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Beiträge von nordinvent

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 12. Juli 2026 um 06:54

    Nun, ohne weiter Hardware zum analysieren kommen wir hier leider nicht weiter. Einen Adapter kannst du dir rel. günstig kaufen.

    Es gibt aber keinen Garantie auf gelingen.

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 12. Juli 2026 um 05:58

    Wenn es dein Geldbeutel zulässt und es dir dein Auto wert ist ab zum freundlichen.

    Ich hätte außerdem eine Idee

    Mit deiner Hardware wäre es interessant zu prüfen, ob Android Auto vielleicht bereits im System vorhanden, aber lediglich deaktiviert ist. Bei einigen frühen R-Link-2-Geräten wurde die Funktion zwar erst offiziell mit späteren Softwareständen beworben, in Einzelfällen ließ sie sich jedoch auch auf älteren Versionen per Konfiguration freischalten. Das hängt von der verbauten Hardware und Softwarekonfiguration ab.

    Dafür bräuchtest du kein Renault CAN Clip, sondern lediglich:

    • einen guten OBD-Adapter (z. B. OBDLink EX oder SX),
    • einen Windows-PC,
    • und die kostenlose Software DDT4ALL.

    Damit könnte man zunächst prüfen, welche Funktionen dein R-Link tatsächlich unterstützt, ohne sofort ein Firmware-Update zu riskieren.

    Gruß Micha

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 12. Juli 2026 um 04:51

    Meine Einschätzung

    Nach allem, was du beschrieben hast, glaube ich nicht, dass dein R-Link grundsätzlich "zu alt" für Android Auto ist. Ich vermute eher, dass die Firmware veraltet ist und zusätzlich ein Problem mit der Navigationssoftware vorliegt oder auch mit der MMC.

    Gruß Micha

  • Elektronische Parkbremse defekt

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 23:00

    Hallo PS,

    Der Rückweg zu Renault ist bei einem gepflegten Scénic II 2.0 16V (F4R, 134 PS, Baujahr 2007) grundsätzlich keine schlechte Entscheidung. Der Motor gilt als sehr robust, und bei 152.000 km ist er bei guter Pflege noch lange nicht am Ende. Der Zahnriemenwechsel inkl. Wasserpumpe ist dabei ein großer Pluspunkt.

    Zur elektronischen Parkbremse: Beim Scénic II ist das ein bekanntes Thema, aber die Ursache kann sehr unterschiedlich sein.

    https://images.openai.com/static-rsc-4/Ek4yd1PVXrfunTNKQmKmMEdU8G3qAWf7tt6ZChCc45l1swk0Zbngur_QbEysnUff7UdEuReivPk659E7AgK9TT3nRAVc45vjuSbIN72KZyDSxa8UvSizbPxBvqCSBlx9joskbW9jnwdWx_HSkK4KzvlcOe7JMzmpY0bnejDDQvfVrjQofbVDYseTtXMPG70_?purpose=fullsize

    https://images.openai.com/static-rsc-4/ZOUxXBWkvhN2CElL76wixYL9alBmuEqKOTKx95Vng3JH4JJheHiH6BzE9KCT48LDvb70BH81ajcYhUKFhoXJxXwriZh3p23Jply9M__QvsBtt41-cZ8PtMemyIrnbmZXyPRFZixAPJ8vDCUCtmZdA7s0dnl9bBPJ99xXJ81lMpqWkQnm_6FUsvXtRcUNg1bc?purpose=fullsize

    https://images.openai.com/static-rsc-4/usrL0Ewxi6jb9VImBjL1A-7TKMI5Q41EdbH-wl9IarJuNA918dIne4Ld5nFU-o3feB5nxg9er29_h94sRDef8gEohQZKf5Yh0w9Gbsrhzj7GFrm2kS7YLRsW1pIe0K3sC_L6VRND-X7-LfytPN7Wm6dOuJ2F_93GnCZFbIdZehbUn6eu4jXcf8Jbtd3HuR2A?purpose=fullsize

    4

    Aufbau der elektrischen Parkbremse beim Scénic II

    Die Anlage besteht im Wesentlichen aus:

    • Parkbremssteuergerät / Stellmotor-Einheit (hinten am Fahrzeugboden)
    • zwei Bowdenzüge zu den Hinterrädern
    • Spannmechanik
    • Verkabelung und Steckverbindungen
    • Ansteuerung über CAN-Bus

    Es gibt also nicht einfach nur einen kleinen Elektromotor am Bremssattel wie bei neueren Fahrzeugen.


    Typische Fehlerbilder

    1. Steuergerät bzw. Stellmotor-Einheit defekt (häufig)

    Symptome:

    • Meldung „Parkbremse prüfen“
    • Parkbremse löst nicht oder zieht nicht an
    • Geräusche aus dem Modul fehlen
    • Fehler lässt sich nicht löschen

    Das komplette Modul sitzt unter dem Fahrzeug und bekommt durch Wasser, Salz und Korrosion gerne Probleme.

    Kosten grob:

    • gebraucht: ca. 100–250 €
    • neu: deutlich teurer (oft mehrere hundert Euro)
    • Einbau: relativ überschaubar

    Nach Austausch muss es mit Renault-Diagnose (CAN Clip) meist angelernt bzw. initialisiert werden.


    2. Nur ein Seilzug fest oder gerissen

    Auch möglich:

    • Motor läuft hörbar
    • eine Seite löst nicht
    • Fehler wegen ungleicher Seilspannung

    Kosten:

    • Seilzüge einzeln günstiger
    • Arbeit kann aber aufwendig sein, wenn die Mechanik fest ist

    3. Batterie / Unterspannung als Ursache

    Beim Scénic II sehr wichtig:

    Eine schwache Batterie kann die Parkbremse in den Fehlermodus setzen.

    Vor Kauf unbedingt prüfen:

    • Batteriespannung morgens:
      • Zitat

        12,4 V gut

      • <12,0 V kritisch
    • Ladespannung:
      • ca. 14 V

    Manchmal wird eine "defekte Parkbremse" diagnostiziert, obwohl nur die Batterie am Ende war.


    Was ich vor dem Kauf unbedingt machen würde

    Mit einem Renault-Diagnosegerät (idealerweise Renault CAN Clip) auslesen:

    Nicht nur Motorsteuergerät, sondern:

    • EPB / elektrische Parkbremse
    • Fehlercodes notieren

    Interessante Fehler wären z.B.:

    • DF043 / DF044 (Motor/Stellmechanismus)
    • Fehler Kommunikation CAN
    • Fehler Seilzugposition
    • Spannungsfehler

    Ohne Fehlercode ist die Aussage "Parkbremse defekt" leider wenig wert.


    Meine Einschätzung bei diesem Fahrzeug

    Bei einem Scénic II 2.0 16V von 2007 mit 152.000 km würde ich die Parkbremse nicht automatisch als Ausschlusskriterium sehen.

    Wenn:

    • Karosserie sauber,
    • Kupplung nicht auffällig,
    • Klimaanlage funktioniert,
    • Fahrwerk ruhig,
    • Zahnriemen nachweisbar gemacht wurde,

    dann wäre eine Reparatur von vielleicht 200–500 € für mich einkalkulierbar.

    Ich würde aber den Kaufpreis entsprechend drücken. Eine Aussage wie "nur Steuergerät kaputt" ist ohne Diagnose eher eine Vermutung.

    Eine Frage wäre noch wichtig:
    Welche Meldung zeigt der Scénic genau im Display?
    (z.B. „Parkbremse prüfen“, „Parkbremse defekt“, blinkendes rotes Brems-Symbol?)
    Und: zieht die Parkbremse noch an bzw. löst sie noch automatisch? Das grenzt den Fehler schon ziemlich ein.

    Gruß Micha

  • Getriebeprobleme DC4 016 (Clio 4) Sensor Eingangsdrehzahl

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 22:58

    Frank,

    bei dem Clio IV Energy TCe 120 EDC (H5F + DC4/6DCT250) passt das Fehlerbild tatsächlich sehr gut zu einem Problem mit den Eingangsdrehzahlsensoren des Doppelkupplungsgetriebes – aber die Aussage „Sensor sitzt unter dem Batterieträger und ist schnell erreichbar“ ist für dieses Getriebe nicht korrekt bzw. stammt sehr wahrscheinlich von einer Verwechslung mit anderen Renault-Getrieben.

    Die beiden Fehler:

    • DF428 – Stromkreis Geber Eingangsdrehzahl Getriebe 1, Masseschluss
    • DF465 – Stromkreis Geber Eingangsdrehzahl Getriebe 2, Masseschluss

    bedeuten nicht zwingend, dass beide Sensoren mechanisch defekt sind. Beim DC4 werden die beiden Drehzahlen der beiden Getriebeeingangswellen überwacht. Wenn das Steuergerät unplausible oder kurzgeschlossene Signale sieht, geht es in den Schutzmodus.

