Daten ableite

    Deine Achsvermessung zeigt hinten Spur außerhalb und „nicht einstellbar“. Das ist ein harte, messbare Ursache für Schräglauf/Lenkrad schief.
    Selbst wenn vorne die falschen Federn drin wären, erklärt das nicht, warum hinten rechts die Einstellung fest ist – das ist Rost/Mechanik.


    Was du jetzt konkret tun kannst

    1. Werkstatt anrufen: „Bitte gebt mir die Teilenummern der verbauten Federn (und Domlager).“
    2. Foto der Federbeschriftung/Farbpunkte machen (Rad ab ist am einfachsten).
    3. Nabe→Kotflügel messen und Werte posten (VL/VR/HL/HR).

    Wenn du mir

    • die Teilenummern oder die Fotos der Beschriftung
    • plus die 4 Höhenwerte
      gibst, kann ich dir ziemlich klar sagen, ob die Federn plausibel sind.

    Und parallel bleibt der wichtigste technische Engpass: hinten rechts muss die Einstellstelle gangbar werden, sonst bekommt ihr die Geometrie (und damit die Elektronik-Plausibilität) nicht sauber hin.

    Gruß Micha

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