    Das von dir beschriebene Verhalten ist sehr typisch:

    • kurz „Getriebe prüfen“ beim Einschalten → sporadischer elektrischer Fehler erkannt
    • nur gerade Gänge → Getriebe läuft im Notlauf mit nur einem Teil der Schaltlogik
    • Abgassystem prüfen → Folgefehler, weil Motorsteuergerät eine Getriebestörung über CAN bekommt
    • nach Neustart wieder normal → typischer intermittierender Fehler

    Wo sitzen die Sensoren beim DC4?

    Beim DC4 (Getrag Powershift 6DCT250) sitzen die Eingangsdrehzahlsensoren im Getriebegehäuse oben im Bereich der Mechatronik, nicht außen frei sichtbar wie bei älteren Renault-Schaltgetrieben.

    Es gibt zwei Sensoren:

    • Eingangsdrehzahl Sensor 1 (für Kupplung 1 / Ganggruppe 1-3-5)
    • Eingangsdrehzahl Sensor 2 (für Kupplung 2 / Ganggruppe 2-4-6)

    Sie sind Bestandteil des internen Sensorkabelbaums bzw. der Mechatronikeinheit.

    Eine Darstellung wie:

    Code
     

    Der Bereich unter der Batterie enthält hauptsächlich:

    • Getriebesteuergerät-Anschluss
    • Hauptstecker
    • Kabelbaum
    • Entlüftung
    • Gehäusebereich

    Die Sensoren selbst sieht man dort normalerweise nicht einfach von oben.


    Warum findet man unter dem Batterieträger keinen Sensor?

    Weil dort häufig ein falscher Hinweis kursiert.

    Bei manchen Renault-Getrieben (z.B. bestimmte EDC-Versionen oder Easy-R) gibt es externe Drehzahlsensoren mit sichtbarem Stecker.

    Beim DC4 sitzen die relevanten Sensoren jedoch im Inneren der Getriebeeinheit.


    Häufige Ursachen bei genau diesen Fehlern

    Meine Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit:

    1. Kabel/Steckerproblem (sehr häufig)

    Gerade bei 10 Jahre alten Fahrzeugen:

    • Öl im Steckerbereich
    • Korrosion der Pins
    • Kabelbruch direkt am Getriebehalter
    • beschädigte Leitung durch Vibration
    • Übergangswiderstand

    Bevor man das Getriebe öffnet, würde ich unbedingt den Kabelweg prüfen.


    2. Interner Sensorkabelbaum / Drehzahlsensor defekt

    Beim DC4 kommt das vor.

    Typisch:

    • kalt funktioniert es
    • warm Fehler
    • nach Neustart wieder weg
    • mehrere Sensorfehler gleichzeitig

    Wenn beide Sensoren gleichzeitig „Masseschluss“ melden, ist ein gemeinsamer Fehler im Kabelbaum/Stecker wahrscheinlicher als zwei gleichzeitig defekte Sensoren.


    3. Metallspäne am Sensor

    Das ist möglich, aber nicht mein erster Verdacht.

    Die Sensoren sind magnetisch und können durch Abrieb beeinflusst werden. Allerdings würde das meistens eher zu:

    • Signal unplausibel
    • Signal fehlt
    • Drehzahl nicht plausibel

    führen, nicht unbedingt zu Masseschluss.


    Was würde ich als nächstes prüfen?

    1. Fehler mit Renault CLIP auslesen

    Nicht nur Universaltester.

    Wichtig wären:

    • Freeze Frame Daten
    • Getriebetemperatur beim Fehler
    • Versorgungsspannung
    • Kupplungspositionen
    • Eingangsdrehzahlwerte

    2. Steckerprüfung

    Besonders:

    • großer Getriebestecker
    • Kabelstrang oberhalb Getriebe
    • Bereich Batteriehalter
    • Massepunkte Getriebe/Karosserie

    Stecker abziehen und prüfen auf:

    • Ölspuren
    • Grünspan
    • zurückgeschobene Pins

    3. Widerstandsmessung

    Wenn man Zugang zu den Leitungen bekommt:

    Sensorleitungen gegen Masse prüfen.

    Ein echter Masseschluss wäre:

    • Leitung gegen Masse ≈ 0 Ohm

    Ein intakter Sensor/Kreis sollte nicht gegen Masse kurzgeschlossen sein.


    Reparaturaufwand

    Falls es tatsächlich die internen Sensoren sind:

    Das ist leider kein „Sensor tauschen wie beim ABS“.

    Dafür muss in der Regel:

    • Getriebeöl abgelassen werden
    • Mechatronik geöffnet bzw. ausgebaut werden
    • teilweise Getriebe geöffnet werden

    Der Aufwand ist deutlich größer.

    Deshalb würde ich nicht als erstes das Getriebe zerlegen.


    Meine Einschätzung bei deiner Beschreibung

    Bei:

    • beide Eingangssensoren gleichzeitig
    • Masseschluss
    • sporadisch
    • Neustart heilt den Fehler

    würde ich zuerst auf:

    70 % Kabel/Stecker/Mechatronik-Anschluss
    25 % interner Sensorkabelbaum/Sensoren
    5 % mechanisches Getriebeproblem

    tippen.

    Eine wichtige Frage noch:

    1. Hat der Clio noch die erste Batterie oder wurde diese irgendwann erneuert?
    2. Tritt der Fehler eher bei kaltem Fahrzeug morgens oder nach längerer Fahrt/warmem Getriebe auf?
    3. Kannst du mit einem Diagnosegerät die DC4/Getriebesteuergerät-Livedaten auslesen (z.B. DDT4All, CAN Clip, Launch, Autel)?

    Gerade Temperaturabhängigkeit würde die Richtung sehr stark eingrenzen.

    Gruß Micha

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 22:55

    Stefan,

    Deine Angaben passen sehr gut zusammen:

    • Renault Kadjar 11/2015
    • R-Link 2 Gen1
    • 7" Querdisplay
    • Software 2.2.17.308
    • Boot 4992
    • HUID CAPGAKS01815D000040
    • Kartenstand/Navi: 9.12.80.642449
    • FIN: VF1RFE00653709068

    1. Dein eigentliches Problem ist wahrscheinlich nicht die Karte

    Dass die Renault Toolbox dir nur Kartenmaterial anbietet, ist bei deinem System nicht ungewöhnlich. Renault trennt Kartenupdates und Systemsoftware. Das offizielle R-Link-2-Portal prüft normalerweise anhand der 17-stelligen FIN, ob ein Systemupdate verfügbar ist.

    Bei deinem Baujahr ist es sehr wahrscheinlich, dass Renault online kein Firmware-Upgrade mehr anbietet, obwohl technisch ein neuerer Softwarestand möglich wäre. Die R-Link-2-Kartenupdates sind ebenfalls inzwischen stark eingeschränkt; Renault nennt für R-Link 2 als letzte Kartenaktualisierung 12/2020 (veröffentlicht Ende 2021).


    2. Der Fehler "USB erkannt, aber keine Daten vorhanden"

    Das ist interessant.

    Wenn dein R-Link den Stick erkennt, aber meldet:

    Zitat

    "Keine Daten auf dem USB-Stick"

    dann bedeutet das meistens nicht, dass das Gerät defekt ist.

    Typische Ursachen:

    • falsche Stick-Größe
    • falsche Formatierung
    • Stick wurde nicht vorher im Fahrzeug initialisiert
    • Toolbox hat keine gültige R-Link-Struktur erzeugt
    • Kartenpaket passt nicht zu deiner FIN
    • USB-Stick wurde am PC verändert

    Für R-Link 2 sollte der Stick normalerweise:

    • FAT32 formatiert sein
    • idealerweise 8–32 GB haben
    • vor dem Download einmal im Fahrzeug gesteckt haben, damit die Fahrzeugkennung (.wls Datei) erzeugt wird.

    3. Deine Navigation, die gar nicht startet

    Das ist für mich der spannendste Punkt.

    Du schreibst:

    Zitat

    "Wenn ich auf Navigation tippe, startet sie gar nicht."

    Das passt nicht zu einem reinen Kartenproblem.

    Ein fehlendes Kartenupdate würde normalerweise bedeuten:

    • Navigation startet,
    • aber Karte fehlt oder meldet "Karte nicht verfügbar".

    Dass die App überhaupt nicht startet, kann bedeuten:

    • beschädigte Navigationsanwendung
    • fehlerhafte R-Link-Datenbank
    • Problem mit der SD/USB-Kartenlizenz
    • beschädigte Partition im R-Link

    Bevor ich also nur wegen Android Auto ein Update machen würde, würde ich versuchen, das bestehende R-Link wieder vollständig funktionsfähig zu bekommen.


    4. Android Auto auf deinem Kadjar

    Bei deiner Hardware ist das Ziel realistisch.

    Der bekannte Weg ist:

    Code
     

    Ein direktes Update von 2.2.17 auf 3.3.x ist nicht der normale Weg. In der R-Link-2-Community wurden Kadjar-Modelle dieser Generation auf 3.3.x gebracht und damit Android Auto ermöglicht.

    Aber:
    Bei deinem Boot 4992 muss man vorher sicherstellen, dass das Gerät die Zielversion akzeptiert. Ein falsches Paket kann das R-Link lahmlegen.


    5. Meine Einschätzung zu deinem konkreten Fahrzeug

    Nach deinen Daten würde ich sagen:

    ✅ Hardware wahrscheinlich geeignet
    ✅ Querdisplay passt zu den bekannten Umrüstungen
    ✅ Bootloader nicht auffällig
    ✅ Android Auto grundsätzlich machbar

    Ich würde aber nicht einfach irgendeine 3.3.16.xxx Datei einspielen.


    Was ich als Nächstes prüfen würde

    Bitte mache einmal Folgendes:

    A)

    Drücke im R-Link:

    Menü → System → Systeminformationen

    und fotografiere oder schreibe alles ab, was dort steht.

    Besonders interessant:

    • Geräte-ID
    • Systemversion
    • Karten
    • Software
    • Lizenzinformationen

    B)

    Eine Frage zur Navigation:

    Wenn du auf Navigation tippst:

    1. passiert gar nichts?
    2. kommt ein schwarzer Bildschirm?
    3. startet die Navigation kurz und springt zurück?
    4. kommt eine Fehlermeldung?

    C)

    Hast du noch den alten USB-Stick, mit dem damals das Kartenupdate gemacht wurde?

    Falls ja:

    • steckt dort noch ein Ordner R-LINK drauf?
    • gibt es eine Datei mit Endung .wls?

    Noch eine Anmerkung: Du hast mit deinem Ziel "Android Auto statt veraltetem Renault-Navi" genau den Weg gewählt, den viele Kadjar-Besitzer mit frühen R-Link-2-Systemen gegangen sind. Ich würde bei deinem Fahrzeug aber zuerst die Firmware- und Navigationsbasis sauber herstellen, bevor wir den Sprung auf 3.3.x angehen.

    Gruß Micha

  • Media Nav (ältere Version) des Clio 4 (BJ 2013), "Zustimmen" bei Kartennutzung ausgegraut

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 22:51

    Volker,

    danke für die zusätzlichen Angaben. Damit wird das Bild deutlich klarer.

    Bei Media Nav (nicht Evolution), Firmware 3.0.5, Clio IV Baujahr 2013, unverändertem Gerät würde ich die Ursache ziemlich eindeutig eingrenzen:

    ➡️ Sehr wahrscheinlich ist nicht die Firmware selbst defekt, sondern die Navigationslizenz bzw. die NNG-Lizenzdatei im internen Speicher.

    Dass du damals ein offizielles Kartenupdate gemacht hast und den Stick noch besitzt, ist sogar ein Vorteil.


    Warum der USB-Stick jetzt nicht hilft

    Der normale Ablauf beim Media Nav ist:

    1. USB-Stick einstecken
    2. Media Nav erkennt das Gerät
    3. Gerätedatei wird erzeugt
    4. Media Nav Toolbox liest diese aus
    5. Kartenupdate wird freigeschaltet

    Bei dir scheitert es schon bei Punkt 2/3.

    Der Grund:

    Die Navigation ist intern "gesperrt". Der Button "Zustimmen" ist nicht einfach ein Menüpunkt, sondern wird nur freigegeben, wenn das Gerät eine gültige Navigationsumgebung erkennt.

    Der USB-Stick mit Kartenmaterial ist also vermutlich völlig in Ordnung.


    Was ich an deiner Stelle zuerst versuchen würde

    1. Prüfen, ob die Navigation noch physisch vorhanden ist

    Bitte einmal:

    • Zündung einschalten
    • Media Nav starten
    • USB-Stick einstecken (den alten Kartenupdate-Stick)
    • 5 Minuten warten

    Dann prüfen:

    Kommt irgendeine Meldung wie:

    • "USB-Gerät wird gelesen"
    • "Update gefunden"
    • "Keine Mediendateien vorhanden"

    oder passiert gar nichts?


    2. Werkseinstellungen zurücksetzen

    Bei Version 3.0.5 kann das manchmal helfen.

    Menü:

    Einstellungen → System → Werkseinstellungen

    Danach:

    • Zündung aus
    • Fahrzeug abschließen
    • ca. 10 Minuten warten
    • neu starten

    Die Radiosender und Bluetooth-Paarungen sind weg, aber das ist unkritisch.


    3. Media Nav komplett stromlos machen

    Nicht nur Reset.

    Beim Clio IV:

    • Batterie abklemmen
    • mindestens 30 Minuten warten
    • Batterie wieder anschließen

    Danach Media Nav neu starten.

    Es gibt Fälle, bei denen die NVRAM-Daten danach wieder korrekt eingelesen werden.


    Was ich NICHT machen würde

    Ich würde nicht versuchen, irgendeine beliebige Media-Nav-Firmware 4.x aufzuspielen.

    Warum?

    Bei 3.0.5-Geräten gibt es unterschiedliche Hardwarestände.

    Ein falsches Update kann dazu führen:

    • Bootloop
    • schwarzer Bildschirm
    • kein USB-Zugriff

    Der wahrscheinlichste Reparaturweg

    Bei deinem Gerät wäre mein Favorit:

    Variante A – Lizenzdateien reparieren

    Das Gerät muss geöffnet bzw. über Servicezugang angesprochen werden.

    Dabei werden typischerweise geprüft:

    • license
    • device.nng
    • content
    • NNG

    Wenn nur die Lizenz fehlt, ist das in wenigen Minuten behoben.


    Variante B – komplette Navigation neu aufsetzen

    Bei einem 2013er Media Nav ist das ebenfalls möglich:

    • Firmware 3.0.5 sauber neu installieren
    • originale Navigation wiederherstellen
    • Karten neu einspielen

    Danach funktioniert auch dein alter USB-Stick wieder.


    Eine wichtige Frage noch:

    Wenn du ins Menü gehst:

    Einstellungen → System → Version

    steht dort nur:

    Software-Version 3.0.5

    oder gibt es darunter noch:

    • Karten-Version
    • Kartenanbieter (z. B. HERE)
    • Navigation-Version?

    Und zweite Frage:

    Wenn du auf den Navigation-Button drückst:
    kommt eine Fehlermeldung oder passiert einfach nichts bzw. bleibt der Button ausgegraut?

    Davon hängt ab, ob nur die Lizenz fehlt oder ob das komplette Navigationsmodul beschädigt ist.

    Gruß Micha

  • Fehler DTC0101

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 22:48

    Jürgen,

    bei deinem Fahrzeug (Laguna III Grandtour, 2015, M9R) ist die Kombination aus P0101 (DTC0101) und DTC1525 ziemlich interessant. Da du schon einiges ausgeschlossen hast, würde ich die Suche jetzt systematisch eingrenzen.

    Was bedeutet DTC1525?

    Bei Renault bedeutet DTC1525 in den meisten Fällen "Information Drehmomentanforderung / Tempomat- bzw. Geschwindigkeitsbegrenzer-Information ungültig".

    Das ist fast nie die eigentliche Ursache, sondern eine Folge davon, dass das Motorsteuergerät wegen eines schwerwiegenden Motorfehlers (hier P0101) in den Notlauf geht. Den Fehler 1525 würde ich deshalb zunächst ignorieren und mich auf P0101 konzentrieren.


    Was löst P0101 beim M9R wirklich aus?

    Viele denken sofort an einen defekten Luftmassenmesser. Tatsächlich ist der LMM beim M9R aber oft nur der "Überbringer der schlechten Nachricht".

    Das Motorsteuergerät vergleicht:

    • gemessene Luftmasse
    • Ladedruck
    • Motordrehzahl
    • AGR-Stellung
    • Drosselklappenstellung

    Passt das alles nicht zusammen, wird P0101 gesetzt.


    Die häufigsten Ursachen beim M9R

    1. AGR-Ventil (mein Hauptverdächtiger)

    Das AGR kann:

    • mechanisch hängen
    • elektrisch falsche Position melden
    • zeitweise klemmen

    Dann stimmt die gemessene Luftmasse nicht mehr.

    Typisch:

    ✔ Fahrzeug fährt zunächst normal

    ✔ Nach einigen Kilometern wird erstmals AGR angesteuert

    ✔ Luftmasse passt nicht

    → P0101

    → Notlauf

    Das passt ziemlich genau zu deiner Beschreibung.


    2. Ladeluftsystem

    Ein kleiner Riss reicht bereits.

    Prüfen:

    • Schlauch Turbolader → Ladeluftkühler
    • Ladeluftkühler
    • Schlauch LLK → Drosselklappe

    Besonders unten am LLK.

    Auch ein kleiner Ölfilm ist oft ein Hinweis.


    3. MAP-Sensor

    Nicht der LMM!

    Der Saugrohrdrucksensor (MAP) verschmutzt beim M9R sehr gerne.

    Dann stimmen:

    Ladedruck

    und

    Luftmasse

    nicht mehr zusammen.

    Ich würde ihn ausbauen und ansehen.


    4. Unterdrucksystem

    Falls dein Motor noch einen Unterdrucksteller verwendet:

    • Unterdruckschläuche
    • Magnetventil
    • Unterdruckdose Turbo

    prüfen.


    5. Luftfiltergehäuse

    Schon erlebt:

    • Luftfilter falsch eingesetzt
    • Deckel nicht dicht
    • Ansaugschlauch hinter LMM eingerissen

    Dann misst der LMM korrekt, aber der Motor bekommt zusätzliche Luft.


    6. Verkabelung

    Optisch reicht leider nicht.

    Ich würde messen:

    Versorgung:

    • 12 V
    • 5 V
    • Masse

    Während des Wackeltests.


    Jetzt kommt der wichtigste Punkt

    Du schreibst:

    Zitat

    Fehler gelöscht

    ↓

    Zitat

    Fahrzeug fährt ca. 5 km

    ↓

    Zitat

    erst dann Fehler

    Das spricht gegen einen defekten LMM.

    Ein defekter LMM würde meist schon nach wenigen Sekunden oder unmittelbar nach dem Start auffallen.

    Nach mehreren Kilometern werden dagegen häufig erst Regelstrategien wie AGR oder Ladedruck aktiv.


    Ich würde mit CLIP folgende Werte während einer Probefahrt aufzeichnen:

    • Luftmasse Soll
    • Luftmasse Ist
    • AGR Soll
    • AGR Ist
    • Ladedruck Soll
    • Ladedruck Ist
    • Drosselklappenstellung
    • Raildruck
    • Motordrehzahl

    Sobald der Fehler gesetzt wird, sieht man fast immer, welcher Wert "aus der Reihe tanzt".


    Eine Frage noch:

    Hast du Renault CLIP oder ein anderes Diagnosegerät, das die Live-Parameter anzeigen kann?

    Außerdem wäre interessant:

    • Wird der Turbolader beim Beschleunigen normal aufgebaut (ca. 2,2–2,5 bar absolut)?
    • Ist die Motorleistung vor dem Fehler vollständig vorhanden?
    • Welche Euro-Norm hat der Wagen (Euro 5 oder Euro 6)? Beim Baujahr 2015 gab es beide Varianten beim M9R, und die Diagnose unterscheidet sich etwas.
    • Gruß Micha
  • Clio II ph1 -Abblendlicht

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 22:45

    Frank,

    das ist eine hervorragende Diagnose! 👍

    Dass die 8,5 V verschwinden, sobald das Kombiinstrument abgesteckt wird, ist ein sehr wichtiger Befund. Damit wissen wir:

    • Der Lenkstockschalter ist nicht die Ursache.
    • Die UCH ist sehr wahrscheinlich nicht die Ursache.
    • Die Spannung wird tatsächlich über das Kombiinstrument bzw. dessen interne Schaltung auf die Fernlichtleitung zurückgespeist.

    Warum passiert das?

    Im Clio II sind die Kontrolllampen im Kombiinstrument nicht immer völlig galvanisch voneinander getrennt. Renault hat damals häufig interne Leiterbahnen, Dioden und gemeinsame Versorgungsschienen verwendet.

    Mit den ursprünglichen Halogenlampen war das kein Problem:

    • Eine 55-W-HB3 hat einen Widerstand von nur etwa 2,6 Ω im Betrieb.
    • Jede kleine Rückspeisung wurde sofort "verschluckt".
    • Die Kontrolllampen verhielten sich unauffällig.

    LEDs und moderne Digitalmultimeter sind dagegen hochohmig und machen solche Effekte sichtbar.


    Was ich jetzt vermute

    Im Kombiinstrument sitzt wahrscheinlich eine interne Diode oder Transistorschaltung, über die das Signal der Fernlichtkontrolle auf den Ausgang zurückwirkt.

    Da die Halogenlampen das nie bemerkt haben, fiel das in der Serienausstattung nie auf.


    Was würde ich machen?

    Variante 1 (meine Empfehlung)

    Zunächst einmal gar nichts am Tacho ändern.

    Stattdessen den Fernlichtkreis mit einer kleinen Sperrdiode entkoppeln.

    Beispielsweise:

    • Schottky-Diode 5–10 A
    • oder 6A10
    • oder 1N5408 (3 A reicht für die Kontrollleitung, nicht für den Lampenstrom)

    Wichtig: Nicht in die Hauptversorgung der Scheinwerfer setzen, sondern gezielt in den Rückspeisepfad. Dafür müsste man den Schaltplan etwas genauer ansehen.


    Variante 2

    Ein Relais zur galvanischen Trennung einsetzen.

    Das funktioniert praktisch immer, ist aber deutlich aufwendiger.


    Variante 3

    Den LED-Hersteller kontaktieren.

    XSTORM verwendet meines Wissens unterschiedliche Treiberversionen. Es wäre interessant zu erfahren, ob sie dieses Verhalten am Clio II kennen.


    Ich hätte jetzt noch eine Bitte

    Kannst du mir den Schaltplan schicken, den du verwendest?

    Insbesondere den Teil mit:

    • Kombiinstrument
    • Fernlichtkontrolllampe
    • Abblendlicht
    • Fernlicht
    • UCH (falls eingezeichnet)

    Dann kann ich den Strompfad genau verfolgen.

    Eine letzte Frage

    Ist dein Kombiinstrument noch komplett original von 2001, oder wurde es irgendwann ersetzt (z. B. wegen Wegfahrsperre, Tachotausch oder anderer Ausstattung)?

    Denn wenn es tatsächlich der originale Tacho ist, dann halte ich das weniger für einen Defekt als für eine Eigenheit der damaligen Renault-Schaltung, die erst durch LED-Technik sichtbar wird.

    Ich würde den Schaltplan wirklich gerne sehen – ich glaube, wir sind jetzt nur noch einen Schritt von der eigentlichen Ursache entfernt.

    Gruß Micha

  • Media Nav (ältere Version) des Clio 4 (BJ 2013), "Zustimmen" bei Kartennutzung ausgegraut

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 07:27

    Volker,

    Ja, das Problem ist tatsächlich bekannt und betrifft vor allem die ersten Media Nav Evolution-Geräte (Clio IV, Captur, Duster, Logan usw.) mit Firmware der 3.x-Reihe.

    Die Symptome passen exakt zu einem der folgenden Fehler:

    • "Zustimmen" (AGB/Kartennutzung) ist grau
    • Kartenansicht startet nicht
    • Navigation lässt sich nicht öffnen
    • Radio, Bluetooth und Medien funktionieren weiterhin
    • USB-Gerätedaten können nicht erstellt werden

    Das Problem hat meist nichts mit der GPS-Antenne oder den Karten selbst zu tun.

    Mögliche Ursachen

    1. Beschädigte Navigations-Lizenzen (am häufigsten)

    Im internen Speicher liegt eine Datei mit den Lizenzen.

    Ist diese beschädigt oder fehlt sie, erkennt Media Nav:

    Zitat

    keine gültige Lizenz → keine Zustimmung möglich → Navigation gesperrt.

    Das tritt gelegentlich nach:

    • Spannungseinbruch
    • schwacher Batterie
    • Softwareabsturz
    • fehlerhaftem Kartenupdate

    auf.


    2. Beschädigte NNG-Navigationsdaten

    Die komplette Navigationssoftware (iGO/NNG) kann beschädigt sein.

    Dann startet die Navigation nicht mehr.


    3. Fehler im internen Flashspeicher

    Nicht häufig, aber bei den ersten Media Navs kommt das inzwischen altersbedingt vor.


    Was kannst du selbst versuchen?

    1. Soft-Reset

    Power-Taste etwa 10–15 Sekunden gedrückt halten.

    Hilft selten, kostet aber nichts.


    2. Batterie komplett abklemmen

    Mindestens

    Zitat

    15–30 Minuten

    Minuspol abklemmen.

    Danach erneut testen.

    Nicht oft erfolgreich, aber einen Versuch wert.


    3. Engineering-Menü

    Je nach Firmware:

    5 Sekunden auf

    Einstellungen

    oder

    oberen linken Bildschirmbereich

    drücken.

    Dort gibt es teilweise

    • Speicherinformationen
    • Nav-Status
    • Lizenzstatus

    Interessant wäre:

    • Wird GPS angezeigt?
    • Wird Navigation erkannt?
    • Werden Lizenzen angezeigt?

    4. Firmware neu installieren

    Wenn noch Version

    3.0.x

    oder

    3.1.x

    installiert ist,

    würde ich auf die letzte 4.x-Version aktualisieren.

    Das behebt viele Softwarefehler.

    Allerdings:

    Wenn die Navigation bereits blockiert ist, verweigert das Gerät manchmal auch das Update.


    5. Werksreset

    Im Menü:

    System → Werkseinstellungen

    Dabei gehen

    • Radiosender
    • Bluetooth

    verloren.

    Karten bleiben normalerweise erhalten.


    Wenn die Lizenz beschädigt ist

    Dann helfen die offiziellen Renault-Werkzeuge leider kaum.

    Denn:

    Media Nav Toolbox benötigt zunächst

    Zitat

    die Gerätedaten

    und genau diese lassen sich wegen der blockierten Navigation nicht erzeugen.

    Ein klassischer Teufelskreis.


    In der Renault-Werkstatt

    Mit Renault CLIP lässt sich das leider nicht reparieren.

    CLIP kann:

    • Fehler lesen
    • Konfiguration ändern

    aber

    nicht

    die Navigationsdaten wiederherstellen.


    Was viele Spezialisten machen

    Es gibt inzwischen etliche Firmen und Foren, die das Media Nav direkt reparieren.

    Dabei werden:

    • interne Lizenzen
    • NNG-Dateien
    • Karten
    • komplette Firmware

    neu aufgespielt.

    Das erfolgt entweder

    • über einen speziellen USB-Service-Modus,
    • per WinCE-Zugang
    • oder durch direkten Zugriff auf den internen Speicher.

    Die Erfolgsquote ist sehr hoch.


    Es gibt auch eine DIY-Möglichkeit

    Je nach Firmware (3.x) lässt sich über spezielle Servicepakete bzw. den bekannten Supermodd-/WinCE-Zugang auf das Dateisystem zugreifen und die fehlenden Lizenzdateien oder die komplette Navigationssoftware wiederherstellen. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn man genau weiß, welche Firmware installiert ist und welche Dateien verwendet werden – ein falsches Paket kann das Gerät unbrauchbar machen.


    Ich hätte noch drei Fragen:

    1. Ist es ein normales Media Nav oder bereits ein Media Nav Evolution?
      (Falls du unsicher bist, schicke einfach ein Foto des Startbildschirms.)
    2. Welche exakte Firmware-Version ist installiert?
      (z. B. 3.0.5, 3.0.6, 4.0.3, 4.1.0 ...)
    3. Ist das Gerät komplett original oder wurde früher schon einmal etwas verändert (Supermodd, Karten-Updates aus dem Internet o. Ä.)?

    Mit diesen Angaben kann ich dir meist sagen, ob man das Gerät selbst wiederbeleben kann oder ob nur noch eine Reparatur der internen Dateien sinnvoll ist. Ich habe mich schon mehrfach mit den Renault Media Nav-Geräten beschäftigt und kann dir dann den erfolgversprechendsten Weg nennen.

    Gruß Micha

  • Guten Abend an alle im Forum

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 07:23

    :)Willkommen in Forum.:)

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 11. Juli 2026 um 07:22

    Stefan,

    damit lässt sich schon einiges eingrenzen.

    Das fällt mir bei deinen Daten auf

    • Kadjar EZ 11/2015
    • R-Link 2 mit 7"-Querbildschirm
    • Software 2.2.17.308
    • Boot 4992
    • HUID CAPGAKS01815D000040

    Das ist eine Kombination, die ich schon mehrfach gesehen habe. Sie spricht für ein R-Link 2 der ersten Generation (Gen1).

    Die gute Nachricht:
    Dein Gerät ist grundsätzlich ein Kandidat für Version 3.3.x und Android Auto.


    Zu deiner FIN

    Die letzten acht Stellen sind

    Zitat

    53709068

    Das reicht leider nicht für die Renault-Seite.

    Renault erwartet die komplette 17-stellige Fahrgestellnummer (VIN), die mit VF1... beginnt.

    Beispiel:

    Zitat

    VF1RFE00H53709068

    (Die Zeichen davor sind natürlich nur ein Beispiel.)


    Dass du nichts eingeben kannst, ist wahrscheinlich nicht deine Schuld

    In den letzten Monaten berichten mehrere Nutzer, dass das VIN-Eingabefeld auf der Renault-Webseite teilweise überhaupt nicht reagiert – unabhängig vom Browser.

    Falls das bei dir genauso ist, probiere einmal:

    • Chrome im Inkognito-Modus
    • Firefox
    • Edge
    • Smartphone statt PC

    Wenn das Feld trotzdem nicht funktioniert, liegt das sehr wahrscheinlich an der Webseite.


    Der eigentliche Knackpunkt

    Von 2.2.17.308 sollte nicht direkt auf 3.3.x aktualisiert werden.

    Der übliche Weg lautet:

    Code
     

    Genau diese Reihenfolge wird von erfahrenen R-Link-2-Nutzern empfohlen, weil ein direkter Sprung das System beschädigen kann.


    Wo bekommt man die Dateien?

    Leider gibt es offiziell nur zwei Möglichkeiten:

    1. Renault stellt sie für deine VIN über das Update-Portal bereit.
    2. Der Renault-Händler spielt sie per Werkstattdiagnose auf.

    Es gibt keine offizielle Downloadseite für die Firmware-Pakete.


    Ich vermute allerdings etwas Interessantes...

    Anhand deiner Kombination

    • Boot 4992
    • Version 2.2.17.308
    • Querdisplay
    • Baujahr Ende 2015

    vermute ich, dass dein Gerät problemlos auf 3.3.16.986 laufen würde.

    Diese Version wurde auf sehr vielen Kadjar, Mégane IV, Talisman und Scénic mit identischer Hardware eingesetzt.


    Ich kann dir wahrscheinlich weiterhelfen

    Ich beschäftige mich schon länger mit den verschiedenen R-Link-2-Generationen. Wenn du das Update selbst durchführen möchtest, kann ich dir erklären:

    • wie man sicher prüft, ob deine Hardware wirklich kompatibel ist,
    • welche Zwischenversionen erforderlich sind,
    • wie Android Auto anschließend aktiviert wird (falls es nach dem Update noch ausgeblendet ist),
    • und worauf du achten musst, damit das R-Link nicht unbrauchbar wird.

    Eine letzte Frage hätte ich noch:

    Kannst du bitte unter Systeminformationen noch die Navigationsversion abschreiben?

    Sie sieht ungefähr so aus:

    Code
    9.12.133.680168

    oder

    Code
    9.12.65.xxx

    Außerdem würde mich interessieren:

    Hast du Zugriff auf DDT4ALL oder Renault CAN Clip (z. B. über einen OBDLink SX oder EX)?

    Falls ja, eröffnen sich deutlich mehr Möglichkeiten – insbesondere für die Aktivierung von Android Auto nach dem Firmware-Update.

    Gruß Micha

    p.s. ich kommuniziere nur hier übers Forum

  • Renault kadjar 11 2015

    • nordinvent
    • 10. Juli 2026 um 22:12

    Stefan,

    Ja, dabei kann ich dir helfen. Gerade beim Kadjar Baujahr 11/2015 muss man allerdings etwas vorsichtig sein.

    Das Wichtigste zuerst

    Die Firmware 3.3.x gibt es nicht als offiziellen Download. Renault stellt diese Dateien nicht öffentlich zur Verfügung. Die einzige legale Quelle ist Renault selbst bzw. das offizielle Update-Portal, das anhand der Fahrgestellnummer (FIN) prüft, ob für dein Fahrzeug ein Update freigegeben ist.

    Du kannst hier prüfen, ob Renault für dein Fahrzeug ein Update anbietet:

    Renault R-Link 2 Software-Update


    Warum findest du die Version 3.3.x nicht?

    Die Dateien, die in Foren oder YouTube kursieren, stammen meist aus Werkstatt- oder internen Renault-Paketen. Sie werden von Renault nicht offiziell zum Download angeboten.


    Kann dein Kadjar überhaupt auf 3.3.x?

    Ja, grundsätzlich ist das bei vielen Kadjar-Modellen von 2015/2016 möglich, allerdings hängt es von der Hardwaregeneration (Gen1, Gen1.1 usw.) ab.

    Von deiner Version: 2.2.17.308 haben viele Besitzer erfolgreich auf 2.2.19.xxx → 3.3.x aktualisiert und anschließend Android Auto aktiviert. Dabei erfolgt das Update in der Regel nicht direkt, sondern schrittweise. Allerdings berichten Nutzer auch von fehlgeschlagenen Updates bis hin zu unbrauchbaren Geräten ("gebrickten" R-Link-Systemen), weshalb Renault solche Sprünge oft nicht offiziell unterstützt.


    Android Auto

    Ab Version 3.3.x ist Android Auto grundsätzlich vorhanden.

    Zusätzlich muss es häufig noch im R-Link freigeschaltet werden (z. B. per Diagnose/Entwicklermenü), da es bei vielen Fahrzeugen zwar in der Software enthalten, aber deaktiviert ist. Renault beschreibt auch, dass kompatible Fahrzeuge anschließend den Menüpunkt "Smartphone-Mirroring" besitzen.


    Ich kann dir beim kompletten Update helfen

    Ich kann dir genau sagen:

    • welche Hardware dein R-Link besitzt,
    • ob ein Update auf 3.3.x möglich ist,
    • welche Zwischenversionen notwendig sind,
    • wie der USB-Stick vorbereitet wird,
    • ob anschließend Android Auto aktiviert werden muss,
    • und wie man das mit DDT4ALL oder CAN Clip erledigt.

    Dafür benötige ich noch drei Angaben:

    1. Die FIN (VIN) – die letzten 8 Stellen reichen aus.
    2. Hat dein Kadjar den 7"-Hochformatbildschirm (8,7") oder den 7"-Querformatbildschirm?
    3. Gehe bitte auf:
      Menü → System → Systeminformationen

      und schreibe mir möglichst vollständig:

      • Software-Version (hast du bereits: 2.2.17.308)
      • Boot-Version
      • Hardware-Version

    Mit diesen Daten kann ich dir ziemlich genau sagen, ob dein Kadjar gefahrlos auf 3.3.x aktualisiert werden kann und welche Update-Dateien bzw. welcher Weg dafür geeignet ist.

    Gruß Micha

    p.s. willkommen im Forum

  • Fehlercode P0420

    • nordinvent
    • 10. Juli 2026 um 08:32

    Cliorsi,

    das Problem kenne ich tatsächlich von verschiedenen Renault-Benzinmotoren (D4F, K4M, H4M, H5Ft, H4D usw.). Der Fehler P0420 "Katalysator Wirkungsgrad unter Minimum" bedeutet zunächst nicht automatisch, dass der Katalysator defekt ist.

    Wenn gleichzeitig gilt:

    • ✅ AU bzw. 4-Gas-Test ist einwandfrei.
    • ✅ CO praktisch 0 %, HC sehr niedrig, Lambda nahe 1.
    • ✅ Lambdasonden arbeiten plausibel.
    • ✅ Motor läuft sauber.
    • ✅ Keine Fehlzündungen.

    ...dann muss man etwas tiefer suchen.

    Wie das Motorsteuergerät den Kat beurteilt

    Das Steuergerät misst nicht direkt die Abgaswerte, sondern vergleicht die Signale von:

    • Vorkatsonde (Regelsonde)
    • Nachkatsonde (Diagnosesonde)

    Ist das Signal der Nachkatsonde der Vorkatsonde zu ähnlich, setzt es irgendwann P0420.

    Ein AU-Gerät misst dagegen die tatsächlichen Emissionen. Deshalb kann die AU perfekt sein, obwohl P0420 gesetzt wird.


    Häufige Ursachen trotz guter AU

    1. Nachkat-Lambdasonde altersschwach

    Sehr häufig.

    Die Sonde liefert zwar Werte,
    aber

    • reagiert zu schnell,
    • hat zu wenig Dämpfung,
    • oder driftet im Alter.

    Im Diagnosegerät sieht sie "normal" aus.

    Erst ein Oszilloskop zeigt, dass sie zu aktiv arbeitet.

    Ich habe schon mehrere Renault gesehen, bei denen nur die hintere Sonde erneuert wurde und P0420 dauerhaft weg war.


    2. Kleinste Undichtigkeit vor der Nachkatsonde

    Schon eine winzige Undichtigkeit reicht.

    Beispiele:

    • Flexrohr
    • Krümmer
    • Kat-Flansch
    • Lambdasondengewinde

    Dadurch gelangt Sauerstoff ins Abgas.

    Das Steuergerät glaubt:

    Zitat

    "Kat speichert keinen Sauerstoff mehr."

    Der 4-Gas-Test bleibt trotzdem hervorragend.


    3. Software des Motorsteuergerätes

    Renault hat bei einigen Motoren Softwarestände geändert.

    Besonders bei

    • K4M
    • H4M
    • H5Ft

    wurde die Diagnoseempfindlichkeit angepasst.


    4. Falschluft hinter dem Luftmassenmesser

    Minimal zu mager.

    Die Lambdaregelung gleicht zwar aus.

    Emissionen bleiben gut.

    Der Sauerstoffspeicher des Kats wird aber anders belastet.


    5. Langzeitkorrekturen

    Interessant sind:

    • LTFT
    • STFT

    Wenn z.B.

    LTFT = +12 %

    läuft der Motor dauerhaft mager.

    Das reicht teilweise schon.


    6. Nachrüstkat

    Falls der neue Kat kein Originalteil ist:

    Viele Zubehörkats bestehen zwar die AU problemlos,

    aber ihre Sauerstoffspeicherkapazität reicht für Renault nicht aus.

    Ich habe mehrfach erlebt:

    • Zubehörkat → P0420
    • Original Renault Kat → Fehler weg

    7. Kühlmitteltemperatur

    Wenn der Motor nie ganz warm wird:

    z.B.

    80–83 °C

    statt

    90–95 °C

    wird der Monitortest teilweise negativ bewertet.


    8. Ölverbrauch

    Schon geringer Ölverbrauch kann den Kat "chemisch altern" lassen.

    Die AU merkt davon oft noch nichts.

    Das Steuergerät aber schon.


    Was ich mir im Diagnosegerät ansehen würde

    Ich schaue immer auf:

    • Motortemperatur
    • STFT
    • LTFT
    • Spannung der Regelsonde
    • Spannung der Diagnosesonde
    • Status der Lambdaregelung
    • Kat-Monitor
    • Fuel-System-Status

    Noch besser ist eine Aufzeichnung während einer konstanten Fahrt mit etwa 80 km/h.


    Besonders bei Renault

    Renault ist bekannt dafür, dass P0420 teilweise sehr empfindlich gesetzt wird.

    Ich hatte bereits Fahrzeuge mit:

    • perfekter AU,
    • HC nahezu 0,
    • CO 0,
    • Lambda 1,000,

    und trotzdem P0420.

    In mehreren Fällen war letztlich nur die hintere Lambdasonde die Ursache.

    Mich würden noch folgende Informationen interessieren:

    • Welcher Motorcode (z. B. K4M, H4M, H4D, H5Ft)?
    • Welches Baujahr?
    • Ist der Katalysator ein Original-Renault-Kat oder Zubehör?
    • Wie sehen die Live-Daten beider Lambdasonden aus (Spannungsverlauf oder Stromverlauf, je nach Sondentyp)?
    • Welche Werte haben STFT und LTFT?

    Mit diesen Informationen lässt sich meist recht gut eingrenzen, warum das Steuergerät P0420 setzt, obwohl die Abgaswerte objektiv einwandfrei sind.

    Gruß Micha

  • Welche Reifengrößen bei Winterreifen?

    • nordinvent
    • 8. Juli 2026 um 21:53

    kleiner Hinweis vorab 😊
    Damit man hier sinnvoll helfen kann, braucht es konkrete Fahrzeugdaten. Ohne Angaben wie Modell, Baujahr, Motorisierung, TSN/HSN bzw. ADZ, Getriebeart usw. ist jede Antwort leider eher Glaskugel-Lesen🔮.

    Renault verbaut selbst im gleichen Baujahr oft unterschiedliche Motoren, Steuergeräte, Sensoren und Kabelbäume – eine pauschale Antwort gibt es daher fast nie.

    👉 Je genauer die Angaben, desto schneller und gezielter kann geholfen werden.
    Am besten direkt im ersten Beitrag nennen:

    • Modell / Baureihe
    • Baujahr
    • Motor (z. B. 1.2 16V D4F)
    • TSN/HSN oder ADZ
    • Benzin/Diesel, Schalter/Automatik
    • ggf. Fehlermeldungen / Fehlercodes

    Danke fürs Mithelfen – das spart Zeit, Nerven und unnötige Rückfragen 👍

    Gruß Micha

  • Getriebeprobleme

    • nordinvent
    • 8. Juli 2026 um 17:48

    Baier,

    die Schilderung klingt für mich nicht nach einem klassischen Getriebeschaden, sondern eher nach einem elektrischen oder elektronischen Problem. Vor allem diese Punkte fallen auf:

    • Das Getriebe hat bis zum Ausfall einwandfrei geschaltet.
    • Nach dem Batteriewechsel wurde die Batterie nicht im Fahrzeug angelernt (je nach Ausstattung kann das Auswirkungen auf das Energiemanagement haben, ist aber allein meist nicht die Ursache).
    • Im Dezember war die Batterie komplett leer und beim Überbrücken kam Qualm aus dem Motorraum. Das ist ein ganz wichtiger Hinweis! Irgendwo ist damals offenbar etwas überhitzt oder beschädigt worden.
    • Das Fahrzeug fuhr danach noch einige Monate und fiel erst später komplett aus.
    • Ein Getriebeölwechsel bzw. eine Spülung hat keinerlei Verbesserung gebracht.

    Was ich vermuten würde

    Beim Grand Scénic IV mit dem 160-PS-Dieselmotor (1.6 dCi) ist das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC (Getrag 6DCT450) verbaut. Dieses Getriebe ist stark von seiner Elektronik abhängig.

    Mögliche Ursachen sind:

    1. Getriebesteuergerät (TCM)
      • Defekt oder fehlerhafte Spannungsversorgung.
      • Interner Fehler.
      • Kommunikationsfehler mit dem Motorsteuergerät.
    2. Sicherungen oder Relais
      • Durch den Vorfall beim Überbrücken könnte eine Hochstromsicherung oder eine Versorgung beschädigt worden sein.
    3. Kabelbaum
      • Verschmorte Leitung.
      • Korrosion.
      • Massefehler.
    4. Masseband Motor/Karosserie
      • Ein defektes Masseband kann zu den merkwürdigsten Fehlern führen.
    5. Mechatronik
      • Die hydraulisch-elektrische Steuereinheit des EDC kann ausfallen, ohne dass das eigentliche Getriebe mechanisch defekt ist.

    Dass die Werkstatt sofort ein neues Getriebe verkaufen möchte...

    ...halte ich ohne weitere Diagnose für fragwürdig.

    Ein mechanisch defektes Getriebe macht meistens vorher Symptome wie:

    • Ruckeln
    • Schlagen
    • Gang springt heraus
    • Schleifgeräusche
    • Kupplungsprobleme

    Du schreibst aber:

    Zitat

    "Wenn es am Steuergerät ist dann läuft es jedoch einwandfrei und ist bis dort hin auch gut gefahren."

    Das spricht eher gegen einen mechanischen Totalschaden.


    Was ich als Erstes prüfen würde

    1. Fehlerspeicher aller Steuergeräte mit Renault CLIP auslesen (nicht nur Motor).
    2. Fehlercodes (DF-Nummern) notieren.
    3. Batteriespannung messen:
      • Motor aus
      • Zündung an
      • während Startversuch
    4. Alle Massepunkte prüfen.
    5. Hochstromsicherungen an der Batterie kontrollieren.
    6. Steckverbindungen am Getriebe und Getriebesteuergerät prüfen.
    7. Versorgung des Getriebesteuergeräts messen (12 V, Masse, CAN).

    Eine Frage habe ich noch:

    Welche Fehlermeldung erscheint genau im Display?

    Zum Beispiel:

    • "Getriebe prüfen"
    • "Getriebe defekt"
    • "Gangwahl unmöglich"
    • "Getriebe überhitzt"

    Und noch wichtiger:

    Welche Fehlercodes (DF... oder P....) wurden ausgelesen?

    Ohne diese Codes stochert selbst eine gute Werkstatt im Nebel.


    Mein Eindruck

    Nach deiner Beschreibung würde ich die Wahrscheinlichkeit ungefähr so einschätzen:

    • Elektronik / Steuergerät / Spannungsversorgung: etwa 70–80 %
    • Mechatronik des EDC: etwa 15–20 %
    • Mechanischer Getriebeschaden: eher unter 10 %

    Ein komplettes Austauschgetriebe einzubauen, ohne vorher die Elektronik und Spannungsversorgung sauber geprüft zu haben, würde ich persönlich nicht als den ersten sinnvollen Schritt ansehen.

    Wenn du mir die Fehlercodes (Pxxxx oder DFxxx) sowie den Motorkennbuchstaben oder die FIN (die letzten 8 Zeichen reichen, persönliche Daten bitte schwärzen) schreibst, kann ich die Diagnose deutlich genauer eingrenzen.

    Gruß Micha

  • Clio II ph1 -Abblendlicht

    • nordinvent
    • 8. Juli 2026 um 17:46

    Frank,

    sehr gute Messungen – die bringen uns deutlich weiter. Ich glaube inzwischen, dass wir nicht nach einem Defekt suchen, sondern nach einer Eigenschaft der Renault-Schaltung in Verbindung mit den LED-Treibern.

    Deine Messwerte sind sehr aufschlussreich

    Ohne Leuchtmittel:

    • Fernlicht EIN
      • H7 = 0 V ✅
      • HB3 = 12,5 V ✅
    • Abblendlicht EIN
      • H7 = 12,5 V ✅
      • HB3 = 8,5 V ← das ist der interessante Wert.

    Die 8,5 V sind aber zunächst nur eine Spannung, keine Aussage darüber, ob nennenswerter Strom fließt. Ein Digitalmultimeter hat typischerweise 10 MΩ Eingangswiderstand und zeigt deshalb auch "Geisterspannungen" an, die unter Last sofort zusammenbrechen würden.


    Dass die Fernlichtkontrolle ohne eingebaute Lampen trotzdem leuchtet, ist der entscheidende Hinweis

    Damit können wir praktisch ausschließen, dass die Lampen selbst die Rückspeisung verursachen.

    Die Spannung ist also bereits im Fahrzeugkabelbaum bzw. in der Ansteuerung vorhanden.


    Zu deiner Frage nach den Relais

    Beim Clio II Phase 1 (2001) läuft die Lichtsteuerung meines Wissens folgendermaßen:

    • Der Lenkstockschalter gibt seine Schaltinformationen an die UCH weiter.
    • Die UCH übernimmt einen Teil der Logik (Lichthupe, Warnsummer usw.).
    • Die eigentliche Versorgung der Scheinwerfer erfolgt jedoch nicht vollständig über die UCH. Je nach Ausstattung gibt es im Motorraum Sicherungen und Relais; der Lenkstockschalter ist ebenfalls direkt in die Lichtschaltung eingebunden.

    Mit anderen Worten: Es ist kein modernes Fahrzeug, bei dem die UCH die Lampen direkt über Halbleiterausgänge versorgt.


    Die 8,5 V machen mich stutzig

    Genau dieser Spannungswert erinnert an eine Rückspeisung über:

    • Kontrolllampen im Kombiinstrument,
    • interne Widerstände,
    • oder die Elektronik der UCH.

    Mich interessiert deshalb eine Messung:

    Miss die Spannung am HB3-Stecker mit einer Last.

    Beispielsweise:

    • eine 21-W-Blinkerlampe,
    • oder eine H4/H7 als Prüflampe.

    Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

    Variante A

    • Die 8,5 V brechen sofort auf nahezu 0 V zusammen.

    ➡️ Dann handelt es sich um eine hochohmige Rückspeisung. Das wäre völlig unkritisch und erklärt, warum LEDs empfindlicher reagieren.

    Variante B

    • Die Spannung bleibt bestehen.

    ➡️ Dann liegt tatsächlich eine aktive Einspeisung vor, und wir müssten den Schaltplan genauer analysieren.


    Zu deinem Gedanken mit dem Tacho

    Du schreibst:

    Zitat

    "...laut meinem Schaltplan wäre das nur möglich, wenn die Spannung vom Tacho kommt."

    Genau darüber habe ich auch nachgedacht.

    Ich glaube aber nicht, dass der Tacho die 8,5 V erzeugt.

    Eher ist es umgekehrt:

    Die Spannung entsteht irgendwo im Lichtkreis (Lenkstockschalter, UCH oder interne Verdrahtung), und das Kombiinstrument zeigt sie deshalb an.

    Denn wie du schon richtig schreibst:

    Zitat

    Mit Glühlampen müsste sonst irgendwo Leistung umgesetzt werden.

    Richtig.

    Eine 55-W-Halogenlampe würde bei einer echten Einspeisung erhebliche Ströme ziehen. Das passiert aber nicht.


    Eine Sache würde ich noch gerne wissen

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    "dann habe ich mal eine H7 eingesteckt und der LED Kluster leuchtet leicht"

    Meinst du damit:

    • die H7-Halogenlampe leuchtet leicht,
    • oder die HB3-LED glimmt leicht?

    Das macht einen großen Unterschied.


    Ich hätte noch einen Versuch

    Stecke beide originalen Halogenlampen (H7 und HB3) wieder ein.

    Dann:

    • Abblendlicht einschalten.
    • Miss die Spannung direkt an der HB3-Lampe, während sie angeschlossen ist.

    Wenn dann dort 0 V oder nur wenige Millivolt anliegen, ist der Fall praktisch gelöst: Die 8,5 V sind eine hochohmige Rückspeisung, die nur ohne Last sichtbar wird. Genau solche Spannungen bringen LED-Treiber und Kontrollleuchten gelegentlich durcheinander.

    Ich muss sagen: Deine systematischen Messungen gefallen mir. Sie liefern genau die Informationen, mit denen man solche elektrischen Besonderheiten sauber eingrenzen kann. Ich bin ziemlich sicher, dass wir die Ursache noch finden.

    Gruß Micha

  • Motor dreht aber er springt nicht an.

    • nordinvent
    • 7. Juli 2026 um 21:31

    Glückwusch und viel Erfolg.

  • Clio II ph1 -Abblendlicht

    • nordinvent
    • 7. Juli 2026 um 09:26

    Frank,

    ich verstehe das du dir so wenig wie möglich Arbeit machen willst und hier ziemlich wahllos Fotos reinstellst. Es wäre etwas einfacher wenn du einfach auf meine Fragen in Wort und Schrift eingehen würdest.

    Du hast einen Renault Clio II, Baujahr 2001 (HSN 3004 / TSN 147), mit dem D4F B712. Das ist also kein Clio I, sondern bereits der Clio II Phase 1. Das erklärt auch die Kombination H7 (Abblendlicht) + HB3 (Fernlicht) – die ist bei diesem Modell korrekt.

    Damit ändert sich meine Einschätzung etwas.

    Dass beide Kontrolllampen voll leuchten, ist beim Clio II nicht normal.

    Der Clio II hat die Kontrollleuchten im Kombiinstrument deutlich sauberer verschaltet als der Clio I. Wenn bei eingeschaltetem Abblendlicht auch die blaue Fernlicht-Kontrollleuchte voll leuchtet, dann liegt fast sicher eine Rückspeisung auf der Fernlichtleitung vor.

    Ich würde in dieser Reihenfolge prüfen:

    1. Nur die HB3-LED abstecken

    Lass das Abblendlicht eingeschaltet und ziehe eine HB3-LED ab.

    • Leuchtet die Fernlichtkontrolle jetzt noch?
    • Falls ja: auch die zweite HB3 abziehen.

    Wenn die Kontrollleuchte danach ausgeht, ist der Verursacher praktisch sicher die Elektronik der HB3-LEDs.


    2. Nur die H7-LED abstecken

    Genau andersherum.

    Wenn dann die Fernlichtkontrolle verschwindet, koppeln die H7-LED-Treiber in den Fernlichtkreis ein.


    3. Masse prüfen

    Miss einmal die Spannung zwischen:

    • Batterieminus
    • Masseanschluss direkt am Scheinwerfer

    bei eingeschaltetem Abblendlicht.

    Mehr als etwa 0,1–0,2 V Spannungsabfall wäre bereits verdächtig.


    Mich interessiert noch etwas:

    Du schreibst:

    Zitat

    "Super Licht"

    Das klingt nach LED-Leuchtmitteln mit externem Treiber.

    Sind das:

    • LED mit kleiner externer Box im Kabel?
    • oder LED, bei denen die gesamte Elektronik im Sockel sitzt?

    Und ganz wichtig:

    Welche Marke und welches Modell sind es?

    Nicht aus Neugier, sondern weil ich bei einigen Herstellern (Novsight, Auxito, Fahren, Katur usw.) schon genau dieses Verhalten gesehen habe. Manche Treiber koppeln intern über EMV-Filter oder Schutzschaltungen die Plusleitungen zusammen.

    Eine Vermutung habe ich noch

    Der Clio II schaltet das Licht auf der Masseseite (Renault hat das bei einigen Modellen so gelöst). Manche LED-Treiber kommen mit dieser Art der Schaltung überhaupt nicht zurecht und speisen den anderen Stromkreis zurück. Das führt genau zu solchen Effekten an den Kontrolllampen, obwohl die Fernlichtlampen selbst aus bleiben.

    Deshalb noch eine entscheidende Frage:

    Leuchten wirklich nur die beiden Kontrolllampen im Kombiinstrument, oder misst du am HB3-Stecker tatsächlich auch 12 V, sobald das Abblendlicht eingeschaltet ist?

    Falls du ein Multimeter hast, können wir das in wenigen Messungen eindeutig eingrenzen. Ich habe den Schaltplan des Clio II weitgehend im Kopf und kann dich gezielt durch die Messpunkte führen.

    Eine kleine Bemerkung musste ich schmunzelnd lesen 😊

    Zitat

    "Hersteller natürlich die guten aus dem Land der aufgehenden Sonne"

    Falls das ironisch gemeint war: Viele LED-Lampen werden tatsächlich in China gefertigt. Das allein sagt aber wenig über die Qualität aus – es gibt sehr gute und sehr schlechte Produkte. Entscheidend ist die Elektronik im Treiber. Gerade bei günstigen H7/HB3-LEDs treten solche Rückspeisungen häufiger auf.

    Gruß Micha

  • Clio V Fehlermeldung bei hohen Außentemperaturen.

    • nordinvent
    • 6. Juli 2026 um 21:32

    Sandro,

    das ist eine wichtige Information. Wenn die Batterie erst im Januar 2026 ersetzt wurde und Renault bestätigt hat, dass die Lichtmaschine korrekt lädt, dann rückt die Batterie als Hauptursache in den Hintergrund.

    Allerdings fällt mir etwas anderes auf:

    Zitat

    Die Meldung "Batterie fast leer. Motor starten" erscheint trotz neuer Batterie weiterhin.

    Das ist nicht normal. Entweder wird die Batterie im Stand ungewöhnlich stark entladen, oder das Batteriemanagement bzw. die Spannungsmessung arbeitet nicht korrekt.

    Mögliche Ursachen für die Batteriemeldungen

    • Batteriesensor (IBS/Batterieüberwachung) am Minuspol arbeitet fehlerhaft oder hat einen Wackelkontakt.
    • Korrosion oder schlechter Kontakt an den Batteriepolen oder Massepunkten.
    • Steuergeräte gehen nach dem Abstellen des Fahrzeugs nicht vollständig in den Schlafmodus und verursachen einen erhöhten Ruhestrom.
    • Eine Softwareversion im Steuergerät bewertet den Batteriezustand falsch. Gerade die frühen Clio V hatten einige Softwarekorrekturen.

    Da dein Fahrzeug bereits als Neuwagen wegen Softwareproblemen auffällig war, würde ich tatsächlich prüfen lassen, ob für dein Fahrzeug inzwischen weitere Software-Updates für Einspritzung, Bordnetz oder Batteriemanagement verfügbar sind.

    Zum Ladedruckfehler

    Deine Beschreibung passt nach wie vor zu einem Fehler, der nur unter Grenzbedingungen auftritt:

    • hohe Außentemperatur,
    • Klimaanlage eingeschaltet,
    • größere Höhenlage,
    • hohe Last.

    Dass keine Leistung verloren geht, spricht eher gegen einen mechanisch schwer beschädigten Turbolader.

    Mich würden deshalb vor allem die Live-Daten interessieren:

    • Soll-Ladedruck
    • Ist-Ladedruck
    • Stellung des Wastegates
    • Luftmasse
    • Ansauglufttemperatur

    Ein Renault-Händler oder eine freie Werkstatt mit Renault CLIP kann diese Werte während einer Probefahrt aufzeichnen. Oft erkennt man dabei sofort, ob der Turbo den geforderten Druck knapp verfehlt oder ob ein Sensor falsche Werte liefert.

    Das Rasseln

    Das würde ich unabhängig davon ernst nehmen.

    Mit 139.000 km ist ein verschlissener Kettenspanner oder eine gelängte Steuerkette durchaus möglich. Auch wenn der Motor noch sauber läuft, sollte der Steuertrieb überprüft werden, bevor eine gelängte Kette irgendwann einen Zahn überspringt.

    Gruß Micha

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